Und wieder einer um… 

Clara ist heute 7 Monate alt. 
Vor ziemlich genau einem Jahr, hatten wir die Ultraschall Feindiagnostik. Da war ihr Papa zum ersten Mal mit. Als er das Baby gesehen hat, und die Ärztin ihm sagte, es würde zum Papa schauen, ist ihm das Handy aus der Hosentasche gefallen vor Schreck 😅. 
Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch nichts gekauft, besprochen, etc. Es war noch sehr unrealistisch, bald ein Baby zu haben. Und jetzt, nur ein Jahr später, sind wir Eltern und finden es wunderbarer als wir uns das je hätten vorstellen können… 
Also zurück in die Gegenwart.
Clara isst mittlerweile seit einem Monat mit uns mit. Am Wochenende hat sie zum ersten Mal mit uns und Freunden gegrillt. Für sie gab es Mini Seitan Steaks, Maiskolben und Brot. Es gab auch eine salzfreie Aioli, nur für Clara. Sie hatte auch schon Gulasch, Pizza und frühstückt jeden Morgen ihr Brot. Bananen hält sie mittlerweile fest und beißt ab… Also wir sind sehr zufrieden mit ihrer „Entwicklung“ beim Essen. Bisher schmeckt ihr alles, was wir ihr anbieten. Sie nimmt sich was sie braucht und genießt es richtig, mit uns am Tisch zu sitzen. Die Sauerei wird auch langsam aber sicher weniger.

Dass sie jetzt 7 Monate alt ist heißt auch, dass ich ein Baby über das erste halbe Jahr hinaus stille, was für viele offenbar sehr seltsam ist. Einmal wurde ich bisher gefragt „Wie du stillst noch?“. Darauf hab ich lediglich gesagt „klar, sie ist ja noch klein“. Kam zum Glück nichts weiter.  
Wenn man sich so umhört ist für viele Mütter mit 6 Monaten Ende mit dem Stillen. Auf Milch angewiesen, sind Babys („nur“ biologisch gesehen), aber mindestens das erste Jahr. Also müsste ich Pulvermilch anmischen und mit mir rumschleppen. Nein Danke. Ich habe gerne nur eine kleine Tasche dabei. Milch ist onboard und perfekt temperiert. 

Mittlerweile ist Clara auch schon recht mobil. Sie robbt quasi in Höchstgeschwindigkeit durch die Wohnung. Zieht sich dabei mit den Armen vorwärts. Sitzen kann sie aber immer noch nicht  😁. 
Da sie langsam ihrer Babyschale entwächst, waren wir am Samstag in Witten bei den Zwergperten um uns wegen einem Reboarder beraten zu lassen. Der ist jetzt bestellt. Wenn wir ihn abholen und einbauen, erzähle ich Mal mehr zum Thema Reboarder.
Clara schläft immernoch an unserem Bett. Die letzten Nächte ist sie etwas unruhiger als sonst. Aber das geht auch wieder vorbei.

Zähne haben wir immernoch nur 2. Wir hätten zwar schon ein paar Mal drauf schwören können, dass die nächsten Zähne kommen, aber bisher alles Fehlalarm. 
Zum Schluss noch etwas Babykacke-Content. 
Mit Einführung der Beikost ging etwas mehr in die Windel die ersten Tage. Das war aber auch recht fix vorbei und es geht mittlerweile wieder 95% Kacka in die Toilette. Pipi geht leider fast nur noch in die Windeln. Das bekomme ich irgendwie absolut nicht mit… 
Aus dem süß riechenden, fast flüssigem Muttermilchstuhl ist allerdings etwas geworden, was nicht mehr so erträglich riecht und auch fester ist. Umso froher bin ich, dass ich das nicht vom Po kratzen muss ehrlich gesagt 😅.
Ich glaub das war so alles „Neue“ wovon ich erzählen wollte… Clara kugelt gerade vergnügt durch die Gegend, da konnte ich schnell fertig schreiben 😁.
Küsschen, Mi 😘

Schlank dank Baby?

Einige werden sich noch erinnern, dass dieser Blog vor 2,5 Jahren als Abnehmblog online ging. Und ein paar der Follower von damals, sind noch übrig geblieben 😁. 
Ich hole etwas weiter aus. Ich war mein Leben lang übergewichtig. Okay. Es fing erst so mit 10 an, als sich meine Eltern getrennt haben. Ich habe mich nur noch von Süßigkeiten, McDonald’s und Cola ernährt. Und folglich nur weiter zugenommen. 
Mit 13 hatte ich bereits 65kg. Nicht wenig in dem Alter. 
Ich bin 1,60m klein. Ungefähr mit 12 habe ich aufgehört zu wachsen, vorher war ich immer die Größte. Jetzt nicht mehr 😁.
Mein Höchstgewicht lag mit 19 Jahren bei 103kg. Ja. 103kg auf 1,60m. Und mir ging es nicht gut so. Wirklich nicht. Mein Bauchumfang zu der Zeit war deutlich mehr, als in den letzten Wochen der Schwangerschaft. Die Schwangerschaftsstreifen auf meinem Bauch, kommen daher und nicht von meinem Baby. Schon traurig. 
Ich hab zahlreiche Diäten probiert damals. Schlank im Schlaf, Glyx, sämtlichen Low Carb Quatsch usw. Immer mit kurzem Erfolg. 
Mit Ernährung beschäftigt habe ich mich schon lange. Umgesetzt allerdings wenig. 2011 wurde ich dann vegan. Da hatte ich 95kg. Habe mich noch weiter mit Ernährung beschäftigt und die Diäten die mir immer kurz geholfen haben hinterfragt usw. Ich habe recht schnell 10kg verloren. Sport habe ich eigentlich immer Mal wieder nur ein bisschen gemacht. Ich bin eher faul was das angeht und mir macht Sport auch einfach keinen Spaß. Außerdem habe ich 2011 auch meine Lola bekommen. Damit war etwas mehr Bewegung also auch gesichert. 
In den letzten Jahren nahm ich dann immer weiter ab. Ohne viel dafür zu tun. Ich habe mich einfach nur einigermaßen gesund ernährt, mir nicht mehr so viele Gedanken darüber gemacht, keine Kalorien mehr gezählt. 
2014 hatte ich dann zum ersten Mal seit Jahren unter 80kg. Das war schon eine riesige Abnahme in meinen Augen.
In dem Jahr habe ich auch mein Fernstudium zum Ernährungsberater angefangen. Im Grunde, weil ich das meiste mir eh schon alleine erarbeitet hatte und wusste. Ich wollte aber noch mehr. Die Seminare bei unserer Dozentin waren auch sehr aufschlussreich und ich habe auch seitdem einige Fortbildungen bei Diplom Oecotrophologen absolviert um mein Wissen zu vertiefen und auszuweiten. Beispielsweise im Bereich Sporternährung und Ernährung bei entzündlichen Erkrankungen. 
 Die letzten 2 Jahre vor der Schwangerschaft war mein Gewicht recht konstant. Zwischen 72kg und 77kg. Mal mehr, Mal weniger. Ich habe allerdings auf nichts verzichtet, immer gut gegessen. Aber meine Einstellung zum Essen und somit auch die Lebensmittel die ich ausgesucht habe, waren ganz anders zu früher. Aber diese Schwankung fand ich nicht weiter schlimm. Ich hatte schon so viel geschafft. Knapp 30kg weniger. Mir ging es so viel besser. Also habe ich mir keinen Stress gemacht.
Als ich schwanger wurde, wog ich 73kg. Bis zur 18. SSW habe ich nichts zugenommen. Ich habe gegessen wie vorher. Alles, worauf ich Lust hatte. Pizza, Süßigkeiten und natürlich auch gesundes hin und wieder (Vegan halt). Und auch keine Massen. Also nicht sonderlich mehr, als vor der Schwangerschaft.
Mein höchstes Gewicht in der Schwangerschaft war dann bei 84kg. Da hatte ich aber auch keine Knöchel mehr und war voller Wassereinlagerungen. Am Tag nach der Geburt habe ich mich auf die Waage gestellt… 73kg. 
Wow. Clara wog 3810g. Also hatten Plazenta, Fruchtwasser und co auch noch ein ordentliches Gewicht. Außerdem konnte ich schon einen Tag nach der Geburt meine Knöchel wieder sehen und mein Bauch war „flach“. Richtig flach war der halt noch nie, aber die Babykugel, war sofort weg.
Und jetzt. 6 Monate später. Wiege ich 63kg. Ich habe nichts verändert. Ich esse echt viel. Und auch nicht wenig ungesundes. 
Klar. So ein Baby wiegt was und ich trage sie ja auch den ganzen Tag rum. Das wird auch so seine Auswirkungen haben. Und Stillen verbraucht zusätzliche Kalorien. 300-600 am Tag. Je nachdem, genau kann man es nicht sagen. 
Ich finde es natürlich nicht schlimm, dass ich jetzt so „wenig“ wiege. Ich komme zum ersten Mal in meinem Leben Idealgewicht für meine Größe nah. Und habe zum ersten Mal eine Jeans in Größe 36 gekauft. 
Aber ein bisschen Sorgen mache ich mir schon. Ich esse schon mehr, als mein Bedarf ist. Inklusive Stillen. Auch letztens hatte ich wieder ein paar Tage, da habe ich gefühlt für 3 gegessen und war sicher, etwas zugenommen zu haben. Es war dann aber wieder ein halbes Kilo weniger. Mein Gewicht ist natürlich noch nicht ansatzweise im „zu wenig“ Bereich. Aber da möchte ich auch nicht hin. 
Ich behalte das jetzt erstmal im Auge. Nicht, dass durch die Schwangerschaft meine Hormone so durcheinander geworfen wurden, dass der Stoffwechsel jetzt im Turbo arbeitet und ich vom „guten“ zum „schlechten“ Verwerter von Nahrung geworden bin 😁. 
Ich halte euch auf dem laufenden, wie sich mein Gewicht so verhält. Ganz gespannt bin ich, ob sich etwas ändert, wenn wir nicht mehr Stillen… Aber das dauert ja noch etwas.
Es gibt allerdings auch riesige Nachteile wenn man so viel abnimmt… Mir passt halt nichts mehr :D. Mein voller Kleiderschrank liegt in den Größen 40-44. Das ist jetzt alles viel zu groß… Eine gewisse Tragik hat das schon, bei vielen Lieblingsklamotten 😀.
Am Schluss noch der Wandel in Bildern
Küsschen, Mi 😘