Vegan – Das ist doch ungesund!

Mittlerweile ist Vegan ja recht bekannt. Die Erklärungen was ich alles nicht essen möchte, haben zumindest in den letzten Jahren nachgelassen.
Aber um das nochmal kurz zusammenzufassen:
Ich esse weder Fleisch, Fisch, Eier noch Milchprodukte. Ja. Auch keinen Käse.
Seit fast 6 Jahren jetzt. Aus unterschiedlichen Gründen. Zum einen habe ich eine entzündliche Arthritis. Die ist durch die vegane Ernährung weitaus besser geworden. Und auf der anderen Seite auch aus Ethik- und Umweltgründen.
Dass die vegane Ernährung ungesund ist, hört man ja oft. Und viele die sich nicht mal ansatzweise vegan ernähren, werden direkt zum Ernährungsexperten, wenn das Gegenüber sich als Veganer outet. Plötzlich wird sich um Proteine und Co. gesorgt.
Nochmal schlimmer wird das ganze, wenn man schwanger ist. Dann hat plötzlich jeder einen noch besseren Rat. Ob Familie oder Freunde. Die erste Frage war von vielen „Ernährst du dich weiterhin Vegan?“. Gefolgt von „Das ist doch gefährlich fürs Kind!“.
Mein Gynäkologe ist ein echter Glücksgriff was das angeht. Er hat schon recht viele schwangere Veganerinnen betreut und somit alle Vorurteile ablegen können. Die Kinder und Mütter waren immer gesund.
Auch meine Hebamme hatte keinerlei Bedenken und ist gar nicht weiter drauf eingegangen.
Jetzt muss man aber auch sagen, dass man nicht einfach blind 9 Monate lang Pommes mit Ketchup und Nudeln mit Tomatensoße essen sollte. Vegane Ernährung in der Schwangerschaft kann durchaus schädlich für Mutter und Kind sein. Das möchte ich gar nicht bestreiten. Ausgewogene Ernährung ist wichtig. Immer. Nicht nur in der Schwangerschaft, aber grade dann besonders. Aber auch für „Nicht Veganer“ (man nennt sie auch Omnis; Omnivore = Allesfresser) sollte eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft wichtig sein. Es ist in meinen Augen sehr schade dass jemand der sich Vegan ernährt, mit viel Gemüse, Getreide und co. sich immer wieder vorwerfen lassen muss, seinem Kind zu schaden. Und im Gegensatz dazu bei Schwangeren Omnis nicht mal mit der Wimper gezuckt wird, wenn sich ausschließlich von Bratwurst, Schokolade und Gummibärchen ernährt wird. Aber so ist das eben heutzutage.
Jetzt muss ich aber auch zugeben, dass ich Hintergrundwissen habe. Seit 1,5 Jahren arbeite ich nämlich als selbstständige Ernährungsberaterin.


Bei Veganer Ernährung ist die Supplementierung von Vitamin B12 unumgänglich. Das kommt einfach in pflanzlichen Lebensmitteln nicht vor.
Vitamin B12 wird von Mikroorganismen produziert. Auch der eigene Darm produziert welches. Aber von da aus, kann der menschliche Körper das nicht verwerten. Also muss er es zuführen. Ich spritze es mir selbst, einmal im Monat. Man kann es natürlich auch über Tabletten aufnehmen, wenn man keine Aufnahmestörung hat. Die Variante mit den Spritzen ist mir persönlich lieber, da ich daran nicht so oft denken muss und auf der sicheren Seite bin. Kleiner Pieks. Subkutan in die Bauchfalte. Und schon habe ich wieder einen Monat Ruhe.
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Fast alle Artikel etc. die von Veganer Ernährung in der Schwangerschaft abraten, weisen immer wieder auf das B12 als Grund hin. Aber wie gesagt. jeder der sich verantwortungsvoll vegan ernährt, nimmt auch ohne Schwangerschaft B12 und ist somit auf der sicheren Seite.


Eventuell problematisch könnte noch der Eisenwert sein. Meiner ist regelmäßig an der unteren Grenze, aber noch nicht im Mangel. Ich esse eisenhaltig und trinke jeden Morgen so einen Saft zur Eisensupplementierung.
Wenn man auf Vitamin B12 und Eisen also ein Auge hat und sich sonst relativ ausgewogen ernährt, dann steht einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft nichts im Wege. Wenn man sich lieber hauptsächlich von Fast Food ernährt und keinerlei Interesse hat gewisse Vitamine und Mineralstoffe aufzunehmen, dann würde ich ganz klar davon abraten. Dann wird es nämlich wirklich gefährlich.
Allerdings muss man sich ein dickes Fell zulegen, weil jeder mit einem guten Rat um die Ecke kommt. Jeder hat plötzlich „was gelesen“ und weiß, dass man dem Kind schadet… Da muss man einfach drüber weghören. Auch meine Tätigkeit als Ernährungsberaterin und mein damit verbundenes Vorwissen, hat niemanden beruhigt.
Ich habe mir dann einfach irgendwann angewöhnt mit den Augen zu rollen und das Thema zu wechseln.  Spart Zeit und Nerven.
Falls du Interesse an veganer Ernährung und Rezepten hast, habe ich hier nochmal meinen Kochblog verlinkt: KLICK
Wenn du Fragen hast, gerne in die Kommentare!
Danke fürs Lesen!
Deine Mi

Und noch so ein Mama Blog…

N’abend!
Ich weiß was du jetzt denkst. Die nächste Mutti, die nix besseres zu tun hat als einen Blog übers Mama sein bzw. Mama werden zu schreiben.
Nunja. Das ist teilweise sehr treffend.
Ich habe momentan wirklich nicht viel besseres zu tun. Und auch an Tagen an denen ich besseres zu tun habe… So einen Blog Artikel kann man auch sehr gut zwischendurch schreiben. Das Ganze ist nicht tagesfüllend.
Deshalb hier jetzt mein erster Beitrag, in dem ich mich mal kurz vorstelle und meine Motivation zu diesem Blog erkläre.
Also kurz zu mir. Ich bin Mi. Eigentlich Michele, aber so nennt mich niemand. Schon seit ich klein bin, war ich für alle einfach Mi.
Man kennt mich eventuell aus dem Internet. Seit etwa 2 Jahren veröffentliche ich auf meinem veganen Kochblog schon regelmäßig Rezepte. Diesen Blog hier habe ich schon vor einiger Zeit erstellt, aber bisher irgendwie keinen Anfang gefunden… Zwei Blogs gibt es jedenfalls deshalb, weil ich Leute die sich nur für Rezepte interessieren nicht mit Babykram nerven möchte und umgekehrt.
Ich bin mittlerweile fast 26 Jahre alt (am 16.10. um genau zu sein), seit 6 Jahren Hundemama und ernähre mich seit fast 6 Jahren vegan. Offiziell bin ich momentan Studentin für Lehramt Geschichte und Sozialwissenschaften im Urlaubssemester.
Beruflich habe ich schon einiges gemacht. Dazu schreibe ich mal einen Extrabeitrag… Das sprengt jetzt hier den Rahmen :D.
Mein nächstes berufliches Ziel ist allerdings erstmal… Hausfrau und Mutter! Und das gerne.
„Hausfrau“ bin ich schon seit einigen Wochen. In ziemlich genau 2 Monaten, wenn sich das Baby an den Zeitplan hält, dann auch Mutter!
Ich erfülle so ’ne ordentliche Handvoll Vorurteile. Tätowiert, Piercings, hab einen „großen bösen“ Hund, bin (mittlerweile nur noch leicht) übergewichtig, ziemlich direkt in meiner Art und dann lebe ich auch noch Vegan. Ich gehe gerne auf Konzerte, trage fast nur Schwarz und höre nicht wirklich kinderfreundliche Musik.
Also wie man sieht – absolut ungeeignet als Mutter.
Und genau das ist die Motivation hinter diesem Blog. Dich und andere daran teilhaben zu lassen, wie ich mich als „schlechte Mutter“ so mache.
Wie ich mit Vorurteilen umgehe und warum ich gewisse Entscheidungen treffe, auch wenn ich dafür ordentlich angefeindet werde.
Ich hoffe du hast Bock von mir zu lesen. Und wenn nicht – oben in der Ecke ist ein x.
Falls du mehr lesen möchtest, kannst du gerne auf Folgen klicken und wirst informiert, wenn ich mir wieder Blödsinn von der Seele schreibe.
Zum Schluss noch ein Bildchen von mir. Man sieht es mir vielleicht nicht an, aber auf diesem Bild bin ich bereits im 8. Monat.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!
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