Mittagsschlaf? Abgeschafft!

(Noch einer dieser Beiträge, der hier seit Wochen schlummert und auf Fertigstellung gewartet hat… ??)

Clara macht keinen Mittagsschlaf mehr …. Schade! ?

Mit nicht einmal 22 Monaten 2 Jahren.

Gerade jetzt, durch die Schwangerschaft, würde mir so eine Stunde Pause am Tag doch sehr gut tun… Allerdings waren die letzten Wochen abends wirklich … die Hölle.

Seit wir nicht mehr Stillen, hat sie einfach nicht in den Schlaf gefunden. Die Einschlafbegleitung dauerte grundsätzlich 2-3 Stunden. Ob wir um 18 Uhr angefangen haben – oder um 23 Uhr. Es wurde nicht besser. Ob der Mittagsschlaf 3 Stunden dauerte. Oder nur 30 Minuten.

Manchmal wurden es dann richtige Schreistunden, vor lauter Übermüdung. Man hat ihr richtig angemerkt, dass sie einfach komplett ‚durch‘ war und dringend schlafen musste. Aber keine richtige „Schlafbrücke“ hatte, um zum Einschlafen zu kommen.

Die einzige Möglichkeit um mittags zu schlafen, war eine Autofahrt, die man haargenau abpassen.

Wir haben alles versucht… Nichts hat geholfen. Ich hab gelesen und gelesen.

Seit etwa 2 Wochen mittlerweile 2 Monaten ist der Mittagsschlaf komplett gestrichen.

Wir hatten ein paar schlimme Abende.

Und seitdem… Läuft es! Einwandfrei!

Wir gehen Zähneputzen, Schlafanzug an und sie sucht sich noch ein Buch aus, dass wir alle zusammen im Bett schauen. Hören ein kleines Hörspiel und sie schläft ein! Natürlich nicht innerhalb von Minuten, aber die Einschlafbegleitung dauert meist so 30 – 45 Minuten, womit wir absolut zufrieden sind. Es wird gekuschelt und geschmust. Mal mit mir, Mal mit Papa.

Mein Kind schläft durch. Von abends zwischen 8 und 9. Bis morgens, zwischen 8 und 9.

Zum ersten Mal, seit Clara auf der Welt ist, haben wir abends wirklich Mal ein bisschen Zeit für uns. Entweder zusammen auf dem Sofa oder auch Mal getrennt – einer in der Badewanne (in der Regel ich) und der andere an der Playstation (in der Regel mein Mann ?).

Eine gewisse Tragik steckt dahinter. Jetzt schläft das große Kind endlich durch. Und bald kommt ein kleines, das wieder nicht durch schlafen wird ?. Außerdem hält die Schwangerschaft mich sehr oft wach.

Allerdings muss man ab 16 Uhr auch ‚aufpassen‘, nichts allzu einschläferndes zu machen. Autofahren darf nicht lange dauern und am besten nur mit jemandem bei Clara auf der Rückbank, der sie wach hält.

Jeder noch so kleine Mittagsschlaf – auch wenn es nur 5 Minuten sind – führt wieder dazu, dass es abends locker bis 23 Uhr geht. Egal, wie früh sie aufgestanden ist oder wie schlecht sie in der Nacht geschlafen hat.

Für uns ist es jetzt optimal, wie es ist.

Und da soll noch Mal einer sagen, veganen Kindern würde Energie fehlen ?.

Ich kann also definitiv allen, die abends so ein massives Drama haben – trotz liebevoller Einschlafbegleitung – den Mittagsschlaf einfach Mal zu streichen. Es gibt Kinder, denen reicht ihr Nachtschlaf durchaus.

Beim nächsten Mal gibt’s vielleicht schon Neuigkeiten von Baby2. Heute wäre nämlich der errechnete Termin ?.

Bis dahin.

Küsschen, Mi ?

Familienbett? Never!

Ich muss sagen, ich war immer der absolute Gegner vom Familienbett. Fan bin ich immer noch nicht. Zugegebenermaßen stört es mich auch immer noch zu sagen, dass wir im Familienbett schlafen. Das ist halt kein Konzept, für das ich durch und durch brenne. Ich mache es gerne, aus mehreren Gründen. Aber ich breche nicht in Begeisterung aus und gerate auch nicht ins schwärmen, wenn es darum geht, dass wir zusammen schlafen. Wir tun es trotzdem.
Folgendes war eigentlich immer mein Hauptpunkt gegen das Familienbett: Menschen die ich persönlich kenne, die lange bei ihren Eltern geschlafen haben, haben eigentlich alle die eine oder andere „Störung“, was Beziehungen und Bindung angeht…  
Allerdings muss man aber auch sagen, dass ich genug Menschen kenne, die nicht weniger „gestört sind“ – mich eingeschlossen – und das, ohne bei den Eltern geschlafen zu haben. Okay. Liegt dann vielleicht doch nicht daran. Möglich. 
Was ich auch so oft als Argument fürs Familienbett lese ist „Wer will schon alleine schlafen? Jeder kuschelt doch gerne!“
Da bekomme ich jedes Mal einen kleinen Anfall. Ich liebe alleine schlafen. Und ich kuschel nachts, wenn ich schlafen will auch nicht gerne. Klar kuschel ich auch Mal gern. Aber nachts können alle getrost von mir weg bleiben ?. Und ich vermisse es unendlich alleine zu schlafen. Wirklich.
Jetzt ist es aber so, dass ich nun Mal ein Baby habe. Und so ein Baby ist es aus dem Bauch gewohnt bei Mama zu sein. Und braucht es auch einfach bei Mama zu sein. Nähe. Die Sicherheit, dass jemand da ist, vor allem nachts. Wenn ich Clara abends in den Schlaf stille und dann wieder aus dem Bett gehe wird sie meist schon nach kurzer Zeit wach und weint. Und weiß nicht was los ist, weil Mama ist ja nicht da. Dann lässt sie sich auch nicht vom Papa beruhigen.
Und das ist nun Mal momentan wichtiger, als mein Bedürfnis alleine zu schlafen. Wenn ich es durchsetzen würde, alleine zu schlafen, müsste Clara darunter leiden. Kommt also momentan nicht infrage. Irgendwann kann ich bestimmt Mal wieder alleine schlafen. Klar ist mein Bedürfnis auch wichtig. Aber in dem Fall geht das Baby nun Mal vor. Manchmal geht Clara am Wochenende mit ihrem Papa spazieren und ich kann alleine im Bett liegen. Das reicht mir.

Und ganz im Ernst. Wenn ich so oft Aufstehen  und in ein anderes Zimmer gehen müsste, jedes Mal wenn Clara wach wird, käme ich ja nie zum Schlafen. Deshalb ist es auch einfach ein praktischer Aspekt. Und ich bin von Natur aus eher faul. Warum sollte ich also 3-8 Mal in der Nacht aufstehen um das Baby zu Stillen, wenn ich dabei auch einfach liegen bleiben kann? Genau. Ich wähle da das bequeme liegen bleiben. Ich habe immer gesagt „Ich hab kein Problem damit nachts aufzustehen“ und „lieber stehe ich nachts mehrfach auf, als mit dem Baby in einem Bett zu schlafen“… 
Es war gelogen. Niemals würde ich gerne nachts aufstehen. Meinen Respekt an alle Eltern die Minimum 5 Mal die Nacht Aufstehen und zum Kind gehen. Ich bin ja so schon oft gerädert morgens. Und ich bleibe nachts liegen ?. Wie man das überlebt ist mir schleierhaft.
Deshalb sage ich mit voller Überzeugung… Mein Kind schläft bei mir weil ich es hasse aufzustehen. ?
Das allgegenwärtige Argument gegen das Familienbett ist meist „man braucht doch auch Mal Zeit als Paar!“. Nun ja. Das Baby schläft halt im Bett. Das heißt nicht, dass es zwangsläufig an, auf oder zwischen uns schläft. 
Wenn Clara schläft, dann haben wir genug Zeit als Paar. Wir Netflixen im Bett. Essen heimlich. Lebkuchenherzen. Betrinken uns mit alkoholfreiem Bier. Kitzeln uns aus. Und das alles geht, wenn Clara schläft. Natürlich alles nicht auf voller Lautstärke. Aber das macht man ja auch nicht, wenn das Kind im Nebenzimmer schlafen würde. Und Clara schläft meistens auf ihrer Seite im Beistellbett. 
Also irgendwie ist alles was gegen das Familienbett spricht, gar nicht soo viel. Und es lässt sich alles irgendwie lösen. 
Die Vorteile sind halt echt immens. Mal ganz abgesehen davon dass ich nicht aufstehen muss, können wir uns ein Kinderzimmer momentan noch sparen. Zeit als Paar haben wir auch. Und hin und wieder ist es schon schön, zu kuscheln. 
Evolutionär gesehen, gehört es auch so. Das Baby schläft gut geschützt bei seinen Eltern. Sonst kommt noch irgendwann ein Säbelzahntiger um die Ecke.
In den meisten Kulturen ist es auch heutzutage noch vollkommen normal, bei seinem Baby zu schlafen. Nur bei uns Mal wieder nicht. Hier ein schöner Artikel dazu: Klick
Also halten wir fest… Ja! Wir schlafen im Familienbett. Und wir tun das absolut gerne! 
Neben den Menschen aufzuwachen und einschlafen, die ich liebe, ist wunderschön. Es fühlt sich falsch an, dieses Mädchen, was ich so sehr liebe und in meinem Bauch hatte, woanders schlafen zu lassen, als neben mir.  Wie sollte ich nachts wissen ob es ihr gut geht, ob sie in Sicherheit ist, wenn sie meterweit hinter verschlossenen Türen liegt. 
Mein Baby gehört zu mir ♥️?.
Wie lange sie bei uns schlafen wird, weiß ich nicht. Und darüber mache ich mir solange auch keine Gedanken und genieße es, mein schlafendes Baby zu kuscheln. 
Küsschen und Gute Nacht – Mi

Und wieder einer um… 

Clara ist heute 7 Monate alt. 
Vor ziemlich genau einem Jahr, hatten wir die Ultraschall Feindiagnostik. Da war ihr Papa zum ersten Mal mit. Als er das Baby gesehen hat, und die Ärztin ihm sagte, es würde zum Papa schauen, ist ihm das Handy aus der Hosentasche gefallen vor Schreck ?. 
Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch nichts gekauft, besprochen, etc. Es war noch sehr unrealistisch, bald ein Baby zu haben. Und jetzt, nur ein Jahr später, sind wir Eltern und finden es wunderbarer als wir uns das je hätten vorstellen können… 
Also zurück in die Gegenwart.
Clara isst mittlerweile seit einem Monat mit uns mit. Am Wochenende hat sie zum ersten Mal mit uns und Freunden gegrillt. Für sie gab es Mini Seitan Steaks, Maiskolben und Brot. Es gab auch eine salzfreie Aioli, nur für Clara. Sie hatte auch schon Gulasch, Pizza und frühstückt jeden Morgen ihr Brot. Bananen hält sie mittlerweile fest und beißt ab… Also wir sind sehr zufrieden mit ihrer „Entwicklung“ beim Essen. Bisher schmeckt ihr alles, was wir ihr anbieten. Sie nimmt sich was sie braucht und genießt es richtig, mit uns am Tisch zu sitzen. Die Sauerei wird auch langsam aber sicher weniger.

Dass sie jetzt 7 Monate alt ist heißt auch, dass ich ein Baby über das erste halbe Jahr hinaus stille, was für viele offenbar sehr seltsam ist. Einmal wurde ich bisher gefragt „Wie du stillst noch?“. Darauf hab ich lediglich gesagt „klar, sie ist ja noch klein“. Kam zum Glück nichts weiter.  
Wenn man sich so umhört ist für viele Mütter mit 6 Monaten Ende mit dem Stillen. Auf Milch angewiesen, sind Babys („nur“ biologisch gesehen), aber mindestens das erste Jahr. Also müsste ich Pulvermilch anmischen und mit mir rumschleppen. Nein Danke. Ich habe gerne nur eine kleine Tasche dabei. Milch ist onboard und perfekt temperiert. 

Mittlerweile ist Clara auch schon recht mobil. Sie robbt quasi in Höchstgeschwindigkeit durch die Wohnung. Zieht sich dabei mit den Armen vorwärts. Sitzen kann sie aber immer noch nicht  ?. 
Da sie langsam ihrer Babyschale entwächst, waren wir am Samstag in Witten bei den Zwergperten um uns wegen einem Reboarder beraten zu lassen. Der ist jetzt bestellt. Wenn wir ihn abholen und einbauen, erzähle ich Mal mehr zum Thema Reboarder.
Clara schläft immernoch an unserem Bett. Die letzten Nächte ist sie etwas unruhiger als sonst. Aber das geht auch wieder vorbei.

Zähne haben wir immernoch nur 2. Wir hätten zwar schon ein paar Mal drauf schwören können, dass die nächsten Zähne kommen, aber bisher alles Fehlalarm. 
Zum Schluss noch etwas Babykacke-Content. 
Mit Einführung der Beikost ging etwas mehr in die Windel die ersten Tage. Das war aber auch recht fix vorbei und es geht mittlerweile wieder 95% Kacka in die Toilette. Pipi geht leider fast nur noch in die Windeln. Das bekomme ich irgendwie absolut nicht mit… 
Aus dem süß riechenden, fast flüssigem Muttermilchstuhl ist allerdings etwas geworden, was nicht mehr so erträglich riecht und auch fester ist. Umso froher bin ich, dass ich das nicht vom Po kratzen muss ehrlich gesagt ?.
Ich glaub das war so alles „Neue“ wovon ich erzählen wollte… Clara kugelt gerade vergnügt durch die Gegend, da konnte ich schnell fertig schreiben ?.
Küsschen, Mi ?