Ambulante Geburt – Warum ich es immer wieder machen würde

Ich habe jetzt in diversen Gruppen schon öfter gesehen, dass gefragt wurde warum man ambulant entbunden hat. Deshalb wollte ich Mal kurz (oder etwas länger 😀 ) zusammenfassen, warum ich mich dafür entschieden habe.
Am Liebsten hätte ich ja im Geburtshaus mein Baby bekommen. Aber die 16. Woche war leider schon zu spät um mich dafür anzumelden. Deshalb habe ich dann ja nach einer schönen Klinik gesucht. Es war zwar von Anfang an klar, dass ich ambulant entbinden will. Aber da ja immer mal wieder was dazwischen kommen kann, musste die Klinik wenigstens so sein, dass ich im Zweifel da geblieben wäre… (Über die Suche nach der richtigen Klinik hatte ich schon geschrieben. Hier nachzulesen: Klick)
Wenn man ambulant entbinden möchte, sollte man allerdings eine Nachsorge Hebamme haben. Jede Frau in Deutschland hat das Recht darauf. Das wissen leider viele nicht. Die ersten 10 Tage nach der Geburt hat man das Recht auf tägliche Hausbesuche. 
Aber auch die Suche nach einer Hebamme gestaltet sich heutzutage schwierig… Ich habe zum Glück noch eine gefunden. Also falls ihr mit dem Gedanken spielt… Sucht früh nach einer Hebamme 🙂
So eine Geburt ist anstrengend. Ohne Zweifel. Und danach muss man sich ausruhen. Mindestens ein paar Tage, besser ein paar Wochen. Und wo kann man sich in der Regel am besten entspannen? Genau… Im eigenen Bett! 
Es gibt einen Satz den ich jetzt schon mehrfach gelesen habe „das Leben sollte weder im Krankenhaus anfangen, noch aufhören“. Clara kam zwar im Krankenhaus zur Welt, aber ihre ersten Tage hat sie in ihrem Zuhause verbringen können :). Mit ihren Eltern. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären…
Der Papa! Clara ist jetzt 10 Wochen alt und war noch keine Nacht von ihrem Papa getrennt. Er war von Anfang an dabei. Auch nachts. Wenn ich daran denke dass ich mit ihr im Krankenhaus geblieben wäre und der Papa da nicht hätte schlafen können… Kommen mir die Tränen. Die ersten Nächte das erste eigene Baby – und man wird nach Hause geschickt… 🙁
Viele Krankenhäuser bieten zwar Familienzimmer an.. aber nur wenn die verfügbar sind. Man hat kein Anrecht drauf und kann es auch nicht vorher reservieren. Mal ganz abgesehen davon, dass das ganze nicht billig ist. Zuhause habe ich das Familienzimmer gratis :). 
Die Vorteile des Krankenhauses sind die immer verfügbaren Hebammen, wenn Fragen aufkommen. Das gibt vielen Frauen wahrscheinlich mehr Sicherheit und sie entscheiden sich deshalb dafür im Krankenhaus zu bleiben. Und noch dazu wird man bekocht. Sonst fallen mir leider echt keine Vorteile ein….
Außerdem wird mir bei dem Gedanken dass ich mit meinem Neugeborenem Baby, mit quasi noch nicht vorhandenem Immunsystem im gleichen Haus bin, wie sehr kranke, womöglich ansteckenden Leuten, ein wenig mulmig…
Zu allerletzt war mir natürlich wichtig wieder nach Hause zu kommen, damit mein erstes Baby – die Lola – nicht zu lange alleine bleibt. Natürlich hätte ich wen gehabt der sie im Notfall betreut, aber sie nimmt es mir doch immer übel wenn wir länger getrennt sind :D. 
Das alles gilt natürlich nur, wenn Mutter und Kind wohlauf sind. Sollte man Komplikationen befürchten, bei einem von beiden, sollte man da vielleicht doch zwei Mal überlegen, wie sinnvoll es ist nach Hause zu gehen nach der Geburt. 
Für uns 4 war es letztendlich die beste Entscheidung. Die Mama konnte in ihr Bett. Der Papa musste sich nicht von seinem Baby trennen. Der Hund bekommt keine Angst weil Herrchen und Frauchen nicht nach Hause kommen…. Und das Baby kann gemütlich fernab von Kranken ankommen :).
Es gibt Studien, dass Babys die nach der Geburt im Krankenhaus bleiben mehr abnehmen und großem Stress ausgesetzt sind, als bei Hausgeburten oder ambulanter Geburt. Das ist noch ein wichtiger Punkt den man sich durch den Kopf gehen lassen sollte :).
Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Start in die Woche! Ein Bild habe ich diesmal nicht. Hatte irgendwie nichts passendes gefunden… 😀
Küsschen, Mi & Clara

Der kleine Milchvampir

Ich stille. Dass es so anstrengend ist, hätte ich nie gedacht. Sowohl körperlich als auch psychisch. 
Die ersten Tage waren die Hölle. Wirklich. Der Milcheinschuss kam erst nach 3 Tagen, was mich anfangs zunehmend verunsicherte. Da ich ja ambulant entbunden habe, kam natürlich jeden Tag meine Hebamme und hat mir gut zugeredet. 
Auch ohne viel Milch, kommt schon die Vormilch. Sehr Kalorienreich und ausreichend fürs Baby. Der Magen von Neugeborenen ist eh sehr sehr winzig und wird in den ersten Tagen dann erst größer. Also muss man auch ohne Milch immer und immer wieder anlegen. 
Und es tut weh. Höllisch weh. Die ersten 2 Wochen hatte ich blutige Brustwarzen. Millimeter tiefe Risse, etc. Es war echt kein Spaß. 
Da man anfangs, um die Milchbildung anzuregen, alle 2 Stunden (nachts alle 3) anlegen soll, hatte ich mir einen Wecker gestellt. Und jedes Mal wenn der Wecker los ging, hab ich echt losgeheult. Weil ich wusste, dass es gleich wieder so weh tut. 
Diese schlimme Phase ist jetzt zum Glück vorbei. Aber wirklich toll, finde ich das Stillen immer noch nicht. 
Überall liest man davon, dass Frauen beim stillen total glücklich sind und sie darin total aufgehen und Erfüllung sehen. Bei mir ist das nicht so. Immer dieses Bild der selig lächelnden stillenden Mutter. Ich finde es nicht wirklich angenehm. Entweder ziept es. Oder es kribbelt unangenehm. Es macht einfach keinen Spaß. Ich freue mich, dass es meinem Baby gut geht dabei. Und ich habe Körperkontakt zum Baby, was mich auch glücklich macht. Aber das war es dann auch schon an Glücksgefühl.
Es gibt Tage, da möchte Clara stundenlang immer wieder an die Brust. Und ja. Es setzt mir zu. 
Aber ich liebe dieses Baby. Und Stillen ist für mich die einzig akzeptable Version, es zu ernähren. Sie nimmt gut zu. Also funktioniert alles gut. Erst das Baby. Dann ich. Und solange das Baby körperlich auf Muttermilch angewiesen ist, stecke ich eben zurück was das angeht.
Ich weiß nicht, wie lange ich Stillen will. Auf jeden Fall das erste Lebensjahr komplett. Weil in der Zeit Milch eben notwendig ist und im Fall des Abstillens auch durch Pulvermilch ersetzt werden müsste. Das würde ich nicht freiwillig.
Abpumpen funktioniert bei mir leider nicht. Es gibt Frauen bzw. Brüste, da kommt einfach nichts, wenn das Baby nicht dran ist. Blöd. Abpumpen wäre wirklich für manche Situationen eine gute Alternative gewesen.
Da Clara ja so gut schläft, holt sie sich tagsüber die ganze Milch, die sie braucht. Da kann es dann schon mal sein dass ich nur 30 Minuten Pause habe zwischen den Mahlzeiten. Aber das ist schon okay. Dafür kann ich nachts schlafen :D.
Und um ehrlich zu sein… Es ist doch so viel praktischer!
 Nachts zieh ich nur das Baby ran und schlafe dabei weiter. Ich bin ein eher fauler Mensch. In die Küche zu gehen (aufzustehen! Mitten in der Nacht!) und ein Fläschchen vorzubereiten, auf Temperatur bringen etc.  Meine Brüste habe ich unterwegs immer dabei (Überraschung! :D). Die Milch kommt schon perfekt temperiert da raus. Gar nicht auszudenken mit wie viel Gepäck ich unterwegs wäre, wenn ich Fläschchen geben würde. Milchpulver, Flaschenwärmer usw. Dazu kommt dann noch, dass Muttermilch absolut gratis ist. Ist also doch nicht so teuer wie alle behaupten, so ein Baby. Für ihre Ernährung geben wir jedenfalls keinen Cent aus :D.
Die ganzen gesundheitlichen Vorteile von Muttermilch spare ich mir an dieser Stelle. Die sollten ja hinlänglich bekannt sein.
Die Vorteile des Stillens überwiegen einfach. In jeder Hinsicht. Vorteile für mich und das Kind. Deshalb nehme ich eben ein paar Schmerzen in Kauf. Sonst kann ich nämlich keinen einzigen Nachteil finden. 
Viele sagen dass es ein Nachteil wäre „ans Baby gebunden zu sein“. Aber das ist doch überhaupt kein Nachteil. Es ist doch mein Baby, dass ich liebe. Ich freue mich doch drüber wenn es bei mir sein kann. 
Abschließend noch ein kleiner Exkurs zum Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“.
Ich persönlich mag es nicht so, mich beim Stillen zu zeigen. Wenn wir unterwegs sind, setze ich mich irgendwo etwas geschützter hin. Im Auto auf die Rückbank, Umkleidekabine etc. Wenn Besuch da ist, oder wir bei anderen sind, wechsel ich eben den Raum.Ich bin ja allgemein eher ungern unter Leuten. Mit entblößter Brust noch weniger :D. Aber ich esse auch nicht gerne vor anderen bzw für andere sichtbar. Dass ich mich für privateres zurückziehe liegt einfach an mir. Nicht am Stillen 🙂 
Ich weiß zwar, dass prinzipiell nichts dabei ist. Und man auch nicht wirklich was sieht. Aber das ist glaube ich so ne Sache für die man gemacht sein muss. Also ich bin absolut pro Stillen in der Öffentlichkeit. Nur ich persönlich, muss es nicht haben ;). (Danke trotzdem allen Frauen dafür, die es tun und damit wieder zur Normalität machen!)
Irgendwie habe ich doch ganz schön viel geschrieben… Naja. Vielleicht hast du ja trotz der Menge Text bis hier hin gelesen…
Bis zum nächsten Mal
Küsschen, Mi ?

Die Nächte mit dem Baby…

Man hört ja von jungen Eltern immer nur eins. Müde müde müde. 
Wir haben ein Traumbaby. In jeder Hinsicht.
Anfangs musste ich sie ja nachts alle 3 Stunden stillen, damit die Milchbildung angeregt wird und das Baby satt. Dafür musste ich mich und Clara unsanft wecken. Nach etwa 2 Wochen hat es sich eingespielt und das häufige Stillen war nicht mehr nötig. Sie hat ja Bescheid gesagt.
Und seitdem… Ich habe mindestens 5 Stunden Schlaf am Stück! 
Das Babybett steht jetzt mit einer Seite offen an unserem Bett. Einfach, weil ich dann stillen kann, ohne groß wach zu werden. 
Gegen 11 Uhr abends schläft Clara ein. Ja das ist spät. Aber wenn sie nun Mal wach ist, erzwingen wir nix. Wir sind da ja auch noch wach in der Regel :D. Also gibt es meistens abends noch Buch oder Mobile gucken. Ihre Eltern sind ja auch eher Nachteulen 🙂
Und dann fängt sie oft so gegen 5/6 Uhr an etwas unruhiger zu werden und bekommt eine Ladung Milch. Aber auch nicht immer… Immer wird allerdings so gegen 8 Bedarf angemeldet. Furchtbar praktisch, da ihr Papa unter der Woche dann ja eh los muss. Dann gibt es eine neue Windel und Milch. Und…. Es wird weiter geschlafen :D. Clara schläft dann nochmal so bis 11.
Wir hatten aber auch schon Nächte, da hat Clara 8 Stunden am Stück geschlafen.
Manchmal wird sie ein kleines bisschen wach, guckt rum, sieht mich und schläft weiter :).
Ja. Ich weiß. Ich werde mit diesem Post viele Eltern neidisch machen. Und es tut mir echt Leid :D.
Auch steht in diversen Büchern und Ratgebern immer „Glauben sie es nicht wenn Eltern nach ein paar Wochen behaupten ihr Baby würde durchschlafen“. Aber … Unser Baby schläft ja schließlich durch. 
Dafür Stillen wir aber tagsüber recht viel. Alle 2 Stunden. Manchmal häufiger. Und Clara ist den ganzen Tag wach und möchte beschäftigt werden :D.
Also das Durchschlafen hat auch ein paar Nachteile. Man kommt halt tagsüber zu nichts. Sie möchte echt Unterhaltung…. Aber immerhin sind wir echt nicht müde 😀
Wir liegen gerade auch noch im Bett und Clara frühstückt ihre Milch und kuscheln.

Küsschen, Mi & Clara ?

Trageberatung – lohnt sich das?

Als ich euch beim letzten Mal erzählt habe warum ich mein Baby Trage und nicht schiebe (wenn ihr es nicht gelesen habt, hier entlang:Klick ) , habe ich ja von „Trageberatung“ erzählt. Wir hatten unsere letzte Woche.

Im Idealfall macht man die Beratung vor dem Kauf von Trage und Tuch – wenn man nicht so sensibel mit Farben ist wie ich und deshalb schon mal nach Aussehen von Tuch und Trage einkauft… ?.

Bei Tüchern gibt es super viele Unterschiede. Nicht jedes Tuch passt jedem. Die Länge ist wichtig. Usw. Unseres ist 4,6m – heißt dann Größe 6.

Ich habe mich deshalb in Facebook Gruppen und bei befreundeten Tragemamas vorher gut erkundigt. Also ganz blind gekauft haben wir dann doch nicht :).
Da das Einstellen der Trage aber wegen gefühlt 50 verschiedenen Bändern, Schnallen und co erstmal nur auf gut Glück geschah. Und ich beim Binden des Tragetuches auch nicht wirklich sicher war, wollte ich es doch nochmal mit Profi machen.
Erst dachte ich ja, hier in der Gegend gibt es bestimmt niemanden der für sowas ausgebildet ist. Dann habe ich aber die liebe Anja mit ihrer Trageberatung Niederberg online gefunden. Über E-Mails war dann schnell und unproblematisch der Termin ausgemacht. Ihre Seite verlinke ich an dieser Stelle Mal. Es lesen ja auch viele aus meiner näheren Umgebung den Blog und ziehen vielleicht auch in Betracht richtig zu tragen: Klick

Welche Tragen ihr bei ihr ausprobieren könnt, steht auf ihrer Seite.
Also kam Anja letzte Woche Samstag zu uns nach Hause. Beladen mit 2 großen Taschen voll Tragen, Tüchern und… Babys. Ja gut. Es waren Tragepuppen. Ganz schön schwer, aber es soll ja realistisch sein.
Also hat der Freund angefangen mit der Trage. Er ist bis heute Tuchverweigerer. Na gut. Als erstes hat er mal unsere Einstellung gelöst, die sich als nicht wirklich optimal herausgestellt hat. Wir schämen uns ein bisschen :D. Und dann erstmal mit dem Sandgefülltem Baby geübt. Zuletzt dann nochmal mit Clara. Sie hat sich nicht gewehrt und sitzt jetzt vernünftig drinnen ;).
Dann zu mir. Zuhause trage ich ja vornehmlich im Tuch, weil es einfach bequemer ist als die Trage mit ihren Gurten und Schnallen. Also erstmal an die sogenannte WXT. Die Wickelkreuztrageweise. Für frische Babys geeignet und mit der Länge meines Tuches gut zu binden. Wieder erst mit Puppe. Dann mit Clara. Die langsam knatschig wurde.
Anja hat mir dann noch die Rückentrageweise einfacher Rucksack gezeigt. Ich war ja bis dahin immer der Meinung, dass Babys erst ab Sitzalter auf den Rücken dürfen. Hatte mich geirrt :). In der Trage gilt das wohl, aber im Tuch geht dann schon von Anfang an.
Die Känguru bindeweise haben wir dann noch geübt. Die ist auch für so kleine Babys geeignet. Das allerdings ohne Knatschclara, die langsam Hunger bekam ?.

Alles in allem hat es sich total gelohnt. Ich weiß jetzt wo ich was einstellen muss. Bekomme das Tuch straff und vernünftig gebunden und wir binden sie seitdem immer Mal wieder auf den Rücken. Da kann sie toll durch die Gegend schauen, bevor sie dann einschläft, weil es so schön schaukelt ?.

Natürlich hatten wir uns zig Anleitungen und YouTube Videos zum binden und einstellen angeschaut. Das ist aber definitiv kein Ersatz zur Beratung mit Profi. Hab ich ja gemerkt ?. Man kann es sich natürlich bestimmt auch alles selbst aneignen. Aber so eine helfende Hand ist glaube ich nie schlecht.

Zum Schluss hat Anja dann noch angeboten ihr gerne zu schreiben, oder Bilder etc zu senden wenn Probleme auftauchen :). Und wenn Clara etwas größer ist und viele andere Bindeweisen möglich sind, werde ich mir eine Stunde mit Anja wohl nochmal gönnen, um nicht wieder halb zu verzweifeln :D.

Also kurzes Fazit zum Schluss: Ja, es lohnt! Und erspart definitiv Frust und grobe Fehler, die man einfach selbst nicht so wahrnimmt :).
Und hier noch ein Bild von meinem ersten Mal „richtig“ tragen auf dem Rücken. Mit tibetanischem Finish (das ist das da über der Brust :D. Man kann natürlich auch einfach einen Knoten um den Bauch machen). Zensiert weil ich echt schlimm aussah 😀
Ich habe doch bestimmt auch Tragemamas unter meinen Lesern. Habt ihr auch eine Beratung gemacht oder learning by doing?

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Küsschen, Mi ?