Denn sie wissen nicht, was sie tun…

Äh. Was es wird. Das und einiges mehr, erzähle ich euch heute.

Wir verzichten dieses Mal darauf, das Geschlecht zu erfahren.

Warum? Es ist nicht wichtig 🤷😅.

Diese zweite Schwangerschaft läuft irgendwie um einiges entspannter ab. Es ist nicht mehr alles neu und aufregend. Man weiß ungefähr, wie es weiter geht.

Wir haben uns bewusst dazu entschieden nur die 3 Ultraschall zu machen. Leider gab es beim zweiten „großen“ Screening eine kleine Diskrepanz mit dem Gynäkologen… Aber das ist eine andere Geschichte 😅. Jedenfalls ist das „große Screening“, das mir eigentlich sehr wichtig war, sehr klein ausgefallen. Deshalb waren wir auch noch bei der Feindiagnostik.

Soweit man sagen kann – alles gesund.

Den Zuckertest habe ich guten Gewissens abgelehnt und ich werde dieses Mal auch ohne Indikation kein ctg machen lassen. (Dazu schreibe ich nochmal mehr demnächst)

Die restliche Vorsorge mache ich mit meiner Hebamme im Geburtshaus und einer neuen Ärztin.

Mal sehen wie lange Baby 2 sich Zeit lässt… Namen haben wir natürlich noch keinen. Clara war ja auch 7 Tage namenlos 😃. Das ist jetzt natürlich doppelt schwierig, so ohne Geschlecht 😅.

Allerdings ist mir dieser „Wahn“ nach dem Geschlecht eh etwas suspekt… Bei Clara hatten wir schon Hauptsächlich neutrale Sachen. Und Farben sind ja eh für alle da. Bis sie auf der Welt war, habe ich mich drauf eingestellt, dass es auch ein Junge sein könnte. Ultraschall ist heutzutage zwar ziemlich genau… Aber eben nicht restlos. So oft höre ich aus Schwangerengruppen „wir bekommen jetzt doch einen Jungen. Will jemand rosa Kleider kaufen“ und ähnliches 😅. Viel zu viel Stress 😃.

Wir haben Claras Sachen auch alle aufgehoben, weil ja klar war, dass sie Recht schnell große Schwester werden soll.

Gekauft haben wir fürs Baby übrigens auch noch nicht wirklich was. Außer ein paar Stoffwindeln in Newborn Größe. Ist ja noch Zeit.

Am Sonntag fahren wir erstmal eine Woche an die Nordsee und genießen die Luft und nochmal exklusive Zeit zu dritt… ❤️

Ich melde mich sicher aus dem Urlaub.

Küsschen, Mi😘

Frauen in Deutschland bekommen im Durchschnitt mit 26 ihr erstes Kind…

Damit ich mich auch vollkommen an den Durchschnitt halte… Habe ich heute Geburtstag.
Schwanger Geburtstag ist so… Lahm :D. Hochschwanger erst recht. Feiern ist nicht. Trinken darf man nicht. Und einem tut eh alles weh.
Zu allem Überfluss habe ich mich noch unfassbar erkältet und deshalb kaum geschlafen und mir läuft die Nase. Aber irgendwie ist jedes Jahr was. Entweder habe ich mir was gebrochen oder ich bin total erkältet. So ohne Wehwehchen darf ich offenbar keinen Geburtstag haben… :P.
Ich mache mir heute einen schönen Tag mit dem Freund. Kino und so. Da kommen wir ja bestimmt erstmal nicht mehr zu, wenn wir den Nachwuchs haben.

Wir haben heute Nacht schon mit Hello Kitty Sekt angestoßen. Ich muss allerdings leider sagen, dass ich nicht weiß, ob der Vegan ist. Aber ich wollte wenigstens das Gefühl des Sekts haben. Ganz schön süßes Zeug… 😛
Ich werde dann jetzt mal aufstehen und diverse Geburtstags Mails beantworten. 
Küsschen, Mi 😘

Geburtsvorbereitungskurs. Hilfe.

Ich hab nicht nur Angst vor Krankenhäusern. Ich habe auch Angst vor fremden Menschen.
Deshalb war der Entschluss einen Geburtsvorbereitungskurs zu machen, schon von Zweifeln begleitet.
Nach längerem hin und her überlegen haben der Freund und ich dann aber beschlossen, dass wir das zusammen machen. Aufgrund seiner Arbeitszeiten haben wir uns für einen Wochenendkurs entschieden.
Dann hat er etwas mehr Einblick. Und ich fühle mich nicht so alleine.
Dieses Wochenende war es dann so weit!
Zwei mal 6 Stunden Geburtsvorbereitung!
Nachdem wir uns Samstag viel zu früh aus dem Bett gequält haben, gabs Kaffee und Brezel ans Bett. Also von mir, für ihn :D. Dann hieß es noch ein bisschen Auto fahren, ein bisschen Bahn fahren und ein bisschen laufen.
Den Kurs haben wir in einer Hebammenpraxis gemacht. Die Hebamme war auf Anhieb ganz nett und auch die anderen Teilnehmer waren angenehm normal.
Im Grunde waren es 7 nervöse Paare, die alle ihr erstes Kind bekommen. Zufälligerweise auch alle ein Mädchen.
Natürlich gab es das obligatorische Kennenlernspiel. Es war schrecklich (Kennenlernspiele sind immer schrecklich), aber ganz ok. Ich habe doch festgestellt, dass andere genauso unsicher sind, wie wir.
Es war auch vom Alter her schon „unsere Generation“, also sind wir alterstechnisch schon mal nicht aufgefallen. Tätowierte gab es auch. Allerdings waren wir das Paar mit dem größten Größenunterschied. Aber das war es auch schon an Auffälligkeiten.
Der Samstag war recht zäh und theoretisch. Aber informativ.
Schön war, als die Hebamme an jedem Bauch jedem Papa gezeigt hat, wie er im Bauch mit dem Baby agieren kann.
Am Ende wurde noch einen Film gezeigt, in dem man sich schonungslos Geburten anschauen konnte. Naja. Ich habe die Autos im Parkhaus gegenüber gezählt, damit ich nicht losheule vor Angst :D. Ja. Man hat alles gesehen und gehört. (Es war natürlich nicht verpflichtend, mitzuschauen!)
Der Freund war allerdings nicht so begeistert von meinem „dieses Kind bleibt in diesem Bauch“, als wir dann auf dem Nachhauseweg noch etwas darüber gesprochen haben.
Gut. Also muss es wohl doch raus. Wird schon klappen.
Heute früh wurde ich dann recht unsanft von 3 Wadenkrämpfen geweckt. Zum ersten Mal in dieser Schwangerschaft. Brauche ich auch nicht nochmal. Zumal dieses leicht verkrampfte immernoch anhält. Hat mich dann heute bei Anreise und Co. etwas behindert, aber man gewöhnt sich an den Schmerz.
Im Kurs wurde es dann heute etwas praktischer. Atemübungen (kein Hecheln!), Entspannungsübungen und Geburtspositionen.
Es war schön. Und ungewohnt, so miteinander zu interagieren. Der Freund hat aber ganz wundervoll mitgemacht, war fürsorglich, liebevoll und hat mich wirklich überrascht. Er ist gut auf meine Wünsche eingegangen und hat mir auch toll gezeigt, dass er da ist und ich mich auf ihn verlassen kann.
Ich muss auch sagen, ich habe mich heute nochmal so richtig in ihn verliebt.
Auch weil er hin und wieder ein paar ultra dämliche Witze gemacht hat. Ich mag dämliche Witze.
Die Hebamme hat sich dann auch für jedes Paar Zeit genommen und besprochen, welche Geburtspositionen für einen infrage kommen  und diese dann mit uns geübt. Wir haben auch etwas gefunden, was für uns beide gut passt.
Das war nämlich eine echt große Herausforderung. Mit fast 40cm Größenunterschied, gab es nicht so viel, was für beide bequem ist.
Was es dann wirklich wird – wird im Kreißsaal entschieden.
Die Angst von gestern ist etwas gewichen. Vor allem aber, weil mir jetzt eher klar ist, dass ich nicht alleine bin und auf Unterstützung zählen kann.
Nach der Mittagspause gab es dann noch Informationen zum Stillen und fürs Wochenbett.
Alles in allem kann man sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat.
Ich habe zwar zeitweise ein paar mehr Ängste bekommen, aber vieles hat sich auch geklärt.
Die Hebamme hat wirklich in vielen Dingen mit meinen Vorstellungen und Wünschen übereingestimmt. Und uns auch immer ermutigt, während der Geburt auf unsere Wünsche zu bestehen.
Dem Freund hat sie glaube ich auch recht viele Ängste genommen, bzw. ihm ist jetzt vieles verständlicher geworden, was er einer Hebamme mehr glaubt, als seiner verrückten Freundin :D.
Aber der beste Aspekt an diesem Partnerkurs war wirklich, sich zusammen auf diese Situation einstellen zu können. Und gemeinsam dazuzulernen.
Jedenfalls bin ich jetzt total geschafft.
Ich habe auch das Gefühl, dass wir uns als Paar in den letzten 2 Tagen näher gekommen sind, bzw mehr und mehr zu Eltern geworden sind.
Ich gehe also glücklich, aber total fertig heute ins Bett.
Danke fürs Lesen
Deine Mi!

Die Kliniksuche – für Krankenhausphobiker

Ich hasse Krankenhäuser. Abgrundtief. Und damit übertreibe ich nicht. Von mir wird grundsätzlich niemand im Krankenhaus besucht und die zwei Male die ich im Krankenhaus bleiben sollte wegen Kleinigkeiten. Ich bin abgehauen.
Aber wo entbindet man, wenn man schon Schweißausbrüche bekommt, wenn man nur in die Nähe eines Krankenhauses kommt?
Meine Lösung: Geburtshaus!
Wenn du nicht weißt was das ist…. Es ist eine Art Hebammenpraxis mit Räumen zum gebären. Ohne Ärzte. Ohne Krankenhausfeeling.
Also habe ich mich auf die Suche begeben.
Bei mir im Umkreis… Essen, Wuppertal, Düsseldorf. Alle abtelefoniert, als ich in der 18. Woche war. Alle für November ausgebucht.
Eine Hausgeburt ist auch nichts für mich
Mein Umfeld war von dieser Idee ohnehin nicht begeistert und ich solle mich nicht so anstellen. Doch. Schon.
Auch oft bekam ich ein „Wenns dann soweit ist, ist es dir eh egal“.
Nein. Ist es mir nicht. Wenn ich mich nicht wohl fühle, entwickle ich ungeahnte Kräfte :D.
Dann wieder von vorne…
Das Krankenhaus in meiner Stadt hat eigentlich einen recht guten Ruf. Allerdings habe ich so viele negative Assoziationen mit diesem Krankenhaus, dass ich da einfach kein Kind bekommen möchte.
Noch dazu kommt, dass ich eine Klinik möchte, die das Stillen unterstützt und keine Schnuller zulässt. Da bin ich dann auf die „Babyfreundlich“ Zertifizierung gestoßen. (Habe es mal verlinkt, falls du mehr wissen möchtest)
Kliniken mit dieser Zertifizierung unterstützen das Stillen und das Bonding nach der Geburt. Klang also ganz gut. In Düsseldorf habe ich auch so eine Klinik gefunden. Mir ging es nur noch drum, wie ich mich beim Anblick der Kreißsäle fühle…
Beim Infoabend der Klinik waren unglaublich viele Leute. Ich hatte schon Angst dass wir, so als Tätowierte „Asis“ etwas auffallen. Aber zum Glück waren so viele Menschen da, dass das glaube ich nicht weiter auffiel.
Die Ausführungen des Oberarztes und der Hebammenleitung haben mir gefallen. Die Klinik rutschte also in die engere Auswahl.
Danach sollte noch eine Kreißsaalführung stattfinden. Allerdings habe ich ja grundsätzlich Pech. Das Pech an diesem Abend war, dass alle Kreißsäle belegt waren und man nichts anschauen konnte. Nun ja.
Ich habe mir dann noch 2 weitere Kliniken (ohne die Zertifizierung) alleine angeschaut. Die Infoabende waren immer zu Uhrzeiten, wo mein Freund noch arbeitet… Alleine bei sowas fühlt man sich besonders blöd. Aber es ging dann eben nicht anders.
Es hat mir aber nichts gefallen und ich bin wieder zu unserer ersten Auswahl zurück.
In der oben genannten Düsseldorfer Klinik habe ich mich dann letzte Woche angemeldet und konnte mir noch die Räumlichkeiten anschauen…
Es könnte schöner sein. Aber auch weitaus schlimmer. Die Bäder sind ganz schön. Und es gibt keinen orangen Kreißsaal. Ich habe eine absolute „Orange-Sperre“. Sobald ich in orangen Räumen bin, werde ich wütend. Deshalb war das wichtig :D.
Das Anmeldegespräch mit der Hebamme war … eher so naja. Sie war ganz okay. Allerdings hat sie auf manche meiner Fragen und Wünsche doch recht schnippisch reagiert…
Ich habe einen sehr detaillierten Geburtsplan mitgebracht (auf den gehe ich nochmal genauer ein). Manche Punkte haben ihr so garnicht gefallen und ich durfte mir zum Punkt „keinen Standardmäßigen Zugang legen“ ein „Sie haben so viele Knöppe im Gesicht, da wird ihnen doch so ein Zugang nichts ausmachen“ anhören…. Das fand ich recht unverschämt. Auch auf meine Frage zu den Schmerzen und den Maßnahmen der Schmerzlinderung wurde auf meine Tattoos gedeutet und  ich bekam ein „Wenn Sie das geschafft haben, dann schaffen Sie auch so ne Geburt“.
Naja. Da die Klinik sonst sehr meinen Vorstellungen entspricht, habe ich dieses Verhalten einfach so hingenommen.
Ich habe ja ohnehin keine andere mehr in der engeren Auswahl gehabt :D.
Jetzt haben wir hier einen riesen Ordner mit Unterlagen und einen Geburtsplan den wir noch überarbeiten sollen… das sollte dann in den nächsten Wochen geschehen.
Und wenn die mich in der Klinik nicht machen lassen, was ich will, habe ich schon angekündigt mich kommentarlos ins Bad einzuschließen, bis das Baby da ist.
Ich hoffe dazu muss es nicht kommen.
Wenn die Geburt dann durch ist, erzähle ich auch noch, wie es denn dann wirklich gelaufen ist!
In diesem Sinne, Danke fürs Lesen.
Deine Mi