Byebyekost – ein Abschied

Clara ist schon über 5 Monate. Bald starten wir mit der Beikost. Wie das genau funktioniert, was Clara essen wird etc., dazu schreibe ich einen eigenen Beitrag. 
Hier gehts jetzt um mich. Und um Gefühle. Das kommt zwar sicher für einige überraschend, aber auch ich habe Gefühle ?. 

Beikost. Also… Essen ergänzend zum Stillen… Das löst in mir ein paar kleine Verlustängste aus. 
Ich bin zwar immernoch kein riesiger Fan vom Stillen (ich erzählte schon Mal davon), aber es ist mittlerweile nicht mehr ganz so unerträglich, wie am Anfang. Mittlerweile stille ich auch gerne und bekomme keine Heulkrämpfe mehr, wenn ich an die nächste Runde denke. Mal schauen wie sich das jetzt in der nächsten Zeit – mit Zähnen – noch verändert ?. 
Beikost bedeutet, dass ich nicht mehr „alleiniger Vorsorger“ meines Babys bin. Also natürlich bleibe ich das weitestgehend, solange wir weiter Stillen. Aber es ist doch ein Schritt in Richtung „Unabhängigkeit“. Unabhängigkeit ist jetzt natürlich etwas überzogen ausgedrückt. Die Abhängigkeit besteht ja trotzdem noch. Aber das Baby entfernt sich zunehmend…
Sozusagen der allererste Schritt in Richtung Selbstständigkeit – von Mama weg. Quasi Nestflucht. Aaaah. 
Vor ein paar Monaten war das Baby noch in meinem Bauch und wurde komplett von meinem Körper mitversorgt. Durch das Stillen wird sie immernoch von meinem Körper versorgt. Aber je mehr und häufiger Clara isst, desto weniger wird sie mich und ihre Milch (theoretisch) brauchen.
Wie schnell das alles geht und wie viel sie noch wie lange trinkt, weiß ich natürlich noch nicht. Die Praxis ist ja immer etwas anderes, als die Theorie. Aber auf lange Sicht gesehen ist der Start der Beikost ein neuer Lebensabschnitt für Clara und mich. Ich werde zunehmend „irrelevanter“. Und in naher Zukunft wird sie mich schon gar nicht mehr zur Versorgung brauchen, weil sie genug isst.
Das macht mich ganz schön traurig. Mein kleines Baby wird so unfassbar schnell groß… Die Zeit vergeht wie im Flug und ich würde sie oft, so gerne anhalten…. Ich hätte auch nie gedacht, dass der erste Schritt weg vom Stillen, mich so sehr berührt. Anfangs war ich eher der Meinung, dass ich eine Party feiere, sobald ich mit dem Stillen aufhören kann.
Aber es hilft ja alles nichts. So ein Baby wächst nun Mal ?.
Ich freue mich allerdings auch darauf, für Clara zu kochen. Ihr zuzusehen, wie sie Essen entdeckt usw. Also es ist ja nicht alles schlecht ?. 
Küsschen
Mi & Clara ?

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