Stillen … Ein Abschied

Wir stillen nicht mehr. Und ich bin traurig.

Seit ich schwanger bin, ist das Stillen unglaublich unangenehm. Ich hab gedacht ich schaff das. Aber ich bin jedes Mal in Tränen ausgebrochen.
Ich habe es aber dennoch geschafft, Clara wenigstens zum Einschlafen kurz zu lassen…

Auch das ist jetzt vorbei. Seit der 12SSW ist meine Milch weg. Komplett.
Ich hatte so gehofft, dass uns das nicht passiert.

Bei unserer Familienplanung haben wir das allerdings beachtet…

Ich hatte gesagt dass Clara mindestens 18 Monate ihre Milch bekommen soll. Das hat sie. Und darauf bin ich sehr stolz.
Die letzten Abende Stillen waren sehr Tränenreich. Bei mir, nicht bei Clara. Sie verpackt das ganze viel besser als ich. Und auch viel besser als ich dachte. Hat sie doch immer und überall, ständig ihre Milch eingefordert. Sie liebt doch ihre Milch.
Besonders traurig macht mich, dass sie seit kurzem „Milch“ sagen kann. Und jetzt nehme ich ihr diese weg…
Es ist ein großer Schritt Unabhängigkeit. Für mich und für Clara.

Es tut mir so leid, dass das Abstillen nicht von ihr aus gegangen ist, sondern dass mein Körper uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht hat…

Bei manchen Frauen kommt die Milch in der Schwangerschaft wieder. Mal sehen wie sie dann reagiert. Sie dürfte natürlich sofort wieder, wenn sie möchte.

Auch wenn das Baby da ist und ich definitiv wieder Milch habe, kann sie auch gerne wieder. Wer weiß wie sie reagiert.

Ich biete es ihr auch jetzt immer wieder an. Aber sie sagt dann nur „Alle“ und zuckt mit den Schultern.
Letztens stand ich nach dem Duschen im Bad, sie zeigte lachend auf meine Brüste und sagte „Milch!“. Dann verschwand das Lachen, sie schaute traurig auf den Boden und sagte wieder schulterzuckend „Alle!“
Daraufhin haben wir uns umarmt und beide ein bisschen geweint. Ich muss auch schon wieder losheulen wie ein Schlosshund, nur weil ich das schreibe…

Nun gut. Wie es sich in Zukunft verhalten wird, wird sich zeigen müssen. Ich hätte sie sehr gerne länger gestillt. Zumindest die empfohlenen 2 Jahre wären schon mein Ziel gewesen. Aber was nicht ist, ist eben nicht ?.

Gerade nach unserem so schrecklich schweren Stillstart hänge ich doch sehr an dieser Verbundenheit.

Natürlich gibt’s auch Vorteile. Wir kuscheln viel mehr, der Papa kann nun auch Mal ins Bett bringen und ich muss nicht ständig überall die Brüste auspacken ?.

Wie es weitergeht werdet ihr sicher lesen.

Vor allem wie der Stillstart mit Baby 2 läuft, wie Clara reagiert und was das ganze mit uns macht.

Küsschen, Mi ?

*Dieser Beitrag wurde später veröffentlicht, als geschrieben.“

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