Windelfrei – Was brauche ich?

Dieser Beitrag enthält Werbung in Form von Markennennung und Affiliatelinks.

Um „Windelfrei“ oder – wie ich es lieber nenne – „natürliche Säuglingspflege“ zu betreiben, braucht man im Grunde nicht viel. Es zeichnet sich ja dadurch aus, dass man eben verzichtet bzw es genauso macht, wie es von der Natur vorgeben wurde – Töpfchen wachsen schließlich auch nicht an Bäumen ?.

Allerdings gibt es ein paar Dinge, die einem alles erleichtern können.

Die meisten „Windelfreien“ betreiben es nur in Teilzeit und kombinieren mit Stoffwindeln.

Das generelle Stoffwindelthema wäre hier zu viel, aber es gibt auch einige Stoffwindeln, die extra für Windelfrei konzipiert sind.

Außerdem gibt es spezielle Windelfrei Kleidung, die das ganze erleichtern kann.


Was brauche ich?

1. Baby

Alter und Abmessungen egal – ohne Baby kein Windelfrei ?. Starten kann man direkt nach der Geburt.

2. Abhaltetöpfchen

Da gibt es eine große Auswahl. Für Windelfrei wird klassisch ein Asia Töpfchen empfohlen. So eins kann man sich gut zwischen die Oberschenkel klemmen während man das Baby abhält. Emaille Töpfchen wären eine plastikfreie Alternative. Im Grunde kann man auch eine Rührschüssel nehmen, die oben abgerundet ist.

Wenn das Baby es flauschig am Po mag, kann man für die meisten Töpfchen noch einen passenden Bezug dazu erwerben.

Asiatöpfchen

Emaille Töpfchen

Bezüge

3. Minimalwindeln, Mullwindeln

Minimalwindeln werden die Stoffwindeln genannt, die sich besonders zum Abhalten eignen.

Die gibt es entweder mit schützender Schicht oder auch nur als Windelgürtel, mit dem man eine Mullwindel für kleine Unfälle am Baby befestigt.

Gibt es bei Die besten Stoffwindeln oder Ananas Stoffwindeln

4. Wasserdichte Unterlagen

Um dem Baby viel Zeit ohne Windel zu ermöglichen, sind wasserdichte, aber dennoch weiche, Unterlagen eine gute Investition.

Fürs Bett (wenn man nachts Windelfrei betreibt) als auch auf dem Sofa, der Krabbeldecke usw.

Moltonunterlagen

5. Babystulpen

Wenn das Baby Zuhause viel ohne Windel sein soll, sind Babystulpen eine gute Möglichkeit, damit die Beine warm bleiben, ohne dass es eine Hose tragen muss.
Stulpen gibt es von verschiedenen Herstellern in vielen Farben und Materialien.

Hoppediz Stulpen

6. Windelfrei Kleidung

Anstatt eines Schlafsacks hat sich ein unten offenes Nachthemd gut bewährt. Kann man dem Baby die ersten Wochen auch tagsüber anziehen, dann ist es immer gut angezogen.
Unten offene Hosen, Splitpants etc erleichtern das abhalten und sind für die windelfreien Momente eine echte Erleichterung.

Außerdem gibt es noch. Overalls, Strampler und so weiter. Kleider gehen auch immer gut!

Es gibt auch gute Schnittmuster, falls man nähen kann und will.

Und auch einige Shops die Windelfreikleidung nähen.

Empfehlen hierfür kann ich Pipifax

Splitpants

Shirt

7. Waschmaschine, Wetbags etc.

Die hat wahrscheinlich eh jeder Zuhause, aber es wird potentiell mehr Wäsche anfallen als vorher ?. Ob man Windeln oder Hosen wäscht ist ja prinzipiell egal.

Dann gibt’s noch die ganzen Läppchen vom Popo abputzen und die Tücher vom Pfützen aufwischen.
Zur Aufbewahrung bis zum waschen bewährt sich ein Wetbag im Eimer oder ein einfacher Wäschekorb.

Man sollte mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60°C waschen.

Foxy Baby Wäschesack

Waschmittel

8. Bücher zum Thema Windelfrei

Braucht man natürlich nicht, aber wer sich gern noch etwas einliest ist mit folgenden Büchern ganz gut bedient:

Artgerecht

Das artgerecht Baby Buch enthält ein großes Kapitel zum Thema Windelfrei. Der Rest ist aber auch sehr lesenswert.

Es geht auch ohne Windeln

Baby ohne Windeln

Windelfrei? So geht’s!

Windelfrei, gestillt und getragen

Baby Lulu kann es schon

Ein Kindersachbuch um Windelfrei schnell und einfach zu erklären. Auch für Erwachsene ?

Windelfrei einfach und mit Spaß

Pipi. Kacka

Probier’s Mal ohne Windel

9. Unterwegs Lösung

Ein Töpfchen für unterwegs kann hilfreich sein. Eine verschließbare Dose reicht in der Regel. Wer es platzsparender haben will, kann einen faltbaren Behälter nehmen.

Oder ein richtiges tragbares Töpfchen, davon hat man sehr lange etwas, aber ist beim kleinen Baby natürlich noch nicht so ideal zum abhalten.

Faltbare Dose mit Deckel

Faltbarer Napf

My carry potty

10. Waschlappen, Stoffläppchen, Feuchttücher aus Stoff

Zum Popo abputzen. Kann man nass machen, muss man aber nicht ?

Waschlappen

Feuchttücher


Was man nicht braucht:

1. Wegwerfwindeln

Natürlich könnte man theoretisch auch mit wegwerfwindeln „Windelfrei“ machen.

Aber da meist nur ~1 Pipi in die Windeln geht, ist es ökologischer Unsinn dafür Wegwerfwindeln zu verwenden.

2. Disziplin

Windelfrei soll eine Erleichterung sein. Und nicht stressen. Pfützen kann man aufwischen, Windeln waschen. Druck hilft niemandem. Was daneben geht, geht eben daneben.

3. Wundschutzcreme

Dadurch, dass das Baby nahezu nie in seinen Ausscheidungen liegt, wird es höchstwahrscheinlich auch nie wund.


Hier noch einige Shops, bei denen ihr alles benötigte bekommt

Mokoshop

Die besten Stoffwindeln

Ananas Stoffwindeln

Foxy Baby

Windelmanufaktur

Abhala

Blumenkinder


Viel Spaß ohne Windeln!

"Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!" 

Immer und immer wieder die selbe Diskussion… „Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!“
Ja. Das tue ich. Aber warum ist es schlimmer seinem Kind seine vegane Einstellung aufzuzwingen, als jede andere?
In den ersten Lebensjahren müssen Eltern für ihr Kind entscheiden. Alles. Ob das die Wahl der Kleidung, des Kindergartens oder eben der Ernährung ist. Die Eltern entscheiden und zwingen dem Kind somit ihre Entscheidung auf. Da das Kind eben kognitiv noch nicht in der Lage ist zu verstehen, was es heißt, sich einen Kindergarten auszusuchen, warum es nicht nackig bei -10°C vor die Tür gehen soll und auch nicht, dass Tiere sterben müssen um Fleisch zu essen.
Aber gehen wir mal zurück zum Thema Ernährung. Auch fernab von vegan… Ich kenne Eltern deren Kinder keinen Zucker essen dürfen. Ich kenne Eltern die geben ihren Einjährigen Chips zum Mittagessen.
Ich selbst durfte als Kind keinen Zucker und kein Schweinefleisch essen. Das war die Entscheidung meiner Eltern.
Das ist alles aufgezwungen. Immer.
Und es ist immer eine Entscheidung der Eltern.
Ob die gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt. Ich würde meinem Kind weder Chips zum Mittagessen geben, dafür aber auch durchaus Lebensmittel mit Zucker erlauben. Dafür isst mein Kind eben keine Tiere.


Wie bei allem ist hier Toleranz ein ganz großes Stichwort. Die Eltern die ihren Kindern Chips zum Mittagessen geben wollen nicht, dass man es Ihnen vorwirft. Und das passiert auch seltenst. Aber die Eltern, die ihre Kinder gemüselastig – VEGAN – ernähren, müssen sich immer und immer rechtfertigen und diese Entscheidung wird nicht ansatzweise toleriert…
Sobald mein Kind die Entscheidung fällen kann was es essen möchte, darf es selbstverständlich alles probieren, was es will. Bis dahin wird es gewissenhaft vegan ernährt. Und zwar weil ich es für gesund und ethisch korrekt halte.
Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind und entscheiden danach.
Wichtig bei einer veganen Ernährung ist, Vitamin B12 zu supplementieren. (Zur B12-Supplementierung schreibe ich demnächst noch einen eigenen Beitrag.)
Oft wird das als neue Angriffsfläche benutzt.
„Wenn Kinder mit Nahrungsergänzungsmittelm zugepumpt werden müssen, kann irgendwas nicht richtig laufen“ ist da ein gern genanntes Argument…
Aber schauen wir uns mal an, was Kinder so alles für Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine bekommen… auch, wenn sie nicht vegan ernährt werden:

  • gleich nach der Geburt wird den Kindern Vitamin K verabreicht
  • Vitamin D, 500IE täglich im ersten Lebensjahr
  • Fluorid in Zahnpasta ab dem ersten Zahn
  • diverse Vitaminsäfte wie Rotbäckchen und co – die nichts anderes als Nahrungsergänzungsmittel sind – erfreuen sich großer beliebtheit
  • Sanostol – Multivitaminpräperat „Der Löffel Abwehr“

Das sind alles Nahrungsergänzungen & Vitamine, die so gut wie alle Eltern irgendwann mal ihren Kindern geben. Aber wenn man einem Kind Vitamin B12 gibt, pumpt man es direkt mit Nahrungsergänzungsmitteln voll.
Heutzutage kann übrigens jeder einen VItamin B12 Mangel erleiden, weil in den Böden nicht mehr genug davon vorhanden ist und die Tiere, die gegessen werden, somit auch nicht unbedingt genug B12 im Fleisch haben, selbst wenn man welche isst (in der Massentierhaltung wird b12 als Supplement direkt ins Futter gemischt). Außerdem spielt die Aufnahme im Magen noch eine große Rolle. Auch werden Apothekenpräparate wie „Vitasprint“ – ein Vitamin B12 Präparat – gerne von Allesessern gekauft.
Die ersten Ergebnisse der VECHI Studie ergaben übrigens, dass ausschließlich die vegan ernährten Kinder auf die Mindestmenge an Eisen und Folsäure kamen und lagen dabei deutlich über den Kindern, die omnivor ernährt wurden.
Diese kann man hier nachlesen: KLICK
Wir haben uns vorgenommen jährlich ein Blutbild zu machen. Als Clara 13 Monate alt war haben wir das erste Blutbild gemacht. Die Blutabnahme ging ohne Tränen vonstatten und lief entspannt.
Die Werte waren alle mehr als im grünen Bereich. Das bestätigt mich absolut darin, dass wir es richtig machen.
Und wie gesagt, sollte sie sich entscheiden Fleisch zu essen, darf sie das, sobald sie das kann. Ich werde sie nicht davon abhalten können, aber gehe weiter mit gutem Beispiel voran. Genauso werde ich sie nicht davon abhalten können mal Alkohol zu probieren oder sich in den falschen zu Verlieben. Aber bis die Zeit kommt, dauert es eben noch ein bisschen und ich gebe mein Bestes.

Breifrei Fortbildung

Euch ist sicher schon aufgefallen, dass ich etwas abwesend bin momentan. Wochenpläne gab es deshalb auch vorläufig nicht. Die kommen aber bald wiede. 
Aaaaaber das hatte auch einen guten Grund ?. 
Wer sich fortbilden will, muss dafür nämlich auch was tun! 
Dieses Wochenende war dann die Präsenzveranstaltung zur Fortbildung „Fachkraft für babygeleitete Beikost“ in Köln. 
Ein super lehrreiches, aber auch anstrengendes Wochenende. Außerdem habe ich ganz viele, tolle Frauen kennenlernen dürfen!

Clara war zum ersten Mal ein paar Stunden ohne mich mit ihrem Papa unterwegs. In der Mittagspause haben sie mich (bzw eigentlich nur meine Brüste) besucht um sich eine Milch abzuholen. Hat besser geklappt als ich dachte. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen beleidigt, dass sie mich kein bisschen vermisst hat ?.
Und weil das alles auch ganz schön anstrengend war, viel Stoff, wenig frische Luft, schrecklich viel Autofahren etc., sinke ich jetzt mit Clara ins Bettchen und schlafe in meinen Geburtstag ?.
Gute Nacht – Mi ?

Reboarder? – Unnötiger Quatsch!

So oder so ähnlich bekommt man es meist zu hören, wenn anderen unser Reboarder ins Auge fällt. 
Hier möchte ich euch jetzt erzählen warum wir für Clara einen Reboarder haben, die gängigen Vorurteile entkräften und euch erzählen, wie man am besten an einen passenden Reboarder kommt.

Unser Sitz ist ein Axkid Minikid (affiliate Link) in schwarz, mit lila Schonbezug.
Fangen wir mit den Vorurteilen bzw ständigen Gegenargumenten an:

Reboarder sind neumodischer Quatsch!

Nö! Reboarder gibt es bereits seit den 70er Jahren. Vor allem in Skandinavien.

Wir haben auch ohne Reboarder überlebt!

Ja. Haben wir. Aber die, die nicht überlebt haben, können sich schlecht zu Wort melden.

Reboarder sind viel zu teuer!

Kommt schon. Ein Reboarder ist für die Sicherheit des Kindes. Kann es da zu teuer sein? Die meisten Eltern haben heutzutage das neuste und beste Smartphone, ein teures Auto und kaufen sich den 3. teuren Buggy für 500€ aufwärts, weil einem die Farbe nicht mehr gefällt. Aber am Kindersitz wird gespart… 
Klar. Ein Reboarder ist nicht billig. Man muss schon mit 400-600€ rechnen. Aber dass das Kind irgendwann aus der Babyschale raus wächst, weiß man ja nun Mal nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Man kann also monatlich sicher etwas vom Kindergeld zur Seite legen, bis es dann so weit ist. Omas und Co bitten auf teure Geschenke zu verzichten und etwas dazu zu tun. Und im Zweifel kann man einen Reboarder auch finanzieren lassen. Außerdem findet man auch gute gebrauchte Reboarder für den schmaleren Geldbeutel. 

Dem armen Kind wird doch schlecht, wenn es rückwärts fahren muss.

Sagen mir immer wieder Leute, die mein Baby rückwärts fahren sehen.
Das Baby ist vor dem Reboarder in einer Babyschale gefahren. Rückwärts. Warum dann plötzlich Übelkeit auftreten sollte ist mir ein Rätsel. Wenn dem Kind im Reboarder schlecht wird, dann war das auch schon in der Babyschale so. 
Also es gibt durchaus Kinder, denen beim rückwärts fahren schlecht wird. Bei vielen verbessert die Situation sich sogar im Reboarder. Wenn nicht, und vorwärts fahren die einzige Möglichkeit ist, die Situation fürs Kind zu verbessern, ist es natürlich absolut legitim, wenn man sein Kind vorwärts fahren lässt. 
Nur dieses Argument kommt leider oft von Leuten, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben. Da heißt es pauschal „dem Kind wird schlecht“, ohne sich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben, dass die Babyschale ja auch rückwärts ist.

Wo sollen denn die Beine hin?

Die finden da Platz, wo Platz ist. Die Füße können abgelegt werden. Probiert es selbst Mal aus. Es ist nach kurzer Zeit sehr unbequem, wenn die Beine einfach runter baumeln. Ich als Zwerg kenne das. Füße abstellen ist einfach bequemer. Gerade für lange Strecken ein Vorteil.

Das Kind sieht nichts!

Ähm. Doch. Es kann – genau wie wenn es vorwärts fährt – aus dem Seitenfenster gucken. Beim Reboarder fahren gibt es sogar noch einen Bonus Blick aus der Heckscheibe. Vorwärts wäre da nur die Rückenlehne des Vordersitzes. 

Wir haben ja nicht vor einen Unfall zu haben, was soll ich da mit einem so teuren Sitz.

Ähm. Ja. Vor hat das sicherlich niemand. Aber ich hab das Gefühl die Situation im Straßenverkehr wird immer schlimmer. Ob das damit zusammen hängt, dass die Menschen immer älter werden, will ich nicht behaupten, könnte ich mir aber vorstellen. Und natürlich, dass die meisten Menschen einfach unter Dauerstress stehen. Hauptsache schnell. 
Und in so einem Straßenverkehr möchte ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass „schon nix passiert“. Wenn was passiert, möchte ich den besten Schutz für mein Kind.

Kann man den denn dann umdrehen? Ich kaufe nur einen Sitz, den ich umdrehen kann, wenn das Kind 1 ist!

Ja. Es gibt welche, die man umdrehen kann. Nein, es ist nicht sinnvoll. Selbst wenn man euren Sitz auch vorwärts nutzen kann, nutzt ihn so lange es geht rückwärts. 

Der Reboarder hat im ADAC Test schlechter abgeschnitten als der Vorwärtssitz

Das liegt daran, dass der ADAC auch den Einbau bewertet. Der Einbau ist bei den meisten Reboardern wirklich etwas aufwändiger und fehleranfälliger, als bei anderen Sitzen. Deshalb sollte man sich den Einbau beim Fachhändler zeigen lassen. Die anderen Test Kategorien zeigen dann aber, dass es rückwärts sicherer ist.
Aussagekräftiger ist hier auch der schwedische Plus Test. Mehr dazu hier: Klick

Wären Vorwärtssitze gefährlich, dürfte man sie nicht verkaufen und waren längst verboten.

Genau. Wie wir ja alle Wissen, wird nur verkauft, was gesund und ungefährlich ist… Wie Zigaretten, Alkohol, Fast Food, Waffen usw ?. 
Und alle Vorwärtssitze sind ja auch nicht direkt „gefährlich“. Aber eben nicht so sicher, wie Rückwärtssitze.
Allerdings gibt es im Handel auch mehr als genug Sitze, die durch sämtliche Crashtests gefallen sind. Erlaubt sind sie trotzdem. Solche sind dann natürlich definitiv gefährlich. 

Unser Auto hat kein Isofix. Da gibt’s keine Reboarder.

Das wurde mir auch schon erzählt. Im „Babyfachmarkt“. Aber es ist einfach falsch. Wir haben in unserem Auto mit Baujahr 1994 natürlich auch kein Isofix. Auch nicht nachrüstbar. Dafür aber einen Reboarder, der mit dem Gurt des Autos und Spanngurten befestigt wird. Reboarder die gegurtet werden haben sogar meistens eine längere Nutzungsdauer. Der Großteil der Isofix Reboarder darf nur bis 18kg genutzt werden. Unser gegurteter Minikid bis 25kg. 
Das liegt am Isofix – nicht am Sitz, da Isofix nur bis zu bestimmten Gewichten zugelassen ist.
……
Seht ihr? Die Vorurteile sind nicht wenige. Aber weitestgehend Unsinn. 
Reboarder sind sicherer, weil Kinder unter 4 Jahren ihren Kopf noch nicht ausreichend kontrollieren können und somit häufiger Genickbruch die Folge eines schweren Unfalls sein kann. 
Rückwärts fahren ist 5 Mal sicherer, als Vorwärts.
Da haben aber viele andere schlaue Menschen schon viel zu geschrieben. Physikalisch erklärt und so weiter. Deshalb spare ich mir jetzt mein Laiengerede und verlinke euch ein paar Begründungen von Profis:

      Wie gehe ich beim Reboarderkauf vor?
      Fahrt zum Fachhändler! Wirklich. Nicht in den Babymarkt. Auch wenn ihr eine etwas weitere Anreise habt. Das ist wahrscheinlich immer noch günstiger, als auf gut Glück einen Sitz zu bestellen, in dem euer Kind katastrophal sitzt.
      Im Fachhandel wird geschaut, dass der Sitz zu Kind und Auto passt. Das ist beides sehr wichtig. Und dort wird man dann auch den passenden Sitz für euer Auto und euer Kind finden. Garantiert.
      Fachhändler sind beispielsweise die Zwergperten und auch die Kindersitzprofis. Aber auch andere. Am besten schaut ihr auf die Karte, was bei euch in der Nähe ist.
      Reboarder-Karte des Reboard-kindersitze e.V.  Die findet ihr hier: Klick
      Weitere Infos zum Thema Reboarder gibt’s auf der Seite des Vereins: Klick
      Habt ihr auch schon negative Kommentare zu hören bekommen, weil ihr einen Reboarder habt? 
      Danke auch an die Facebookgruppe zum Thema Reboarder. Ihr habt mich gut unterstützt beim Sammeln der Vorurteile. In dieser Gruppe wird man auch bei der Suche nach einem Reboarder gut beraten. Ersetzt aber nicht die Fahrt zum Fachhändler. Zur Gruppe geht’s hier entlang: Klick.
      Macht euch ’n schönen Tag. Und immer schön rückwärts fahren ?.
      Eure Mi 

      Windelwaschtag!

      Es geht hier jetzt um das Waschen von Windeln, von meinem Baby, welches noch ausschließlich gestillt wird. Wie sich das dann verhält, wenn es richtiges Essen gibt, werde ich dann zu gegebener Zeit erzählen. Außerdem haben wir nur All in Ones, Pockets und All in 3 Windeln. Andere Stoffwindelsysteme wäscht man natürlich auch wieder anders.
      Heute ist Montag. Na gut. Gestern war Montag. Ich habe mir angewöhnt, Montags und Freitags die Windeln zu waschen. Meist sind dann so um die 20 Windeln in der Waschmaschine. Und etwa 10 habe ich noch im Schrank. Damit komme ich aus, bis die Wäsche fertig ist.
      In der Zwischenzeit liegen sie in einem Plastik Einkaufskorb. Bisher stinkt nichts in dem Zeitraum, ist wohl gut genug belüftet.

      Also… wie wasche ich diese Windeln jetzt? Ich hab mich auf mehreren Seiten eingelesen und alle empfehlen etwas anderes. Mal Pulver Waschmittel mal flüssiges. Waschmittel mit Bleiche und ohne Bleiche. Enzyme im Waschmittel dürfen mal drin sein und mal nicht. Dass die Empfehlungen da alle so konträr sind zeigt, dass man wohl selbst herausfinden muss, was gut funktioniert.
      Also nehme ich stinknormales Vollwaschmittel. Pulver. Das sensitiv von dm. Das nutze ich auch für alle anderen Dinge, die ich waschen muss.
      Vor dem Waschen schließe ich alle Klettverschlüsse. Die Einlagen lasse ich drin, die fallen beim Waschen eh raus. Wenn ich IKEA Waschlappen als Einlage nehme, kommen die in den Korb für 60℃ Wäsche.
      Alles andere kommt bei 40℃ in den Kurzwaschgang. Mit Vorwäsche. Manchmal auch noch extra Spülen. Und hin und wieder eine Runde bei 60℃. Bisher ist weder etwas ausgeblichen, noch hat anderweitig Mängel abbekommen.
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      Die Vorwäsche ist wichtig. Da wird erstmal alles ausgespült, danach das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang kommt neues Wasser dazu. Kurzwaschgang reicht bisher. Dazu steht auch immer wieder anderes auf Stoffwindelseiten. Manche machen es, manche nicht. Aber da die Maschine nur halb voll ist, denke ich es reicht allemal.
      Wichtig ist, dass man keinen Weichspüler benutzt. Dann saugen die Windeln nicht mehr so gut.
      Die Schleuderzahl stelle ich auch etwas runter.
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      Bisher fahre ich so sehr gut. Alles ist sauber. Weder Waschmaschine noch Wäsche riechen nach dem Waschen. Flecken Sind auch keine mehr da.
      Man könnte die Windeln zwar theoretisch auch in den Trockner werden und auf niedriger Hitze dort trocknen, aber das ist eigentlich nicht notwendig. Und sie leiden dort schon ein wenig.
      Ich hänge sie nach dem Waschen einfach auf. Das dauert keine 5 Minuten. Und je nach Windel sind die dann ein paar Stunden später wieder trocken.
      Die All in Ones brauchen zum trocknen etwas länger, als die, bei denen Einlagen und Windel getrennt voneinander trocknen können. Spätestens am nächsten Tag ist jedoch alles trocken.
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      Also lange Rede kurzer Sinn. Wie man die Windeln genau waschen muss, sollte man am besten selbst herausfinden. Die Hersteller geben eine Empfehlung zum Waschen ab, die kann man als grobe Richtlinie sehen.
      Also so ein großer Aufwand ist das Waschen gar nicht. Wenn man zeitlich alles zusammenrechnet, was man effektiv als Arbeit hat – vom Waschmaschine einstellen, bis zum abhängen – kommt man auf gute 20 Minuten. Das ganze zwei mal in der Woche. Dauert also auch nicht viel länger, als Windeln kaufen zu fahren. Wenn also der „zeitliche Aufwand“ dich bisher von Stoffwindeln abhalten sollte… Überleg es dir nochmal ?.
      Bis zum nächsten Mal
      Küsschen
      Mi & Clara?

      Stoffwindeln? Ihgitt!

      Babykacke Content. Wie gehabt. Wer nichts zu Babykacke wissen will, liest bitte nicht weiter! ?

      Ich weiß, was die meisten jetzt denken werden, wenn man von Stoffwindeln spricht. Bah. Da hat man ja Kacke an den Händen und muss ständig waschen.
      Nö. Hat man nicht. Und waschen muss man. Aber das geht ganz einfach in der Waschmaschine.
      Hier kommt jetzt ein erster Beitrag zum Thema Stoffwindeln. Ich erzähle kurz, welche wir nutzen und wie das Ganze funktioniert. 
      Stoffwindeln sind nicht mehr das, was sie Mal waren. Es gibt unfassbar viele Varianten. Ich steige selbst immer noch nicht wirklich durch, obwohl ich mich jetzt nahezu ein Jahr damit beschäftige. Zu einer Freundin habe ich Mal gesagt, dass man ein eigenes Studienfach für Stoffwindelologie anbieten sollte, bei der Masse an Informationen.
      Alles was ich weiß, habe ich von befreundeten Müttern, Blogs, Facebook und meinem Lieblingsbuch – Pipi.kacka.
      Pipi.Kacka

      Also es gibt unfassbar viele Möglichkeiten mit Stoff zu Wickeln. Natürlich kann man es „wie früher“ machen. Mullwindel und Wollüberhose hat zum Beispiel noch eine meiner Tanten benutzt. Das machen heute auch noch viele. Dann gibt es aber noch die Möglichkeit eine schicke Überhose zu verwenden. Und darunter eine sogenannte Höwi (Höschenwindel). Oder auch nur Einlagen mit Überhose. 
      Da ich aber nichts von dem mache, kenne ich mich damit nicht sonderlich aus und erzähle wahrscheinlich nur Quatsch, wenn ich weiter mache ?. Also erkläre ich lieber nur, wie wir es machen und wie es bei uns funktioniert.
      Wir benutzen Pockets und All in Ones. Kurz AIO. Pockets haben – wie der Name schon sagt – eine Tasche. In diese Tasche kommt eine Einlage. Oder mehrere. Je nachdem wie viel da rein passen soll ?. Eine AIO ist im Grunde ähnlich, nur sind hier Einlage und Windel miteinander vernäht. Davon gibt es auch mehrere Varianten. Mal ist die Einlage herausnehmbar, mal sind es mehrere. Und Mal ist es einfach alles dick vernäht. 
      Die Windeln sind auch alle One-Size und können durch Druckknöpfe an der Vorderseite größer oder kleiner geknöpft werden. 
      Hier das ganze in Bildern, wie verschieden so All in One Windeln aussehen können.

      AIO mit 2 angenähten Einlagen, die man übereinander klappt.


      AIO mit eingenähter Saugeinlage. In die Tasche können noch zusätzliche Einlagen.


      Bambino Mio Miosolo mit Klettverschluss. Einlage ist angenäht und muss in die Tasche geschoben werden. Da können auch noch zusätzliche Einlagen rein.


      Und hier noch eine Pocket Windel

      Pocketwindel mit Druckknöpfen


      Außerdem habe ich noch ein paar All in 3 Windeln. Die bestehen aus Einlagen, wasserdichter „Wanne“ und Überhose, die angeknöpft bzw mit Klett befestigt wird.

      Gladbaby AI3 Windel


      Diese verschiedenen Windeln kann man dann einfach nutzen, wie Wegwerfwindeln. Natürlich muss ich bei manchen vorher noch eine Einlage rein packen. Aber das ist eine Arbeit von 20 Sekunden. Einlagen gibt es aus verschiedenen Materialien, mit verschieden großer Saugfähigkeit. 

      Verschiedene Einlagen – auch ein Ikea Waschlappen ist dabei


      Also – Windel aus dem Schrank. Unters Baby legen. Schließen. Fertig. Beim Schließen gibt es noch ein paar Möglichkeiten. Druckknöpfe oder Klettverschluss. Ich mag Klett lieber, habe aber auch Druckknöpfe. 
      Und wenn die Windel nass ist… Aufmachen. Baby raus. Windel zusammenfalten und ab in den Windelwäschekorb. Total einfach. Solange Clara voll gestillt wird, geht maximal Muttermilchstuhl in die Windel. Durch das abhalten (mehr dazu habe ich hier geschrieben: Klick) habe ich aber vielleicht eine Windel mit Kacka pro Wäsche. Also absolut okay. Vielleicht bleibt das ja sogar so.
       Sobald Clara isst, wird aus dem Muttermilchstuhl, der aktuell nach Joghurt riecht, leider echte, auch Mal stinkende Kacka ?. Dafür gibt es dann Windelvlies. Gibt es auf der Rolle bei dm. Das hält dann alles „Feste“ auf und kann dann samt Kacka ins Klo und die Windel eben einfach wieder in die Wäsche. 
      Ich wasche so 2 Mal die Woche und habe momentan um die 25 Windeln. Glaube ich. Zum waschen schreibe ich nochmal extra was :). Aber bevor ihr euch ekelt… Immer mit Vorwäsche. Danach wird das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang mit sauberem Wasser gewaschen. Außerdem würde man ja, wenn Pipi, Kacka und co an Kleidung kommen, auch einfach die Waschmaschine nutzen.
      Die einfachen, fertig mit Einlagen ausgestatteten Klettwindeln darf der Papa benutzen. Die sind eben wie ganz normale Wegwerfwindeln. Ich nehme dann meist die „Komplizierteren“ und stopfe erst die Einlagen rein.
      Also ihr seht schon. Igitt ist da nichts.
      Die Vorteile von Stoffwindeln im Vergleich zu Wegwerfwindeln schreibe ich in einen eigenen Beitrag, das würde hier den Rahmen sprengen. Mit diesem ersten Beitrag dazu, wollte ich nur kurz einleiten, dass Stoffwindeln nicht so eklig sind, wie man es sich vorstellt ?.
      Küsschen
      Mi & Clara

      Au revoir liebes Haar

      Jetzt wirds haarig (Hahahaarig um genau zu sein. Okay. Ich höre schon auf mit den schlechten Witzen)!
      Es ist an der Zeit sich zu verabschieden…. Wochenlang habe ich gedacht ich bleibe vom gefürchteten „Haarausfall nach der Geburt“ verschont. Seit ein paar Tagen weiß ich, dass dem nicht so ist. 
      Die ganze Schwangerschaft über war das schon das schlimmste für mich, was nach der Geburt passieren wird. „Dir fallen alle Haare aus“ – „ich hatte richtig lichte Stellen“ – „man steht vorm Spiegel, greift sich in die Haare und weint“ waren nur ein paar der Aussagen die ich dazu gehört habe. 
      In der Schwangerschaft hatte ich tolle Haare. Das liegt daran, dass die obligatorischen 100 Haare die man am Tag verliert, nicht verloren werden solange man schwanger ist. Klar. Hin und wieder verliert man Mal ein paar. Aber in der Regel bleibt 9 Monate alles dran am Kopf. Und nach der Schwangerschaft fällt dieser Überschuss eben wieder aus. Und durch die Hormonveränderung kommen noch ein paar dazu.
      Jetzt sind ja nun Mal schon 11,5 Wochen um, seit Claras Geburt. Vor einer Woche habe ich noch den Witz gemacht, dass es diesen Haarausfall nach der Geburt nicht gibt, sondern alle so viele Haare verlieren, weil die Babys sie alle raus ziehen. Clara hält sich nämlich liebend gerne an meinen fest und zieht dran. 
      Und seit ein paar Tagen ist hier alles voll. Das Kind, die Möbel. Alles. Beim Bürsten habe ich danach gefühlt mehr Haare in der Bürste als auf dem Kopf…. 
      Jetzt habe ich das Glück sehr dicke bzw viele Haare zu haben. Deshalb fällt der Verlust nicht sonderlich ins Gewicht. Aber es ist schon spürbar dünner, wenn ich einen Zopf mache.
      Ich flechte mir jetzt neuerdings immer einen Zopf in der Hoffnung, dass dann weniger ausfallen.. zumindest kann ich es mir so besser einreden :D.
      Vom Freund am Wickeltisch höre ich immer nur „Wie kommen denn Mamas Haare in deine Windel/Socken/Hose/Mütze/Body (beliebig erweiterbar)?“. 
      Ob die Phase lange anhält? Ich hoffe nicht. Ich bin es Leid, immer das Baby von meinen Haaren zu befreien :p. Reicht ja schon, dass der Hund hier seit Jahren mit seinem Haarausfall einen Haarteppich kreiert. Da müssen nicht noch meine dazwischen liegen.
      Traurige Grüße
      Mipunzel