Teilzeit-Windelfrei – 1 Jahr später

Es ist nun schon fast 1 Jahr her, dass wir begonnen haben, Clara abzuhalten. Zwischenzeitlich hatte ich darüber berichtet. Die entsprechenden Beiträge bzw Updates findet ihr hier:

Da ich schon so lange nichts mehr dazu geschrieben habe, gibt es jetzt Mal die aktuelle Situation.

Trainerhose und Ikea Töpfchen


Clara ist sauber. Aber noch nicht trocken.
Als Clara mit 9 Monaten anfing zu stehen, konnten wir sie nicht mehr abhalten und haben ihr ein Töpfchen* gekauft. In Momenten in denen wir sonst abgehalten haben, haben wir sie aufs Töpfchen gesetzt. Das ging einige Wochen ganz gut. Dann wollte sie das allerdings auch nicht mehr und mit 10 Monaten hatten wir einen zweiwöchigen Streik. In der Zeit hat sie nur im Stehen gemacht. Pipi ging stehend in der Badewanne hin und wieder. Alles andere in die Windel.
Seitdem war das große Geschäft aber nie wieder in der Windel.
Wir gehen jeden Morgen aufs Töpfchen. Mal möchte sie lieber auf die große Toilette. Sie zeigt darauf, wo sie hin will.
Pipi geht öfter noch in die Windeln. Die ziehen wir aber nur noch unterwegs an. Dann lässt sie das auch zu. Zuhause lässt sie sich eigentlich nie wickeln. Wenn überhaupt nur im Stehen. Aber das letzte Mal wickeln im Liegen auf dem Wickeltisch war glaube ich mit 8 Monaten. Wenn Clara muss, läuft sie ins Bad oder zeigt auf ihr Notfall Töpfchen im Schlafzimmer.
Klar, kleine Unfälle passieren. Ist nicht schlimm. Clara holt dann einen Lappen und versucht es selbst aufzuwischen. Ziemlich niedlich 😅.
Zuhause trägt Clara Unterhosen oder Trainerhosen. Die kleinsten von Bambino Mio passen schon ganz okay (gibt es hier: Klick*) 😁. Das sind Unterhosen mit einer kleinen Saugeinlage. Oder einfach ein Kleidchen ohne alles, wenn die Temperaturen es zulassen.
So langsam wollen wir die unterwegs Windel auch Mal weg lassen. Wenn wir bei ihrer Oma sind, zeigt sie nämlich auch schon toll an und geht ins Bad. Für dieses Vorhaben werden wir wohl noch einen Autositzschutz (Gibt es hier: Klick*) besorgen.
Clara ist also jetzt 14 Monate alt und trägt nur noch 1-2 Stoffwindeln am Tag. Und geht relativ zuverlässig aufs Töpfchen.
Das war’s erstmal an Neuigkeiten zur Windelfreiheit!
Ich hoffe, das nächste Update lässt nicht so lange auf sich warten 🙃.
Wer noch mehr zum Thema Windelfrei, Töpfchen und Co wissen will, dem empfehle ich unbedingt das Buch Pipi.Kacka* von Tatje.
Küsschen
Mi

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"Windelfrei" – aufwändig und eklig? 

Ihr wisst ja, wir praktizieren „Teilzeitwindelfrei“. Hier könnt ihr nochmal alles was ich bisher dazu geschrieben habe nachlesen: 

Hier möchte ich jetzt Mal ein bisschen über „das öffentliche Bild“ von Windelfrei schreiben.
Was man immer am meisten hört, wenn man erzählt dass das Baby Zuhause meist keine Windel trägt ist „ihgitt“. Ich verstehe wirklich nicht was daran groß eklig sein soll. 
Wenn Clara Zuhause Mal auf den Boden Pipi macht, weil ich zu spät war, nehme ich kurz einen Lappen und schmeiß den und was sonst so nass geworden ist, in den Wäschekorb. Und ich spare mir eine Windel bzw Einlage zu waschen. Wenn man Wegwerfwindeln benutzt, hat man nach dem einen Pipi direkt eine ganze Windel im Müll. Je nach Marke und Größe kostet eine Windel durchschnittlich ca. 20 Cent. Die landen dann im Müll. Vom Müllberg der produziert wird Mal ganz zu Schweigen.

Okay. Ich hab gehört es soll Eltern geben, die wechseln nur die Windel, wenn das Baby groß gemacht hat. Oder so viel Pipi drin ist, dass sie ausläuft. Das ist womöglich Geldsparend – aber unfassbar gemein dem Kind gegenüber. Das muss also mehrere Stunden in seinen Ausscheidungen sitzen. Und das bewusst. Genau die gleichen Eltern wundern sich dann, wenn das Kind mit 5 immer noch nicht trocken ist.  (Ja, es gibt auch Kinder die trotz gewissenhaftem Umgang mit Windeln der Eltern mit 5 noch nicht trocken sind oder aber aus medizinischen Gründen. Aber oft, sind solche Probleme eben „hausgemacht“. Aber Ausnahmen bestätigen auch hier wieder die Regel.)
Da wären wir dann schon beim nächsten Argument. Windelfrei soll unfassbar aufwändig sein. Ich weiß nicht was genau daran immer als aufwändig bezeichnet wird… 
Auf kurze Sicht gesehen – ich finde es weitaus weniger Aufwand eine kleine Pfütze weg zu wischen, als das Baby erst zum Wickeltisch zu tragen und die windel zu wechseln. Wickeln ist hier eh nicht sonderlich spaßig, seit Clara mobil ist. Da wird sich umgedreht und weggerobbt. Es kostet schon Kraft – und Aufwand. 
Das große Geschäft geht hier grundsätzlich in die Toilette. Der Aufwand den ich da betreibe ist, mir ein paar Minuten zu nehmen, um Clara über die Toilette zu halten. Und abzuspülen. Ist das wirklich mehr Aufwand, als einem sich bewegendem und womöglich weinendem Kind die Windel zu wechseln und den Po gründlich sauber zu machen? Ich bezweifel das einfach Mal. 
Und volle Wegwerfwindeln müssen auch zum Müll gebracht werden. Den Windelmüll raus bringen ist auch ein Aufwand, den ich mir weitestgehend spare. Und auch der Windeleinkauf alle paar Wochen kann ich mir sparen. (Diese Vorteile greifen natürlich bei Stoffwindeln auch)
Dass man sein Kind im Auge haben muss, um auf Zeichen zu achten, wird auch gerne als aufwändig bezeichnet. Aber erstmal habe ich ein kleines Baby grundsätzlich im Auge. Und ich weiß mittlerweile, wann sie muss. Nach dem Schlafen und nach dem Tragen habe ich eine 100% Erfolgsquote. Ich beobachte nicht „mehr“ als ich es sowieso würde. 
Auf lange Sicht gesehen, wird mein Baby höchstwahrscheinlich viel schneller trocken als eins, das immer in Superabsorberwindeln macht. Da kann das Kind gar nichts für, aber diese Windeln trainieren wirklich die Nerven so, dass das Kind alles an Bewusstsein dafür verlernt. Und so muss das erst wieder mühsam gelernt werden. 
Also spare ich mir da sowohl den Aufwand mehrere Jahre lang zu wickeln, als auch den Aufwand des späteren „Töpfchen Trainings“.
Also es ist weder eklig, noch aufwändig. 
Dann kommen wir zum nächsten Argument. „Das ist doch krankhaft seine Kinder schon so früh zu zwingen auf die Toilette zu gehen“
Echt? Nein. Ich finde es eigentlich schlimmer, dass wir in einer Kultur leben, die sich dafür einsetzt, Kinder so lange wie möglich in ihren Ausscheidungen liegen zu lassen. 
Jedes Kind kann möchte Anfang an seine eigene Sauberkeit umsetzen und sich nicht selbst beschmutzen. Das liegt so in der Natur. Mit Windeln wird das ganze abtrainiert. Die Kinder verlernen einfach, einzuhalten und verlieren Dank hochmoderner Wegwerfwindeln auch sofort jegliches Gefühl für ihre Ausscheidungen. „Ich mach Pipi. Alles bleibt trocken.“ Klar stellt der Körper sich da dann drauf ein. 
Ich gehe also auf das natürliche Sauberkeitsbedürfnis meines Kindes ein. Und biete es ihr an. Wenn sie möchte, nutzt sie es. Das ist keine „Sauberkeitserziehung“, sondern von Anfang an da. 
Und zum Schluss…
Da sich jetzt wahrscheinlich wieder ganz viele Eltern angegriffen fühlen (ich kenn das ja mittlerweile …) – das ist kein Angriff auf Eltern deren Kinder Windeln tragen. Clara trägt auch mindestens 50-70% des Tages Windeln. Und macht da auch rein. Hauptsächlich Stoff, aber zwischendurch auch Mal eine Wegwerfwindel. Man kann sicher auch mit Windeln auf die Bedürfnisse des Babys eingehen, mache ich mit Clara ja auch die meiste Zeit des Tages. Ich habe auch bis ich glaube ich 4 Jahre alt war noch zeitweise Windeln getragen, aus mir ist auch ein schlaues Mädchen geworden 😉. Wenn man von windelfrei noch nicht gehört hat, macht man natürlich auch die „gängige“ Variante mit Windeln. Und niemand kann immer alles wissen 😉.
Wer sein Kind regelmäßig wickelt, braucht sich in keinster Weise angegriffen fühlen 😄. 
Ich wollte mit dem Beitrag nur den gängigen Vorurteilen zu Windelfrei (eklig, aufwändig, Sauberkeitserziehung) etwas entgegen setzen und Beispiele aufzeigen, warum diese Vorurteile unbegründet sind.
Die Eltern die ihre Kinder absichtlich und aus Faulheit 10 Stunden in einer pitschnassen, womöglich noch vollgekoteten Windel lassen, dürfen sich allerdings gerne angegriffen fühlen. Das ist nämlich wirklich richtig unverantwortlich dem Kind gegenüber (Ja, das gibt es. Leider schon mehrfach erlebt und mit „och ich hab jetzt keine Lust zu wickeln, die Pampers hält das schon“ begründet worden…).
So. Meine paar Worte dazu 😊
Gruß und Kuss, dein Fidibus. Äh. Mi 😘😁

Und wieder einer um… 

Clara ist heute 7 Monate alt. 
Vor ziemlich genau einem Jahr, hatten wir die Ultraschall Feindiagnostik. Da war ihr Papa zum ersten Mal mit. Als er das Baby gesehen hat, und die Ärztin ihm sagte, es würde zum Papa schauen, ist ihm das Handy aus der Hosentasche gefallen vor Schreck 😅. 
Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch nichts gekauft, besprochen, etc. Es war noch sehr unrealistisch, bald ein Baby zu haben. Und jetzt, nur ein Jahr später, sind wir Eltern und finden es wunderbarer als wir uns das je hätten vorstellen können… 
Also zurück in die Gegenwart.
Clara isst mittlerweile seit einem Monat mit uns mit. Am Wochenende hat sie zum ersten Mal mit uns und Freunden gegrillt. Für sie gab es Mini Seitan Steaks, Maiskolben und Brot. Es gab auch eine salzfreie Aioli, nur für Clara. Sie hatte auch schon Gulasch, Pizza und frühstückt jeden Morgen ihr Brot. Bananen hält sie mittlerweile fest und beißt ab… Also wir sind sehr zufrieden mit ihrer „Entwicklung“ beim Essen. Bisher schmeckt ihr alles, was wir ihr anbieten. Sie nimmt sich was sie braucht und genießt es richtig, mit uns am Tisch zu sitzen. Die Sauerei wird auch langsam aber sicher weniger.

Dass sie jetzt 7 Monate alt ist heißt auch, dass ich ein Baby über das erste halbe Jahr hinaus stille, was für viele offenbar sehr seltsam ist. Einmal wurde ich bisher gefragt „Wie du stillst noch?“. Darauf hab ich lediglich gesagt „klar, sie ist ja noch klein“. Kam zum Glück nichts weiter.  
Wenn man sich so umhört ist für viele Mütter mit 6 Monaten Ende mit dem Stillen. Auf Milch angewiesen, sind Babys („nur“ biologisch gesehen), aber mindestens das erste Jahr. Also müsste ich Pulvermilch anmischen und mit mir rumschleppen. Nein Danke. Ich habe gerne nur eine kleine Tasche dabei. Milch ist onboard und perfekt temperiert. 

Mittlerweile ist Clara auch schon recht mobil. Sie robbt quasi in Höchstgeschwindigkeit durch die Wohnung. Zieht sich dabei mit den Armen vorwärts. Sitzen kann sie aber immer noch nicht  😁. 
Da sie langsam ihrer Babyschale entwächst, waren wir am Samstag in Witten bei den Zwergperten um uns wegen einem Reboarder beraten zu lassen. Der ist jetzt bestellt. Wenn wir ihn abholen und einbauen, erzähle ich Mal mehr zum Thema Reboarder.
Clara schläft immernoch an unserem Bett. Die letzten Nächte ist sie etwas unruhiger als sonst. Aber das geht auch wieder vorbei.

Zähne haben wir immernoch nur 2. Wir hätten zwar schon ein paar Mal drauf schwören können, dass die nächsten Zähne kommen, aber bisher alles Fehlalarm. 
Zum Schluss noch etwas Babykacke-Content. 
Mit Einführung der Beikost ging etwas mehr in die Windel die ersten Tage. Das war aber auch recht fix vorbei und es geht mittlerweile wieder 95% Kacka in die Toilette. Pipi geht leider fast nur noch in die Windeln. Das bekomme ich irgendwie absolut nicht mit… 
Aus dem süß riechenden, fast flüssigem Muttermilchstuhl ist allerdings etwas geworden, was nicht mehr so erträglich riecht und auch fester ist. Umso froher bin ich, dass ich das nicht vom Po kratzen muss ehrlich gesagt 😅.
Ich glaub das war so alles „Neue“ wovon ich erzählen wollte… Clara kugelt gerade vergnügt durch die Gegend, da konnte ich schnell fertig schreiben 😁.
Küsschen, Mi 😘

Das Baby und die Toilette – ein Update

Wir haben ja schon länger nicht davon berichtet wie unser „Windelfrei“ klappt, deshalb hier ein kurzes Update. Es ist wieder Babykacke Content enthalten, wer davon nichts lesen möchte, hört hier besser auf ;).

Falls du jetzt zum ersten Mal davon liest gibt es hier meinen Beitrag, der das Konzept erklärt: Klick
Und hier den ersten Zwischenbericht: Klick 
Jetzt zur aktuellen Lage… Erstmal die Eckdaten: Sie ist immer noch ein voll gestilltes Baby und bekommt bisher nichts zu essen.
Es klappt so wunderbar! Clara hat allerdings mehr oder weniger aufgehört, zu signalisieren. Sie wartet einfach ab, ob sie abgehalten wird. Pipi geht immer noch recht häufig in die Windel. Kacka fast nie. 
Ich gehe sie intuitiv wickeln und biete ihr beim Wickeln an, zu machen. Oft ist die Windel gänzlich trocken und sie nimmt das Angebot dankend an und Pipi oder mehr, geht in die Toilette. Abhalten passiert also in Standard Situationen, das heißt, dass ich nach dem Aufwachen, wenn wir nach Hause kommen/bevor wir wo hin fahren, nach dem Tragen, vor dem Mittagsschlaf, usw einmal die Windel checke. Und zwischendurch nach Gefühl 😁.
Die Stoffwindeln laufen eigentlich nie über und Kacka ist maximal einmal die Woche drin. Aber auch das nur Zuhause. Und da ist es auch „interessant“ zu sehen, wie sie das handhabt. Sie drückt einmal ein kleines bisschen in die Windel. Offenbar weil ich ihre Aufforderung zur Toilette zu gehen, anders nicht wahrgenommen habe… Dann kommt die Windel aus und der Rest geht ins Klo. Also auch dann wartet sie noch, bis zum abhalten. Ist super praktisch. Weil selbst wenn sie Mal Kacka macht, läuft die Windel nicht über.
Unterwegs macht sie Pipi in ihre Windel. Ich glaube, wenn sie nach dem Tragen im Autositz ist… In der Trage bzw im Tuch, wird nämlich grundsätzlich kein Pipi gemacht. Mehr schon gar nicht. Wenn sie darin unruhig wird, bin ich fast sicher, dass die Blase drückt.
Wir sind sehr zufrieden wie es klappt. Klar gibt es auch Mal einen erfolglosen Tag an dem nicht jedes abhalten „erfolgreich“ ist. Aber das wichtigste ist, das ganze entspannt anzugehen und keinen Druck zu machen, dass alles immer treffen muss. Damit hat man schon viel gewonnen 🙂
Ihr Papa ist auch immernoch mit von der Partie und hält sie bereitwillig ab. Er erkennt auch hin und wieder, wenn sie Mal muss. Wenn er sie in der Trage hat, sowieso. 
Da wir demnächst mit der Beikost anfangen, gibt es dann ein neues Update, wie sich veränderte Nahrung auf ihr Toilettenverhalten auswirkt.
Küsschen 😘
Mi & Clara

Windelwaschtag!

Es geht hier jetzt um das Waschen von Windeln, von meinem Baby, welches noch ausschließlich gestillt wird. Wie sich das dann verhält, wenn es richtiges Essen gibt, werde ich dann zu gegebener Zeit erzählen. Außerdem haben wir nur All in Ones, Pockets und All in 3 Windeln. Andere Stoffwindelsysteme wäscht man natürlich auch wieder anders.
Heute ist Montag. Na gut. Gestern war Montag. Ich habe mir angewöhnt, Montags und Freitags die Windeln zu waschen. Meist sind dann so um die 20 Windeln in der Waschmaschine. Und etwa 10 habe ich noch im Schrank. Damit komme ich aus, bis die Wäsche fertig ist.
In der Zwischenzeit liegen sie in einem Plastik Einkaufskorb. Bisher stinkt nichts in dem Zeitraum, ist wohl gut genug belüftet.

Also… wie wasche ich diese Windeln jetzt? Ich hab mich auf mehreren Seiten eingelesen und alle empfehlen etwas anderes. Mal Pulver Waschmittel mal flüssiges. Waschmittel mit Bleiche und ohne Bleiche. Enzyme im Waschmittel dürfen mal drin sein und mal nicht. Dass die Empfehlungen da alle so konträr sind zeigt, dass man wohl selbst herausfinden muss, was gut funktioniert.
Also nehme ich stinknormales Vollwaschmittel. Pulver. Das sensitiv von dm. Das nutze ich auch für alle anderen Dinge, die ich waschen muss.
Vor dem Waschen schließe ich alle Klettverschlüsse. Die Einlagen lasse ich drin, die fallen beim Waschen eh raus. Wenn ich IKEA Waschlappen als Einlage nehme, kommen die in den Korb für 60℃ Wäsche.
Alles andere kommt bei 40℃ in den Kurzwaschgang. Mit Vorwäsche. Manchmal auch noch extra Spülen. Und hin und wieder eine Runde bei 60℃. Bisher ist weder etwas ausgeblichen, noch hat anderweitig Mängel abbekommen.
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Die Vorwäsche ist wichtig. Da wird erstmal alles ausgespült, danach das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang kommt neues Wasser dazu. Kurzwaschgang reicht bisher. Dazu steht auch immer wieder anderes auf Stoffwindelseiten. Manche machen es, manche nicht. Aber da die Maschine nur halb voll ist, denke ich es reicht allemal.
Wichtig ist, dass man keinen Weichspüler benutzt. Dann saugen die Windeln nicht mehr so gut.
Die Schleuderzahl stelle ich auch etwas runter.
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Bisher fahre ich so sehr gut. Alles ist sauber. Weder Waschmaschine noch Wäsche riechen nach dem Waschen. Flecken Sind auch keine mehr da.
Man könnte die Windeln zwar theoretisch auch in den Trockner werden und auf niedriger Hitze dort trocknen, aber das ist eigentlich nicht notwendig. Und sie leiden dort schon ein wenig.
Ich hänge sie nach dem Waschen einfach auf. Das dauert keine 5 Minuten. Und je nach Windel sind die dann ein paar Stunden später wieder trocken.
Die All in Ones brauchen zum trocknen etwas länger, als die, bei denen Einlagen und Windel getrennt voneinander trocknen können. Spätestens am nächsten Tag ist jedoch alles trocken.
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Also lange Rede kurzer Sinn. Wie man die Windeln genau waschen muss, sollte man am besten selbst herausfinden. Die Hersteller geben eine Empfehlung zum Waschen ab, die kann man als grobe Richtlinie sehen.
Also so ein großer Aufwand ist das Waschen gar nicht. Wenn man zeitlich alles zusammenrechnet, was man effektiv als Arbeit hat – vom Waschmaschine einstellen, bis zum abhängen – kommt man auf gute 20 Minuten. Das ganze zwei mal in der Woche. Dauert also auch nicht viel länger, als Windeln kaufen zu fahren. Wenn also der „zeitliche Aufwand“ dich bisher von Stoffwindeln abhalten sollte… Überleg es dir nochmal 😏.
Bis zum nächsten Mal
Küsschen
Mi & Clara😘

Stoffwindeln? Ihgitt!

Babykacke Content. Wie gehabt. Wer nichts zu Babykacke wissen will, liest bitte nicht weiter! 😀

Ich weiß, was die meisten jetzt denken werden, wenn man von Stoffwindeln spricht. Bah. Da hat man ja Kacke an den Händen und muss ständig waschen.
Nö. Hat man nicht. Und waschen muss man. Aber das geht ganz einfach in der Waschmaschine.
Hier kommt jetzt ein erster Beitrag zum Thema Stoffwindeln. Ich erzähle kurz, welche wir nutzen und wie das Ganze funktioniert. 
Stoffwindeln sind nicht mehr das, was sie Mal waren. Es gibt unfassbar viele Varianten. Ich steige selbst immer noch nicht wirklich durch, obwohl ich mich jetzt nahezu ein Jahr damit beschäftige. Zu einer Freundin habe ich Mal gesagt, dass man ein eigenes Studienfach für Stoffwindelologie anbieten sollte, bei der Masse an Informationen.
Alles was ich weiß, habe ich von befreundeten Müttern, Blogs, Facebook und meinem Lieblingsbuch – Pipi.kacka.
Pipi.Kacka

Also es gibt unfassbar viele Möglichkeiten mit Stoff zu Wickeln. Natürlich kann man es „wie früher“ machen. Mullwindel und Wollüberhose hat zum Beispiel noch eine meiner Tanten benutzt. Das machen heute auch noch viele. Dann gibt es aber noch die Möglichkeit eine schicke Überhose zu verwenden. Und darunter eine sogenannte Höwi (Höschenwindel). Oder auch nur Einlagen mit Überhose. 
Da ich aber nichts von dem mache, kenne ich mich damit nicht sonderlich aus und erzähle wahrscheinlich nur Quatsch, wenn ich weiter mache 😁. Also erkläre ich lieber nur, wie wir es machen und wie es bei uns funktioniert.
Wir benutzen Pockets und All in Ones. Kurz AIO. Pockets haben – wie der Name schon sagt – eine Tasche. In diese Tasche kommt eine Einlage. Oder mehrere. Je nachdem wie viel da rein passen soll 😀. Eine AIO ist im Grunde ähnlich, nur sind hier Einlage und Windel miteinander vernäht. Davon gibt es auch mehrere Varianten. Mal ist die Einlage herausnehmbar, mal sind es mehrere. Und Mal ist es einfach alles dick vernäht. 
Die Windeln sind auch alle One-Size und können durch Druckknöpfe an der Vorderseite größer oder kleiner geknöpft werden. 
Hier das ganze in Bildern, wie verschieden so All in One Windeln aussehen können.

AIO mit 2 angenähten Einlagen, die man übereinander klappt.


AIO mit eingenähter Saugeinlage. In die Tasche können noch zusätzliche Einlagen.


Bambino Mio Miosolo mit Klettverschluss. Einlage ist angenäht und muss in die Tasche geschoben werden. Da können auch noch zusätzliche Einlagen rein.


Und hier noch eine Pocket Windel

Pocketwindel mit Druckknöpfen


Außerdem habe ich noch ein paar All in 3 Windeln. Die bestehen aus Einlagen, wasserdichter „Wanne“ und Überhose, die angeknöpft bzw mit Klett befestigt wird.

Gladbaby AI3 Windel


Diese verschiedenen Windeln kann man dann einfach nutzen, wie Wegwerfwindeln. Natürlich muss ich bei manchen vorher noch eine Einlage rein packen. Aber das ist eine Arbeit von 20 Sekunden. Einlagen gibt es aus verschiedenen Materialien, mit verschieden großer Saugfähigkeit. 

Verschiedene Einlagen – auch ein Ikea Waschlappen ist dabei


Also – Windel aus dem Schrank. Unters Baby legen. Schließen. Fertig. Beim Schließen gibt es noch ein paar Möglichkeiten. Druckknöpfe oder Klettverschluss. Ich mag Klett lieber, habe aber auch Druckknöpfe. 
Und wenn die Windel nass ist… Aufmachen. Baby raus. Windel zusammenfalten und ab in den Windelwäschekorb. Total einfach. Solange Clara voll gestillt wird, geht maximal Muttermilchstuhl in die Windel. Durch das abhalten (mehr dazu habe ich hier geschrieben: Klick) habe ich aber vielleicht eine Windel mit Kacka pro Wäsche. Also absolut okay. Vielleicht bleibt das ja sogar so.
 Sobald Clara isst, wird aus dem Muttermilchstuhl, der aktuell nach Joghurt riecht, leider echte, auch Mal stinkende Kacka 😁. Dafür gibt es dann Windelvlies. Gibt es auf der Rolle bei dm. Das hält dann alles „Feste“ auf und kann dann samt Kacka ins Klo und die Windel eben einfach wieder in die Wäsche. 
Ich wasche so 2 Mal die Woche und habe momentan um die 25 Windeln. Glaube ich. Zum waschen schreibe ich nochmal extra was :). Aber bevor ihr euch ekelt… Immer mit Vorwäsche. Danach wird das Wasser abgepumpt und zum Hauptwaschgang mit sauberem Wasser gewaschen. Außerdem würde man ja, wenn Pipi, Kacka und co an Kleidung kommen, auch einfach die Waschmaschine nutzen.
Die einfachen, fertig mit Einlagen ausgestatteten Klettwindeln darf der Papa benutzen. Die sind eben wie ganz normale Wegwerfwindeln. Ich nehme dann meist die „Komplizierteren“ und stopfe erst die Einlagen rein.
Also ihr seht schon. Igitt ist da nichts.
Die Vorteile von Stoffwindeln im Vergleich zu Wegwerfwindeln schreibe ich in einen eigenen Beitrag, das würde hier den Rahmen sprengen. Mit diesem ersten Beitrag dazu, wollte ich nur kurz einleiten, dass Stoffwindeln nicht so eklig sind, wie man es sich vorstellt 😉.
Küsschen
Mi & Clara

Der Hund signalisiert schon, wenn er raus muss!

Hä?
Was haben Hunde jetzt mit dem ganzen Babykram zu tun?
Um folgenden Text besser zu verstehen, solltet ihr meinen Beitrag zum Thema Windelfrei gelesen haben. Sonst versteht man womöglich nur Bahnhof. Falls ihr das nicht habt, findet ihr den hier: Klick
Ich war letztens Mal wieder dabei durch Facebook zu scrollen und habe in einer Gruppe die sich um Hundetraining dreht, einen Beitrag gefunden der da lautete „Wann gibt mein 5 Monate alter Welpe das Signal, dass er muss, damit ich raus gehen kann?“ 
Die Antworten waren alle nachvollziehbar und logisch. Hier eine Auswahl:

  • „Der Hund signalisiert schon von Anfang an, du musst ihn nur beobachten“
  • „Das kommt von ganz alleine, man muss es nur beobachten“
  • „Wenn du keine Signale siehst, kann es sein, dass der Hund aufgegeben hat Signale zu geben, weil du sie von Anfang an ignoriert hast“
  • „Geh doch immer nach dem Essen, Spielen und Schlafen raus“ 
  • „Der Hund wird schon irgendwie auf sich aufmerksam machen, der will schließlich nicht in seinen Ausscheidungen liegen“ 

Und noch einiges mehr.
Schon was bemerkt? Das sind Antworten, die genauso in der Windelfrei Gruppe hätten auftauchen können. Bzw wenn man „der Hund“ durch“das Baby“ ersetzt, haben wir eine schöne Sammlung von Tipps und Tricks zum Thema Ausscheidungskommunikation (Windelfrei). 
Da hab ich mich doch gefragt, warum man bei Hunden die Sache so selbstverständlich sieht und denen von Anfang an zutraut, sich zu melden und vor allem, nicht dort machen zu wollen wo man schläft. 
Babys wird das nicht zugetraut… Babys machen eben in die Windel. Babys sind klein und unselbstständig. Babys können nichts signalisieren. 
Merkwürdig oder? Dass es bei Hunden sofort einleuchtend klingt, aber bei Babys nicht? Weil sich das Bild von dem hilflosen Baby heutzutage so in den Köpfen festgesetzt hat… 
Jetzt noch ein bisschen zu unserer aktuellen Lage was Windelfrei angeht. Wir haben Tage, da geht fast nichts in die Windel. Und wir haben Tage, da geht nichts außerhalb der Windel. Aber das ist wie gesagt nicht schlimm. Wir bieten Clara weiter bei jedem Wickeln an, sich zu erleichtern. Tut sie es nicht, bekommt sie eben wieder die Windel an.
Manchmal bemerke ich auch einfach ein Signal nicht und hinterher denk ich „Oh. Ja. Mist. Ich hätte es wissen müssen.“ Aber dann wird eben der Popo sauber geschrubbt 🙂.  Ich habe sie jetzt auch schon ein paar Mal nackig auf einer wasserdichten Unterlage beobachtet, um ihre Pipi Zeichen zu finden… Aber da komme ich bisher nicht weiter 🙈.
Wir haben jetzt ein „Töpfchen“ für nachts bzw morgens früh. Damit wir im Halbschlaf nicht in das helle Badezimmer müssen.
Mit Töpfchen meine ich Rührschüssel. Es gibt ja extra zum Abhalten sogenannte Asia Töpfchen. Aber die sind auch nur eine Schüssel mit Rand, müssen aber bestellt werden. Deshalb haben wir uns für eine einfache Schüssel mit Rand entschieden. Erfüllt genauso den Sinn und Zweck.

Der Freund macht übrigens schon fast begeistert mit. Als ich den letzten Beitrag hierzu geschrieben hatte, war er ja noch sehr skeptisch. Er geht freiwillig immer beim Wickeln zur Toilette mit ihr. Dann machen die beiden Quatsch und lachen sich im Spiegel an, wenn er Clara übers Waschbecken abhält. 
Er war letztens sogar ein bisschen enttäuscht, dass er die Signale nicht richtig deuten kann. Aber ich ja manchmal auch nicht. Ist nicht schlimm. Hab ich aber toll gefunden, dass er jetzt so schon dabei ist. Er möchte auch noch das Buch lesen in dem das alles noch etwas näher erklärt und vor allem begründet wird. 
Ich bin ein bisschen stolz auf so einen tollen Freund :). Dass er auch so toll mit macht und vieles auch von sich aus mittlerweile gut findet und nachvollziehen kann, was er vor ein paar Wochen noch als utopisches Wunschdenken abgetan hat…. :D.

Hier noch eine Anekdote aus dem Pipi Kacka Bereich … 
Gestern Abend als Clara anzeigte, dass sie groß muss, habe ich sie ihrem Papa in die Hand gedrückt. Der ist nach Feierabend immer dran sich um Babys Geschäfte zu kümmern. 
Also Papa zum Wickeltisch, Windel ausgezogen und „unten ohne“ Richtung Badezimmer marschiert.
Clara weiß ja mittlerweile „wenn wir anhalten darf ich drücken“ und hält solange auch an. (Soviel zum Thema Babys könnten ihren Schließmuskel nicht kontrollieren 😉 )
Der Papa ist aber nicht auf direktem Weg ins Bad sondern hat sich im Flur erstmal damit beschäftigt den Hund raus zu lassen (in den Garten). Also. Baby unterm Arm und – stehen bleiben. 
Clara dachte sich wohl „Jippi, wir sind stehen geblieben, also darf ich.“
Und mit einem lauten Pups, landete alles auf dem Flurboden und Papas Füßen :D.
Ich habe mir das ganze Spiel grinsend aus dem Wohnzimmer angeschaut und mich über mein schlaues Baby gefreut 😁.

Clara ist übrigens schön 16 Wochen alt. Ganz schön erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht… 
Ich erzähle euch beim nächsten Mal, wie Clara sich verändert hat. Was sie mittlerweile alles kann usw. Bis dahin.. 
Küsschen, Mi & Clara 😘

Wir sind dann Mal auf der Toilette!

Jetzt geht es um Babykacke. Wer nichts zu Babykacke lesen möchte, sollte nicht weiterlesen… 😀


Aber Muttermilchstuhl ist ja halb so schlimm. Wirklich. Eine gelbliche flüssige Pampe die etwas süßlich riecht… Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt :D.
Also zurück zum Titel …
Wir sind dann Mal auf der Toilette!

Hä? Babys machen doch in Windeln. Oder? Ist Clara nicht erst 10 Wochen alt?
Klar machen Babys das. Aber nicht, weil sie es so wollen oder nicht anders können. Sondern eben weil man es ihnen „erlaubt“.
Gestern war der erste Tag, an dem Clara kein einziges großes Geschäft in ihrer Windel verrichtet hat. Ich freue mich sehr darüber.
Wir praktizieren „Teilzeit Windelfrei“. Der Name ist eigentlich total bescheuert und erklärt nicht wirklich das, was wir machen… Im englischen nennt sich das ganze Elimination Communication – Ausscheidungskommunikation.
Windeln trägt Clara trotzdem. Hauptsächlich Stoffwindeln (dazu schreibe ich noch einen Beitrag demnächst 🙂 ).
Also was ist diese Ausscheidungskommunikation jetzt genau? Ich achte auf Signale die mein Baby gibt. Alle Eltern kennen das. Das Baby macht einen bestimmten Gesichtsausdruck und man weiß „Oh, jetzt geht was in die Windel“. Wenn Clara beim Stillen unruhig wird und ständig loslässt weiß ich … Sie muss groß.
Also ab zum Wickeltisch. Hose aus. Body auf. Windel aus. Und ab ins Bad. Viele nehmen auch einfach Schüsseln oder einfache Unterlagen. Wir gehen zum Waschbecken. Dann halte ich Clara an den Oberschenkeln, ihr Rücken liegt an meinem Bauch an. In der Position fällt es leichter, loszulassen. Manchmal setze ich mich auch verkehrt rum auf die Toilette und halte sie über die Schüssel.
Das nennt sich dann „Abhalten“. Und in 90% der Fälle kommt entweder Urin oder Stuhl. Oft sogar beides. Dazu dann das passende Signalwort (hier heißt es einfach Pipi & Kacka), abwarten bis sie fertig ist, zurück zum Wickeltisch, sauber machen, neue Windel an und fertig.
Pipi geht bei uns immer noch viel in die Windel. Und das darf es auch, halb so schlimm. Ich habe die Anzeichen dafür noch nicht so richtig raus… Unterwegs und nachts halte ich nicht ab. Babys machen auch nicht im Schlaf sondern wenn sie nachts machen, dann in kurzen Wachphasen.


Seit etwa 2 Wochen mache ich das konsequent,  dass ich ihr bei jedem wickeln anbiete, sich zu erleichtern. Wenn sie es nicht möchte signalisiert sie auch deutlich dass sie nicht mehr mag und bekommt ihre Windel an. Und seitdem geht maximal 10% ihrer Babykacke (Mumistuhl ist der gängigere Ausdruck – aber mir gefällt Babykacke besser 😀 ) in die Windeln.
Bitte das ganze nicht mit irgendwelchem Töpfchen Training oder trocken werden Programmen in einen Topf schmeißen. Das hat damit nichts zu tun.
Sie fordert es auch richtig ein und wartet darauf, abgehalten zu werden für ihr großes Geschäft. Grade weil sie Stoffwindeln trägt ist das eine super Sache. Pipi macht einfach keine Flecken :D.
Das ganze ist hauptsächlich dafür da, das Baby besser zu verstehen und dafür zu sorgen, dass das Kind das Bewusstsein für seine Ausscheidungen nicht verliert. Das passiert meistens bei Windel Kindern. Dieses „ich habe ja eh eine Windel um, ist also egal wenn ich mache“ verfestigt sich dann natürlich und das Kind zeigt auch nicht mehr an. Deshalb wird empfohlen möglichst früh damit anzufangen. Da ich mit Clara ja zuhause bin und eh den ganzen Tag auf sie achte, kann ich es ihr auch anbieten.
Nach dem Aufstehen bin ich manchmal zu spät dran… :D. Aber das liegt dann daran, dass ich einfach nicht aus dem Bett gekommen bin 🙈.
Dann wird halt tagsüber abgehalten, wenn sie „Signale gibt“ (die sind von Baby zu Baby unterschiedlich. Aber man lernt mit der Zeit das Baby zu lesen. Hab ich auch nicht dran geglaubt 😀 ) und Abends vor dem Schlafen nochmal.
Viele Eltern kennen das bestimmt, dass junge Babys gerade dann lospinkeln, wenn man die Windel aufmacht. Das ist ein schönes Beispiel um zu zeigen, dass das Baby wirklich nicht in die Windel machen möchte, so von Natur aus.


Und Mal evolutionär gesehen… Es gäbe nur Probleme. Babys wurden in längst vergangenen Zeiten immer von ihren Eltern getragen. Würden die Babys einfach drauf los kacken, wäre ja der Träger – also meist die Mutter – beschmutzt und das würde zu Gefahren führen, weil durch diesen Geruch dann wahrscheinlich wilde Tiere angelockt würden (ich rede da jetzt von Steinzeit und co. Heutzutage wird man vor allem hierzulande nicht mehr sehr häufig von einem Raubtier überrascht).
Übrigens ist „Windelfrei“ in den meisten Teilen der Welt ganz normal. In Asien wird es weitestgehend durchgeführt. Und natürlich bei Naturvölkern. Aus oben genannten Gründen. (Laut Wikipedia leben 94% der Menschen in China Windelfrei)
Wer mehr dazu wissen will dem kann ich folgende Seiten empfehlen:
Babys ohne Windeln
Windelfrei – was steckt dahinter?  
Windelfrei – FAQs
Außerdem wird es in diesen Büchern hier ganz wundervoll behandelt:
artgerecht – Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen

Es geht auch ohne Windeln!: Der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege

Windelfrei, gestillt und getragen: Ein Ratgeber für einen natürlichen Umgang ohne Windeln und Ersatznahrung

Pipi.Kacka

 
 


Ich habe ja jetzt hier nur „unsere Art und Weise“ aufgezeigt. Bin gespannt wie lange es so gut funktioniert. Und wann ich das mit dem Pipi auch in den Griff bekomme. Aber ich stresse mich da nicht und lasse es nur so nebenbei mitlaufen. Nachteile hat es jedenfalls keine soweit ich weiß ;). Also wer sich tiefer mit der Materie befassen möchte, der sollte sich mit obigen Links oder Büchern beschäftigen :). Das ist hier jetzt keine groß wissenschaftliche Anleitung meinerseits :D. Ich selbst habe bisher auch nur auf obigen Seiten gesurft und die genannten Bücher gelesen.
Ich fasse nochmal kurz die Vorteile die es für uns hat, zusammen:

  • Stoffwindeln bleiben sauber -> weniger „eklig“ bei der Windelwäsche
  • Der Po bleibt sauber und wird nicht wund
  • Es bilden sich schwieriger Pilze oder ähnliches, wenn das „Milieu“ trocken bleibt
  • Man muss keine abgetrocknete Babykacke vom Popo kratzen
  • Man lernt sein Baby zu lesen und weiß wann es was will
  • Das Baby verliert das Gefühl für seine Ausscheidungen nicht
  • Das führt (oft – nicht immer) dazu, dass das Kind früher trocken wird
  • Das wiederum bedeutet weniger Wickelaufwand auf lange Sicht.
  • Es ist billiger. Punkt.

Also aus Erfahrungen anderer weiß ich, dass viele „Windelfrei“ Babys sehr früh angefangen haben selbstständig zuverlässig anzuzeigen, wann sie zur Toilette müssen. Das erhoffe ich mir auch dadurch. Jetzt im Baby Alter ist es natürlich etwas aufwändiger sein Baby ständig zu beobachten, als es einfach in die Windel machen zu lassen. Aber ich denke wenn man da aufmerksam ist, hat man im Endeffekt weitaus weniger Arbeit.
Ihr könnt ja Mal die Links oben anklicken und euch weiter rein lesen. Ich bin kein Profi und davon auch noch weit weit weg :D. Aber ich erwähne auch hier nochmal, dass das wirklich nichts mit Sauberkeitserziehung oder Töpfchen Training zu tun hat. Das wird leider sehr oft vermutet. Aber nein. Es ist nur auf das Bedürfnis des Babys, sich erleichtern zu wollen, einzugehen 🙂


Der Freund findet die Sache übrigens noch recht befremdlich. Babys machen halt in Windeln. Als ich von meinen ersten Erfolgen berichtete („Clara hat heute ins Waschbecken Pipi gemacht!“), bestand er auf Zufall oder Wunschdenken meinerseits. Seit er sieht, dass sie wirklich immer dankend annimmt abgehalten zu werden und wirklich Pipi &Kacka macht, und auch darauf wartet, empfindet er es aber doch schon als gute Sache. Er traut sich zwar noch nicht so richtig sie abzuhalten, will es aber demnächst Mal versuchen.
Vielleicht habe ich ja jetzt bei einigen auch Interesse geweckt sich Mal näher damit zu befassen :).
Beim nächsten Mal schreibe ich dann Mal etwas über unsere Stoffwindeln. Ich habe ja schon von einigen Lesern gehört, dass sie sich das wünschen 🙂
Küsschen – Mi & Clara 😘