Breifrei Fortbildung

Euch ist sicher schon aufgefallen, dass ich etwas abwesend bin momentan. Wochenpläne gab es deshalb auch vorläufig nicht. Die kommen aber bald wiede. 
Aaaaaber das hatte auch einen guten Grund ?. 
Wer sich fortbilden will, muss dafür nämlich auch was tun! 
Dieses Wochenende war dann die Präsenzveranstaltung zur Fortbildung „Fachkraft für babygeleitete Beikost“ in Köln. 
Ein super lehrreiches, aber auch anstrengendes Wochenende. Außerdem habe ich ganz viele, tolle Frauen kennenlernen dürfen!

Clara war zum ersten Mal ein paar Stunden ohne mich mit ihrem Papa unterwegs. In der Mittagspause haben sie mich (bzw eigentlich nur meine Brüste) besucht um sich eine Milch abzuholen. Hat besser geklappt als ich dachte. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen beleidigt, dass sie mich kein bisschen vermisst hat ?.
Und weil das alles auch ganz schön anstrengend war, viel Stoff, wenig frische Luft, schrecklich viel Autofahren etc., sinke ich jetzt mit Clara ins Bettchen und schlafe in meinen Geburtstag ?.
Gute Nacht – Mi ?

Reboarder? – Unnötiger Quatsch!

So oder so ähnlich bekommt man es meist zu hören, wenn anderen unser Reboarder ins Auge fällt. 
Hier möchte ich euch jetzt erzählen warum wir für Clara einen Reboarder haben, die gängigen Vorurteile entkräften und euch erzählen, wie man am besten an einen passenden Reboarder kommt.

Unser Sitz ist ein Axkid Minikid (affiliate Link) in schwarz, mit lila Schonbezug.
Fangen wir mit den Vorurteilen bzw ständigen Gegenargumenten an:

Reboarder sind neumodischer Quatsch!

Nö! Reboarder gibt es bereits seit den 70er Jahren. Vor allem in Skandinavien.

Wir haben auch ohne Reboarder überlebt!

Ja. Haben wir. Aber die, die nicht überlebt haben, können sich schlecht zu Wort melden.

Reboarder sind viel zu teuer!

Kommt schon. Ein Reboarder ist für die Sicherheit des Kindes. Kann es da zu teuer sein? Die meisten Eltern haben heutzutage das neuste und beste Smartphone, ein teures Auto und kaufen sich den 3. teuren Buggy für 500€ aufwärts, weil einem die Farbe nicht mehr gefällt. Aber am Kindersitz wird gespart… 
Klar. Ein Reboarder ist nicht billig. Man muss schon mit 400-600€ rechnen. Aber dass das Kind irgendwann aus der Babyschale raus wächst, weiß man ja nun Mal nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Man kann also monatlich sicher etwas vom Kindergeld zur Seite legen, bis es dann so weit ist. Omas und Co bitten auf teure Geschenke zu verzichten und etwas dazu zu tun. Und im Zweifel kann man einen Reboarder auch finanzieren lassen. Außerdem findet man auch gute gebrauchte Reboarder für den schmaleren Geldbeutel. 

Dem armen Kind wird doch schlecht, wenn es rückwärts fahren muss.

Sagen mir immer wieder Leute, die mein Baby rückwärts fahren sehen.
Das Baby ist vor dem Reboarder in einer Babyschale gefahren. Rückwärts. Warum dann plötzlich Übelkeit auftreten sollte ist mir ein Rätsel. Wenn dem Kind im Reboarder schlecht wird, dann war das auch schon in der Babyschale so. 
Also es gibt durchaus Kinder, denen beim rückwärts fahren schlecht wird. Bei vielen verbessert die Situation sich sogar im Reboarder. Wenn nicht, und vorwärts fahren die einzige Möglichkeit ist, die Situation fürs Kind zu verbessern, ist es natürlich absolut legitim, wenn man sein Kind vorwärts fahren lässt. 
Nur dieses Argument kommt leider oft von Leuten, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben. Da heißt es pauschal „dem Kind wird schlecht“, ohne sich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben, dass die Babyschale ja auch rückwärts ist.

Wo sollen denn die Beine hin?

Die finden da Platz, wo Platz ist. Die Füße können abgelegt werden. Probiert es selbst Mal aus. Es ist nach kurzer Zeit sehr unbequem, wenn die Beine einfach runter baumeln. Ich als Zwerg kenne das. Füße abstellen ist einfach bequemer. Gerade für lange Strecken ein Vorteil.

Das Kind sieht nichts!

Ähm. Doch. Es kann – genau wie wenn es vorwärts fährt – aus dem Seitenfenster gucken. Beim Reboarder fahren gibt es sogar noch einen Bonus Blick aus der Heckscheibe. Vorwärts wäre da nur die Rückenlehne des Vordersitzes. 

Wir haben ja nicht vor einen Unfall zu haben, was soll ich da mit einem so teuren Sitz.

Ähm. Ja. Vor hat das sicherlich niemand. Aber ich hab das Gefühl die Situation im Straßenverkehr wird immer schlimmer. Ob das damit zusammen hängt, dass die Menschen immer älter werden, will ich nicht behaupten, könnte ich mir aber vorstellen. Und natürlich, dass die meisten Menschen einfach unter Dauerstress stehen. Hauptsache schnell. 
Und in so einem Straßenverkehr möchte ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass „schon nix passiert“. Wenn was passiert, möchte ich den besten Schutz für mein Kind.

Kann man den denn dann umdrehen? Ich kaufe nur einen Sitz, den ich umdrehen kann, wenn das Kind 1 ist!

Ja. Es gibt welche, die man umdrehen kann. Nein, es ist nicht sinnvoll. Selbst wenn man euren Sitz auch vorwärts nutzen kann, nutzt ihn so lange es geht rückwärts. 

Der Reboarder hat im ADAC Test schlechter abgeschnitten als der Vorwärtssitz

Das liegt daran, dass der ADAC auch den Einbau bewertet. Der Einbau ist bei den meisten Reboardern wirklich etwas aufwändiger und fehleranfälliger, als bei anderen Sitzen. Deshalb sollte man sich den Einbau beim Fachhändler zeigen lassen. Die anderen Test Kategorien zeigen dann aber, dass es rückwärts sicherer ist.
Aussagekräftiger ist hier auch der schwedische Plus Test. Mehr dazu hier: Klick

Wären Vorwärtssitze gefährlich, dürfte man sie nicht verkaufen und waren längst verboten.

Genau. Wie wir ja alle Wissen, wird nur verkauft, was gesund und ungefährlich ist… Wie Zigaretten, Alkohol, Fast Food, Waffen usw ?. 
Und alle Vorwärtssitze sind ja auch nicht direkt „gefährlich“. Aber eben nicht so sicher, wie Rückwärtssitze.
Allerdings gibt es im Handel auch mehr als genug Sitze, die durch sämtliche Crashtests gefallen sind. Erlaubt sind sie trotzdem. Solche sind dann natürlich definitiv gefährlich. 

Unser Auto hat kein Isofix. Da gibt’s keine Reboarder.

Das wurde mir auch schon erzählt. Im „Babyfachmarkt“. Aber es ist einfach falsch. Wir haben in unserem Auto mit Baujahr 1994 natürlich auch kein Isofix. Auch nicht nachrüstbar. Dafür aber einen Reboarder, der mit dem Gurt des Autos und Spanngurten befestigt wird. Reboarder die gegurtet werden haben sogar meistens eine längere Nutzungsdauer. Der Großteil der Isofix Reboarder darf nur bis 18kg genutzt werden. Unser gegurteter Minikid bis 25kg. 
Das liegt am Isofix – nicht am Sitz, da Isofix nur bis zu bestimmten Gewichten zugelassen ist.
……
Seht ihr? Die Vorurteile sind nicht wenige. Aber weitestgehend Unsinn. 
Reboarder sind sicherer, weil Kinder unter 4 Jahren ihren Kopf noch nicht ausreichend kontrollieren können und somit häufiger Genickbruch die Folge eines schweren Unfalls sein kann. 
Rückwärts fahren ist 5 Mal sicherer, als Vorwärts.
Da haben aber viele andere schlaue Menschen schon viel zu geschrieben. Physikalisch erklärt und so weiter. Deshalb spare ich mir jetzt mein Laiengerede und verlinke euch ein paar Begründungen von Profis:

      Wie gehe ich beim Reboarderkauf vor?
      Fahrt zum Fachhändler! Wirklich. Nicht in den Babymarkt. Auch wenn ihr eine etwas weitere Anreise habt. Das ist wahrscheinlich immer noch günstiger, als auf gut Glück einen Sitz zu bestellen, in dem euer Kind katastrophal sitzt.
      Im Fachhandel wird geschaut, dass der Sitz zu Kind und Auto passt. Das ist beides sehr wichtig. Und dort wird man dann auch den passenden Sitz für euer Auto und euer Kind finden. Garantiert.
      Fachhändler sind beispielsweise die Zwergperten und auch die Kindersitzprofis. Aber auch andere. Am besten schaut ihr auf die Karte, was bei euch in der Nähe ist.
      Reboarder-Karte des Reboard-kindersitze e.V.  Die findet ihr hier: Klick
      Weitere Infos zum Thema Reboarder gibt’s auf der Seite des Vereins: Klick
      Habt ihr auch schon negative Kommentare zu hören bekommen, weil ihr einen Reboarder habt? 
      Danke auch an die Facebookgruppe zum Thema Reboarder. Ihr habt mich gut unterstützt beim Sammeln der Vorurteile. In dieser Gruppe wird man auch bei der Suche nach einem Reboarder gut beraten. Ersetzt aber nicht die Fahrt zum Fachhändler. Zur Gruppe geht’s hier entlang: Klick.
      Macht euch ’n schönen Tag. Und immer schön rückwärts fahren ?.
      Eure Mi 

      Heute ist Tag des Himbeerkuchens…

      und Clara ist heute 8 ganze Monate alt.
      Ich weiß, ich wiederhole mich aber… Das geht so schnell! Gefühlt vorgestern war ich noch schwanger. 
      Außerdem hatten wir heute Nacht ganz pünktlich einen Durchbruch! Von Zahn Nummer 4. Somit hat Clara jetzt unten 2 mittig. Und oben hat sie die 2 äußeren Schneidezähne und sieht aus wie ein kleiner Vampir ?. Sie hat allerdings auch herausgefunden wie man damit knirschen kann und macht mir schon den ganzen morgen Gänsehaut.

      Clara kann sich mittlerweile ganz alleine hinsetzen. Anfangs hat sie noch geschummelt und sich nur hingesetzt, wenn sie irgendwo dran Klettern konnte. 
      Zum Sitzen kommt noch, dass sie sich hinstellt. Mir geht das zu schnell. Ich habe ein Baby bestellt. Und jetzt stellt sie sich hin und läuft mit dem Ikea Tisch als „Gehhilfe“ schon erste Schritte. Ich finde sie ist zu früh dran damit ?. Es wird jetzt alles beklettert, was sie findet. Also haben wir jetzt noch ein extra Auge auf sie, damit sie nirgends großartig runter purzelt. Hinfallen darf sie. Das ist okay. Aber sich bitte nicht dabei verletzen.
      Claras Klamotten haben jetzt schon Größe 80. Und sie hat die 9kg so gut wie erreicht. 
      Krabbeln kann sie übrigens noch nicht. Ich fürchte das überspringt sie. Sie robbt mit den Armen vorwärts und kommt so überall hin. Sieht also wahrscheinlich keine Notwendigkeit im krabbeln. Kann ich verstehen. Wenn etwas so klappt wie man es will – warum dann etwas dran verändern? 
      Wir wickeln jetzt seit ein paar Tagen mit Überhosen und diversen Einlagen. Ich hab gedacht dass das mehr Arbeit wäre. Ist es aber nicht. Als Einlage nehmen wir Ikea Waschlappen und Mullwindeln. Habe also nur die 4 Überhosen gekauft und rein kommt, was wir eh da hatten. Die Überhosen trocknen nach dem Gebrauch kurz durch und können dann wieder benutzt werden. Ich muss viel weniger waschen. Die All in ones nehmen wir aber weiterhin gerne für nachts und unterwegs. 
      Unser Reboarder ist leider immer noch nicht da. Wir warten jetzt schon einen Monat. Gut dass Clara das Mindestgewicht eh noch nicht so ganz hat. Also nicht so tragisch, solange fährt sie eben noch in der Babyschale.
      Das wars glaube ich so an Neuigkeiten. Ich schau jetzt meinem Baby noch ein bisschen beim Schlafen zu und gehe mir dann einen Kaffee machen.
      Vielleicht backe ich heute auch noch einen Himbeerkuchen. Mal sehen.
      Küsschen, Mi ?

      "Windelfrei" – aufwändig und eklig? 

      Ihr wisst ja, wir praktizieren „Teilzeitwindelfrei“. Hier könnt ihr nochmal alles was ich bisher dazu geschrieben habe nachlesen: 

      Hier möchte ich jetzt Mal ein bisschen über „das öffentliche Bild“ von Windelfrei schreiben.
      Was man immer am meisten hört, wenn man erzählt dass das Baby Zuhause meist keine Windel trägt ist „ihgitt“. Ich verstehe wirklich nicht was daran groß eklig sein soll. 
      Wenn Clara Zuhause Mal auf den Boden Pipi macht, weil ich zu spät war, nehme ich kurz einen Lappen und schmeiß den und was sonst so nass geworden ist, in den Wäschekorb. Und ich spare mir eine Windel bzw Einlage zu waschen. Wenn man Wegwerfwindeln benutzt, hat man nach dem einen Pipi direkt eine ganze Windel im Müll. Je nach Marke und Größe kostet eine Windel durchschnittlich ca. 20 Cent. Die landen dann im Müll. Vom Müllberg der produziert wird Mal ganz zu Schweigen.

      Okay. Ich hab gehört es soll Eltern geben, die wechseln nur die Windel, wenn das Baby groß gemacht hat. Oder so viel Pipi drin ist, dass sie ausläuft. Das ist womöglich Geldsparend – aber unfassbar gemein dem Kind gegenüber. Das muss also mehrere Stunden in seinen Ausscheidungen sitzen. Und das bewusst. Genau die gleichen Eltern wundern sich dann, wenn das Kind mit 5 immer noch nicht trocken ist.  (Ja, es gibt auch Kinder die trotz gewissenhaftem Umgang mit Windeln der Eltern mit 5 noch nicht trocken sind oder aber aus medizinischen Gründen. Aber oft, sind solche Probleme eben „hausgemacht“. Aber Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel.)
      Da wären wir dann schon beim nächsten Argument. Windelfrei soll unfassbar aufwändig sein. Ich weiß nicht was genau daran immer als aufwändig bezeichnet wird… 
      Auf kurze Sicht gesehen – ich finde es weitaus weniger Aufwand eine kleine Pfütze weg zu wischen, als das Baby erst zum Wickeltisch zu tragen und die windel zu wechseln. Wickeln ist hier eh nicht sonderlich spaßig, seit Clara mobil ist. Da wird sich umgedreht und weggerobbt. Es kostet schon Kraft – und Aufwand. 
      Das große Geschäft geht hier grundsätzlich in die Toilette. Der Aufwand den ich da betreibe ist, mir ein paar Minuten zu nehmen, um Clara über die Toilette zu halten. Und abzuspülen. Ist das wirklich mehr Aufwand, als einem sich bewegendem und womöglich weinendem Kind die Windel zu wechseln und den Po gründlich sauber zu machen? Ich bezweifel das einfach Mal. 
      Und volle Wegwerfwindeln müssen auch zum Müll gebracht werden. Den Windelmüll raus bringen ist auch ein Aufwand, den ich mir weitestgehend spare. Und auch der Windeleinkauf alle paar Wochen kann ich mir sparen. (Diese Vorteile greifen natürlich bei Stoffwindeln auch)
      Dass man sein Kind im Auge haben muss, um auf Zeichen zu achten, wird auch gerne als aufwändig bezeichnet. Aber erstmal habe ich ein kleines Baby grundsätzlich im Auge. Und ich weiß mittlerweile, wann sie muss. Nach dem Schlafen und nach dem Tragen habe ich eine 100% Erfolgsquote. Ich beobachte nicht „mehr“ als ich es sowieso würde. 
      Auf lange Sicht gesehen, wird mein Baby höchstwahrscheinlich viel schneller trocken als eins, das immer in Superabsorberwindeln macht. Da kann das Kind gar nichts für, aber diese Windeln trainieren wirklich die Nerven so, dass das Kind alles an Bewusstsein dafür verlernt. Und so muss das erst wieder mühsam gelernt werden. 
      Also spare ich mir da sowohl den Aufwand mehrere Jahre lang zu wickeln, als auch den Aufwand des späteren „Töpfchen Trainings“.
      Also es ist weder eklig, noch aufwändig. 
      Dann kommen wir zum nächsten Argument. „Das ist doch krankhaft seine Kinder schon so früh zu zwingen auf die Toilette zu gehen“
      Echt? Nein. Ich finde es eigentlich schlimmer, dass wir in einer Kultur leben, die sich dafür einsetzt, Kinder so lange wie möglich in ihren Ausscheidungen liegen zu lassen. 
      Jedes Kind kann möchte Anfang an seine eigene Sauberkeit umsetzen und sich nicht selbst beschmutzen. Das liegt so in der Natur. Mit Windeln wird das ganze abtrainiert. Die Kinder verlernen einfach, einzuhalten und verlieren Dank hochmoderner Wegwerfwindeln auch sofort jegliches Gefühl für ihre Ausscheidungen. „Ich mach Pipi. Alles bleibt trocken.“ Klar stellt der Körper sich da dann drauf ein. 
      Ich gehe also auf das natürliche Sauberkeitsbedürfnis meines Kindes ein. Und biete es ihr an. Wenn sie möchte, nutzt sie es. Das ist keine „Sauberkeitserziehung“, sondern von Anfang an da. 
      Und zum Schluss…
      Da sich jetzt wahrscheinlich wieder ganz viele Eltern angegriffen fühlen (ich kenn das ja mittlerweile …) – das ist kein Angriff auf Eltern deren Kinder Windeln tragen. Clara trägt auch mindestens 50-70% des Tages Windeln. Und macht da auch rein. Hauptsächlich Stoff, aber zwischendurch auch Mal eine Wegwerfwindel. Man kann sicher auch mit Windeln auf die Bedürfnisse des Babys eingehen, mache ich mit Clara ja auch die meiste Zeit des Tages. Ich habe auch bis ich glaube ich 4 Jahre alt war noch zeitweise Windeln getragen, aus mir ist auch ein schlaues Mädchen geworden ?. Wenn man von windelfrei noch nicht gehört hat, macht man natürlich auch die „gängige“ Variante mit Windeln. Und niemand kann immer alles wissen ?.
      Wer sein Kind regelmäßig wickelt, braucht sich in keinster Weise angegriffen fühlen ?. 
      Ich wollte mit dem Beitrag nur den gängigen Vorurteilen zu Windelfrei (eklig, aufwändig, Sauberkeitserziehung) etwas entgegen setzen und Beispiele aufzeigen, warum diese Vorurteile unbegründet sind.
      Die Eltern die ihre Kinder absichtlich und aus Faulheit 10 Stunden in einer pitschnassen, womöglich noch vollgekoteten Windel lassen, dürfen sich allerdings gerne angegriffen fühlen. Das ist nämlich wirklich richtig unverantwortlich dem Kind gegenüber (Ja, das gibt es. Leider schon mehrfach erlebt und mit „och ich hab jetzt keine Lust zu wickeln, die Pampers hält das schon“ begründet worden…).
      So. Meine paar Worte dazu ?
      Gruß und Kuss, dein Fidibus. Äh. Mi ??

      Warum hier erst mit 6 Monaten mit der Beikost gestartet wurde

      Die aktuelle Empfehlung vom Dortmunder Institut für Kinderernährung lauten – Brei ab dem vierten Monat. Zur Allergieprävention. Das wird also auch von Kinderärzten und Hebammen empfohlen. 
      Ich halte mich nicht an diese Empfehlung. Zum einen halte ich die Empfehlung der WHO – Weltgesundheitsorganisation – für „richtiger“. Die lautet frühestens ab dem sechsten Monat langsam mit Beikost anzufangen. Allerdings erst, wenn das Kind zeigt, dass es bereit dafür ist. Zum anderen, brauchen Babys keinen Brei. Aber dazu später.
      Hier Mal die echten Zeichen für Beikostreife:

      • Alleine sitzen können (bzw mit leichter Unterstützung im unteren Rücken)
      • Kaubewegungen
      • Greifen
      • Verschwundener Zungenstoßreflex – also der Reflex alles wieder raus zu schieben, was in den Mund kommt
      • Kopf alleine halten können
      • Interesse am Essen der Familie

      Und hier die, die von vielen fälschlicherweise für Reifezeichen​ gehalten werden:

      • Kind schaut Essen hinterher – eigentlich schaut das Baby allem hinterher
      • Weniger Schlaf bzw nächtliches Aufwachen (und das auf Hunger zurückführen) – ganz normal
      • Weniger Gewichtszunahme – die Babys nehmen irgendwann einfach nicht mehr so schnell zu wie im ersten halben Jahr
      • Schmatzen – Babys Schmatzen auch, wenn sie die Brust wollen
      • Vorhandene Zähne – nur weil Zähne da sind, müssen die noch längst nicht benutzt werden

      Als wir bei der u5 waren wurde uns eindringlich gesagt, wir müssen unbedingt anfangen, dem Kind würde so viel entgehen und die Eisenspeicher wären garantiert absolut leer…
      Es gibt zwar Studien, dass im vierten Lebensmonat gefüttertes sich Positiv auf die Allergieentwicklung auswirkt.. allerdings gibt es nun Mal auch genug Studien, die zeigen, dass ausschließlich Stillen in den ersten 6 Monaten sein sollte und der Darm vorher nicht​ bereit für etwas anderes als Milch ist. Allergieprävention hin oder her. Nur weil dem Kind im vierten Monat ein paar Allergene vorenthalten werden, wird es nicht zum hochallergischen Kind. Dann nehme ich lieber die vielen anderen Vorteile mit, die das ausschließliche Stillen hat.
      Jedenfalls… Was gibt man denn, wenn keinen Brei?
      BLW heißt das Ganze. Es ist ein Konzept von der englischen kinderschwester Gill Rapley.
      BLW steht für Baby led weaning. Übersetzt so viel wie Baby geführtes entwöhnen. 
      Im ersten Jahr gilt die Muttermilch als Hauptnahrungsquelle. Das muss auch unbedingt so bleiben, wenn man blw macht. Muttermilch ist außerdem viel nahrhafter, als jegliches Essen. Es gibt im englischen einen schönen Satz… „Food under one is just for fun“. Also Essen ist nur zum Spielen und Entdecken da. Und genau das passiert bei BLW. Man gibt dem Baby einfach das, was sie restliche Familie auch isst. Allerdings etwas angepasst aufs Baby. Ohne Salz. Wenig Zucker. Und am Anfang hilft es, so große Stücke anzubieten, dass es gegriffen werden kann. 
      So war Claras erstes Frühstück letzte Woche ein Bananenpancake und Bananenstücke. Bei ihrem ersten Abendessen gab es Dinkel, Paprika, Mango und Currysahne.
      Seitdem hat sie schon einiges verputzt. Bevorzugt greift sie zur Gurke haben wir festgestellt. Es gab aber auch schon Zucchini, Reibekuchen, Avocado, Nudeln, Brot und vieles mehr.

      Ja. Es ist eine Sauerei. Nein, es ist nicht schlimm. Wir haben zum einen den Hund. Der frisst, was runter fliegt ?. Zum anderen ist der Aufwand zum sauber machen vielleicht 5 Minuten Arbeit. Das geht schon. Wenn man die Kinder machen lässt, lernen sie es in der Regel ganz schnell.
      Genaueres zu BLW gibt es dann ein anderes Mal ?. Wir gehen jetzt frühstücken. 

      Wow. 6 Monate sind um.

      Ja. Genau. Clara ist heute schon 6 Monate alt.
      Ich hab das Gefühl, dass ich gestern erst beim ersten Ultraschall war. 

      Die Zeit vergeht viel zu schnell. Unangenehm ?.
      Clara robbt schon (viel zu erfolgreich) durch die Gegend, stellt sich langsam mit den Knien auf, sitzt fast alleine, lacht sich den halben Tag kaputt, hat schon 2 Zähne und passt in Größe 74… 
      Wo ist dieses winzig kleine, hilflose, müde Baby hin, was ich vorgestern noch im Bauch hatte? 
      Morgen zum Frühstück bekommt Clara zum ersten Mal etwas zu essen angeboten, was nicht ihre (bzw meine) Milch ist. Bananen Pancakes. Ich bin sehr gespannt wie sie damit umgehen wird. Natürlich wird sie weiterhin gestillt. 
      Die Empfehlung der WHO ist ja mindestens 6 Monate voll stillen und im ersten Jahr die Hauptenergie komplett aus Muttermilch (oder entsprechende Produkte) zu beziehen. Daran halten wir uns erstmal ?.  Aber die 6 Monate sind heute eben um ?. 
      Wenn das weiter so schnell geht, zieht sie bald aus, fürchte ich. 
      Ich habe noch ein paar Blog Einträge die auf Fertigstellung warten. Unter anderem zum Babyschwimmen und dazu, wie wir Clara an Essen heran führen. Da kann ich mich dann morgen Mal ran setzen, wenn Claras Papa übernimmt ?. Der hat ja Wochenende.
      Bis dahin… Küsschen ?
      Mi und Clara 

      Was soll eigentlich die Eile?

      Nach fast einem halben Jahr mit einem Baby, durfte man sich schon einiges anhören.
      Das, was ich am meisten höre ist … „Kann sie schon X?“, „Schafft sie schon X?“ 
      Für X kann man hier beispielsweise folgendes einsetzen: 

      • Sich Auf den Bauch/Rücken drehen
      • Sitzen
      • Sich hoch ziehen
      • Dinge mit einer Hand greifen
      • Dinge mit beiden Händen greifen
      • Durchschlafen
      • Sich alleine beschäftigen/spielen

      Dicht gefolgt wird das von der Frage „Wie viel(e) Y?“ 
      Für Y kann man wiederum dieses hier einsetzen: 

      • Gläschen isst sie schon
      • Stunden schläft sie am Stück
      • Stillt ihr noch
      • Stunden liegen zwischen den Mahlzeiten
      • Mahlzeiten habt ihr schon ersetzt
      • Gemüsesorten isst sie schon

      Liebe alle…
      Es ist total egal!
      Mein Baby bekommt das, was es braucht. So oft es das braucht. 
      Und mein Baby wird auch irgendwann alles können, was es können sollte. 
      Ich verstehe die Eile nicht. Warum ist es wichtig, dass sich ein Baby mit 4,5 Monaten schon Mal auf den Bauch gedreht hat? Wird das mit 20 im Bewerbungsgespräch gefragt? Nein. Also kann es sich doch ruhig erst mit 6 Monaten drehen.
      Genau so mit dem Essen. Das Baby ist so klein. Es wird den Rest seines Lebens mit Essen verbringen. Ist es da so wichtig, ob es bereits mit 5 Monaten 3 Gläschen am Tag gegessen hat? Oder erst mit 8 Monaten merkbare Mengen isst?
      Solange sich das Kind gut entwickelt, ist es doch total egal. Wirklich. 
      Mir wäre das Gegenteil lieber. Sie lernt so schnell neues, dass ich mich über das letzte was sie gelernt hatte, noch nicht Mal richtig gefreut hatte. Es kann also ruhig etwas länger dauern ?.
      Ich verstehe aber wirklich nicht, warum alle so versessen darauf sind, alles so früh wie möglich zu machen und zu können. 
      Entspannt euch. Bleibt gelassen. Ich versichere euch, ein sehr großer Großteil aller Babys dreht sich irgendwann auf den Bauch, sitzt irgendwann, isst irgendwann usw. 
      Ein Monat ist so eine kurze Zeit. Den man jetzt vielleicht noch als Meilenstein sieht, aber im Endeffekt ist es nur ein kurzer Monat. Also vollkommen egal ob irgendein Baby irgendwas schon mit 4 Monaten konnte oder erst mit 8.

      Also genießt lieber die Zeit. Sie geht eh so schnell vorbei. Und konzentriert euch nicht drauf, was das Baby alles schon „können sollte“, sondern auf das, was es kann. Freut euch darüber. Messt euch nicht mit anderen. 
      Jedes Baby hat sein eigenes Tempo. Im Gegensatz zu gefühlt allen anderen würde ich mir wünschen, dass Clara ein langsameres Tempo an den Tag legen würde und noch viel länger kleines, süßes, hilfloses Baby ist ??. Stattdessen robbt sie schon rückwärts durch die Bude und hat 2 Zähne. Ich versuche ihr seit Wochen verzweifelt zu vermitteln, dass sie klein bleiben soll. Erfolglos ?.
      Küsschen
      Mi & Clara ?

      Das Baby und die Toilette – ein Update

      Wir haben ja schon länger nicht davon berichtet wie unser „Windelfrei“ klappt, deshalb hier ein kurzes Update. Es ist wieder Babykacke Content enthalten, wer davon nichts lesen möchte, hört hier besser auf ;).

      Falls du jetzt zum ersten Mal davon liest gibt es hier meinen Beitrag, der das Konzept erklärt: Klick
      Und hier den ersten Zwischenbericht: Klick 
      Jetzt zur aktuellen Lage… Erstmal die Eckdaten: Sie ist immer noch ein voll gestilltes Baby und bekommt bisher nichts zu essen.
      Es klappt so wunderbar! Clara hat allerdings mehr oder weniger aufgehört, zu signalisieren. Sie wartet einfach ab, ob sie abgehalten wird. Pipi geht immer noch recht häufig in die Windel. Kacka fast nie. 
      Ich gehe sie intuitiv wickeln und biete ihr beim Wickeln an, zu machen. Oft ist die Windel gänzlich trocken und sie nimmt das Angebot dankend an und Pipi oder mehr, geht in die Toilette. Abhalten passiert also in Standard Situationen, das heißt, dass ich nach dem Aufwachen, wenn wir nach Hause kommen/bevor wir wo hin fahren, nach dem Tragen, vor dem Mittagsschlaf, usw einmal die Windel checke. Und zwischendurch nach Gefühl ?.
      Die Stoffwindeln laufen eigentlich nie über und Kacka ist maximal einmal die Woche drin. Aber auch das nur Zuhause. Und da ist es auch „interessant“ zu sehen, wie sie das handhabt. Sie drückt einmal ein kleines bisschen in die Windel. Offenbar weil ich ihre Aufforderung zur Toilette zu gehen, anders nicht wahrgenommen habe… Dann kommt die Windel aus und der Rest geht ins Klo. Also auch dann wartet sie noch, bis zum abhalten. Ist super praktisch. Weil selbst wenn sie Mal Kacka macht, läuft die Windel nicht über.
      Unterwegs macht sie Pipi in ihre Windel. Ich glaube, wenn sie nach dem Tragen im Autositz ist… In der Trage bzw im Tuch, wird nämlich grundsätzlich kein Pipi gemacht. Mehr schon gar nicht. Wenn sie darin unruhig wird, bin ich fast sicher, dass die Blase drückt.
      Wir sind sehr zufrieden wie es klappt. Klar gibt es auch Mal einen erfolglosen Tag an dem nicht jedes abhalten „erfolgreich“ ist. Aber das wichtigste ist, das ganze entspannt anzugehen und keinen Druck zu machen, dass alles immer treffen muss. Damit hat man schon viel gewonnen 🙂
      Ihr Papa ist auch immernoch mit von der Partie und hält sie bereitwillig ab. Er erkennt auch hin und wieder, wenn sie Mal muss. Wenn er sie in der Trage hat, sowieso. 
      Da wir demnächst mit der Beikost anfangen, gibt es dann ein neues Update, wie sich veränderte Nahrung auf ihr Toilettenverhalten auswirkt.
      Küsschen ?
      Mi & Clara

      Windelwaschtag!

      Es geht hier jetzt um das Waschen von Windeln, von meinem Baby, welches noch ausschließlich gestillt wird. Wie sich das dann verhält, wenn es richtiges Essen gibt, werde ich dann zu gegebener Zeit erzählen. Außerdem haben wir nur All in Ones, Pockets und All in 3 Windeln. Andere Stoffwindelsysteme wäscht man natürlich auch wieder anders.
      Heute ist Montag. Na gut. Gestern war Montag. Ich habe mir angewöhnt, Montags und Freitags die Windeln zu waschen. Meist sind dann so um die 20 Windeln in der Waschmaschine. Und etwa 10 habe ich noch im Schrank. Damit komme ich aus, bis die Wäsche fertig ist.
      In der Zwischenzeit liegen sie in einem Plastik Einkaufskorb. Bisher stinkt nichts in dem Zeitraum, ist wohl gut genug belüftet.

      Also… wie wasche ich diese Windeln jetzt? Ich hab mich auf mehreren Seiten eingelesen und alle empfehlen etwas anderes. Mal Pulver Waschmittel mal flüssiges. Waschmittel mit Bleiche und ohne Bleiche. Enzyme im Waschmittel dürfen mal drin sein und mal nicht. Dass die Empfehlungen da alle so konträr sind zeigt, dass man wohl selbst herausfinden muss, was gut funktioniert.
      Also nehme ich stinknormales Vollwaschmittel. Pulver. Das sensitiv von dm. Das nutze ich auch für alle anderen Dinge, die ich waschen muss.
      Vor dem Waschen schließe ich alle Klettverschlüsse. Die Einlagen lasse ich drin, die fallen beim Waschen eh raus. Wenn ich IKEA Waschlappen als Einlage nehme, kommen die in den Korb für 60℃ Wäsche.
      Alles andere kommt bei 40℃ in den Kurzwaschgang. Mit Vorwäsche. Manchmal auch noch extra Spülen. Und hin und wieder eine Runde bei 60℃. Bisher ist weder etwas ausgeblichen, noch hat anderweitig Mängel abbekommen.
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      Die Vorwäsche ist wichtig. Da wird erstmal alles ausgespült, danach das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang kommt neues Wasser dazu. Kurzwaschgang reicht bisher. Dazu steht auch immer wieder anderes auf Stoffwindelseiten. Manche machen es, manche nicht. Aber da die Maschine nur halb voll ist, denke ich es reicht allemal.
      Wichtig ist, dass man keinen Weichspüler benutzt. Dann saugen die Windeln nicht mehr so gut.
      Die Schleuderzahl stelle ich auch etwas runter.
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      Bisher fahre ich so sehr gut. Alles ist sauber. Weder Waschmaschine noch Wäsche riechen nach dem Waschen. Flecken Sind auch keine mehr da.
      Man könnte die Windeln zwar theoretisch auch in den Trockner werden und auf niedriger Hitze dort trocknen, aber das ist eigentlich nicht notwendig. Und sie leiden dort schon ein wenig.
      Ich hänge sie nach dem Waschen einfach auf. Das dauert keine 5 Minuten. Und je nach Windel sind die dann ein paar Stunden später wieder trocken.
      Die All in Ones brauchen zum trocknen etwas länger, als die, bei denen Einlagen und Windel getrennt voneinander trocknen können. Spätestens am nächsten Tag ist jedoch alles trocken.
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      Also lange Rede kurzer Sinn. Wie man die Windeln genau waschen muss, sollte man am besten selbst herausfinden. Die Hersteller geben eine Empfehlung zum Waschen ab, die kann man als grobe Richtlinie sehen.
      Also so ein großer Aufwand ist das Waschen gar nicht. Wenn man zeitlich alles zusammenrechnet, was man effektiv als Arbeit hat – vom Waschmaschine einstellen, bis zum abhängen – kommt man auf gute 20 Minuten. Das ganze zwei mal in der Woche. Dauert also auch nicht viel länger, als Windeln kaufen zu fahren. Wenn also der „zeitliche Aufwand“ dich bisher von Stoffwindeln abhalten sollte… Überleg es dir nochmal ?.
      Bis zum nächsten Mal
      Küsschen
      Mi & Clara?

      Stoffwindeln? Ihgitt!

      Babykacke Content. Wie gehabt. Wer nichts zu Babykacke wissen will, liest bitte nicht weiter! ?

      Ich weiß, was die meisten jetzt denken werden, wenn man von Stoffwindeln spricht. Bah. Da hat man ja Kacke an den Händen und muss ständig waschen.
      Nö. Hat man nicht. Und waschen muss man. Aber das geht ganz einfach in der Waschmaschine.
      Hier kommt jetzt ein erster Beitrag zum Thema Stoffwindeln. Ich erzähle kurz, welche wir nutzen und wie das Ganze funktioniert. 
      Stoffwindeln sind nicht mehr das, was sie Mal waren. Es gibt unfassbar viele Varianten. Ich steige selbst immer noch nicht wirklich durch, obwohl ich mich jetzt nahezu ein Jahr damit beschäftige. Zu einer Freundin habe ich Mal gesagt, dass man ein eigenes Studienfach für Stoffwindelologie anbieten sollte, bei der Masse an Informationen.
      Alles was ich weiß, habe ich von befreundeten Müttern, Blogs, Facebook und meinem Lieblingsbuch – Pipi.kacka.
      Pipi.Kacka

      Also es gibt unfassbar viele Möglichkeiten mit Stoff zu Wickeln. Natürlich kann man es „wie früher“ machen. Mullwindel und Wollüberhose hat zum Beispiel noch eine meiner Tanten benutzt. Das machen heute auch noch viele. Dann gibt es aber noch die Möglichkeit eine schicke Überhose zu verwenden. Und darunter eine sogenannte Höwi (Höschenwindel). Oder auch nur Einlagen mit Überhose. 
      Da ich aber nichts von dem mache, kenne ich mich damit nicht sonderlich aus und erzähle wahrscheinlich nur Quatsch, wenn ich weiter mache ?. Also erkläre ich lieber nur, wie wir es machen und wie es bei uns funktioniert.
      Wir benutzen Pockets und All in Ones. Kurz AIO. Pockets haben – wie der Name schon sagt – eine Tasche. In diese Tasche kommt eine Einlage. Oder mehrere. Je nachdem wie viel da rein passen soll ?. Eine AIO ist im Grunde ähnlich, nur sind hier Einlage und Windel miteinander vernäht. Davon gibt es auch mehrere Varianten. Mal ist die Einlage herausnehmbar, mal sind es mehrere. Und Mal ist es einfach alles dick vernäht. 
      Die Windeln sind auch alle One-Size und können durch Druckknöpfe an der Vorderseite größer oder kleiner geknöpft werden. 
      Hier das ganze in Bildern, wie verschieden so All in One Windeln aussehen können.

      AIO mit 2 angenähten Einlagen, die man übereinander klappt.


      AIO mit eingenähter Saugeinlage. In die Tasche können noch zusätzliche Einlagen.


      Bambino Mio Miosolo mit Klettverschluss. Einlage ist angenäht und muss in die Tasche geschoben werden. Da können auch noch zusätzliche Einlagen rein.


      Und hier noch eine Pocket Windel

      Pocketwindel mit Druckknöpfen


      Außerdem habe ich noch ein paar All in 3 Windeln. Die bestehen aus Einlagen, wasserdichter „Wanne“ und Überhose, die angeknöpft bzw mit Klett befestigt wird.

      Gladbaby AI3 Windel


      Diese verschiedenen Windeln kann man dann einfach nutzen, wie Wegwerfwindeln. Natürlich muss ich bei manchen vorher noch eine Einlage rein packen. Aber das ist eine Arbeit von 20 Sekunden. Einlagen gibt es aus verschiedenen Materialien, mit verschieden großer Saugfähigkeit. 

      Verschiedene Einlagen – auch ein Ikea Waschlappen ist dabei


      Also – Windel aus dem Schrank. Unters Baby legen. Schließen. Fertig. Beim Schließen gibt es noch ein paar Möglichkeiten. Druckknöpfe oder Klettverschluss. Ich mag Klett lieber, habe aber auch Druckknöpfe. 
      Und wenn die Windel nass ist… Aufmachen. Baby raus. Windel zusammenfalten und ab in den Windelwäschekorb. Total einfach. Solange Clara voll gestillt wird, geht maximal Muttermilchstuhl in die Windel. Durch das abhalten (mehr dazu habe ich hier geschrieben: Klick) habe ich aber vielleicht eine Windel mit Kacka pro Wäsche. Also absolut okay. Vielleicht bleibt das ja sogar so.
       Sobald Clara isst, wird aus dem Muttermilchstuhl, der aktuell nach Joghurt riecht, leider echte, auch Mal stinkende Kacka ?. Dafür gibt es dann Windelvlies. Gibt es auf der Rolle bei dm. Das hält dann alles „Feste“ auf und kann dann samt Kacka ins Klo und die Windel eben einfach wieder in die Wäsche. 
      Ich wasche so 2 Mal die Woche und habe momentan um die 25 Windeln. Glaube ich. Zum waschen schreibe ich nochmal extra was :). Aber bevor ihr euch ekelt… Immer mit Vorwäsche. Danach wird das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang mit sauberem Wasser gewaschen. Außerdem würde man ja, wenn Pipi, Kacka und co an Kleidung kommen, auch einfach die Waschmaschine nutzen.
      Die einfachen, fertig mit Einlagen ausgestatteten Klettwindeln darf der Papa benutzen. Die sind eben wie ganz normale Wegwerfwindeln. Ich nehme dann meist die „Komplizierteren“ und stopfe erst die Einlagen rein.
      Also ihr seht schon. Igitt ist da nichts.
      Die Vorteile von Stoffwindeln im Vergleich zu Wegwerfwindeln schreibe ich in einen eigenen Beitrag, das würde hier den Rahmen sprengen. Mit diesem ersten Beitrag dazu, wollte ich nur kurz einleiten, dass Stoffwindeln nicht so eklig sind, wie man es sich vorstellt ?.
      Küsschen
      Mi & Clara