Rückbildungskurs …

Oder auch „der erste Abend ohne Clara“
Um 18.30 kam der Papa von der Arbeit. Um 19.30 geht der Rückbildungskurs los. 7 Abende. Jeweils 1,5 Stunden. Ohne Baby. 
Seit Wochen hatte ich Angst vor dem Tag. Die erste Stunde musste ich leider ausfallen lassen, weil ich mit 40°C Fieber flach lag. Insgeheim war ich froh, mein Baby doch noch nicht alleine lassen zu müssen. 
Also ging es letzten Montag dann zum ersten Mal zur Rückbildungsgymnastik bei meiner Hebamme. Beckenbodentraining.
Ziel des Abends war es, alle Teile des Beckenbodens einzeln anzuspannen. Also Scheide, Damm, Bauch und Po. Ich wusste bisher nicht, dass man den Damm einzeln anspannen kann… :D. Also standen ca 20 Frauen im Kreis und haben sich aufs anspannen der Muskeln konzentriert. 
Die Hebamme erzählte dann von einem Fall wo bei einer ihrer Frauen die Gebärmutter raus gefallen ist. Apfelsinengroß. Ich hab erstmal Gänsehaut bekommen und habe innerlich aufgeschrien. Ist wohl auch nicht schlimm und kommt schon Mal vor. Lässt sich aber mit Beckenbodentraining verhindern bzw auch wieder beheben. 
Das hat uns alle genug geschockt um gewissenhaft mitzumachen… 🙂 .
Soviel zum Training. Da war ja noch was… Das Baby ist mit Papa alleine zuhause…. Ich hatte mein Handy den ganzen Kurs über im Blick. „Wenn was ist sag Bescheid, ich komm sofort!“. 5 Minuten vor Ende kam dann eine Nachricht mit „sie wird langsam unruhig“. Als dann Ende war bin ich im Turbogang zum Auto und auf direktem Weg nach Hause. Man habe ich dieses Baby vermisst. 
Zuhause wurde dann gleich wieder gestillt. Ich kann ja leider nicht Abpumpen. Alles versucht, aber es kommt einfach nichts raus. Also muss wirklich ich verfügbar sein, damit das Baby „gefüttert“ werden kann. 
Aber es ging alles ganz gut. Der Papa kümmert sich super um seine Prinzessin. Er trägt sie dann wenn sie unruhig wird und hofft auf dem Gymnastikball. Das ist sozusagen sein Stillen und bringt Clara zum Schlafen :). Mir ist auch wichtig, dass die beiden alleine gut klar kommen und sie auch bei ihm einschlafen und sich beruhigen kann. 
Heute Abend geht es wieder zum Kurs. Es steht wieder Beckenbodentraining an. Ich hoffe diesmal ohne Gruselgeschichten ?. Ich halte euch Mal auf dem laufenden, was noch so gemacht wird, ob der Kurs sich lohnt usw. Rückbildungsgymnastik wird übrigens von der Krankenkasse übernommen. Also würde ich jedem empfehlen einen Kurs mit zu machen. Schaden wird es nicht 😉
Küsschen – Mi & Clara 

Ambulante Geburt – Warum ich es immer wieder machen würde

Ich habe jetzt in diversen Gruppen schon öfter gesehen, dass gefragt wurde warum man ambulant entbunden hat. Deshalb wollte ich Mal kurz (oder etwas länger 😀 ) zusammenfassen, warum ich mich dafür entschieden habe.
Am Liebsten hätte ich ja im Geburtshaus mein Baby bekommen. Aber die 16. Woche war leider schon zu spät um mich dafür anzumelden. Deshalb habe ich dann ja nach einer schönen Klinik gesucht. Es war zwar von Anfang an klar, dass ich ambulant entbinden will. Aber da ja immer mal wieder was dazwischen kommen kann, musste die Klinik wenigstens so sein, dass ich im Zweifel da geblieben wäre… (Über die Suche nach der richtigen Klinik hatte ich schon geschrieben. Hier nachzulesen: Klick)
Wenn man ambulant entbinden möchte, sollte man allerdings eine Nachsorge Hebamme haben. Jede Frau in Deutschland hat das Recht darauf. Das wissen leider viele nicht. Die ersten 10 Tage nach der Geburt hat man das Recht auf tägliche Hausbesuche. 
Aber auch die Suche nach einer Hebamme gestaltet sich heutzutage schwierig… Ich habe zum Glück noch eine gefunden. Also falls ihr mit dem Gedanken spielt… Sucht früh nach einer Hebamme 🙂
So eine Geburt ist anstrengend. Ohne Zweifel. Und danach muss man sich ausruhen. Mindestens ein paar Tage, besser ein paar Wochen. Und wo kann man sich in der Regel am besten entspannen? Genau… Im eigenen Bett! 
Es gibt einen Satz den ich jetzt schon mehrfach gelesen habe „das Leben sollte weder im Krankenhaus anfangen, noch aufhören“. Clara kam zwar im Krankenhaus zur Welt, aber ihre ersten Tage hat sie in ihrem Zuhause verbringen können :). Mit ihren Eltern. Wo wir auch schon beim nächsten Punkt wären…
Der Papa! Clara ist jetzt 10 Wochen alt und war noch keine Nacht von ihrem Papa getrennt. Er war von Anfang an dabei. Auch nachts. Wenn ich daran denke dass ich mit ihr im Krankenhaus geblieben wäre und der Papa da nicht hätte schlafen können… Kommen mir die Tränen. Die ersten Nächte das erste eigene Baby – und man wird nach Hause geschickt… 🙁
Viele Krankenhäuser bieten zwar Familienzimmer an.. aber nur wenn die verfügbar sind. Man hat kein Anrecht drauf und kann es auch nicht vorher reservieren. Mal ganz abgesehen davon, dass das ganze nicht billig ist. Zuhause habe ich das Familienzimmer gratis :). 
Die Vorteile des Krankenhauses sind die immer verfügbaren Hebammen, wenn Fragen aufkommen. Das gibt vielen Frauen wahrscheinlich mehr Sicherheit und sie entscheiden sich deshalb dafür im Krankenhaus zu bleiben. Und noch dazu wird man bekocht. Sonst fallen mir leider echt keine Vorteile ein….
Außerdem wird mir bei dem Gedanken dass ich mit meinem Neugeborenem Baby, mit quasi noch nicht vorhandenem Immunsystem im gleichen Haus bin, wie sehr kranke, womöglich ansteckenden Leuten, ein wenig mulmig…
Zu allerletzt war mir natürlich wichtig wieder nach Hause zu kommen, damit mein erstes Baby – die Lola – nicht zu lange alleine bleibt. Natürlich hätte ich wen gehabt der sie im Notfall betreut, aber sie nimmt es mir doch immer übel wenn wir länger getrennt sind :D. 
Das alles gilt natürlich nur, wenn Mutter und Kind wohlauf sind. Sollte man Komplikationen befürchten, bei einem von beiden, sollte man da vielleicht doch zwei Mal überlegen, wie sinnvoll es ist nach Hause zu gehen nach der Geburt. 
Für uns 4 war es letztendlich die beste Entscheidung. Die Mama konnte in ihr Bett. Der Papa musste sich nicht von seinem Baby trennen. Der Hund bekommt keine Angst weil Herrchen und Frauchen nicht nach Hause kommen…. Und das Baby kann gemütlich fernab von Kranken ankommen :).
Es gibt Studien, dass Babys die nach der Geburt im Krankenhaus bleiben mehr abnehmen und großem Stress ausgesetzt sind, als bei Hausgeburten oder ambulanter Geburt. Das ist noch ein wichtiger Punkt den man sich durch den Kopf gehen lassen sollte :).
Ich wünsche euch jetzt noch einen schönen Start in die Woche! Ein Bild habe ich diesmal nicht. Hatte irgendwie nichts passendes gefunden… 😀
Küsschen, Mi & Clara

Flacher Bauch über Nacht

Oder auch: „Ein paar Stunden später war sie da…“
Achtung… Lang :p.
Der Freund ist wieder arbeiten. Das Baby schläft gerade auf meinem Bauch. Ich hab wieder Zeit zu schreiben ;).

Wir sind also Freitag Abend wieder nach Hause gefahren… Ich war ziemlich niedergeschlagen aufgrund der Ärztin (ich berichtete). Der Freund war bemüht mich wieder aufzumuntern.
Zuhause bin ich dann erstmal in die Badewanne, hab noch Himbeerblättertee getrunken und mich erstmal entspannt. In der Badewanne hatte ich dann ein ernstes Gespräch mit meinem Bauch. Ich hab ihr gesagt, dass sie wenn es nach mir ginge, sich noch Zeit lassen könnte, aber dieser Druck von außen langsam zu viel wird und sie bitte von alleine kommen solle.
Nach der Badewanne haben wir dann noch Merida und Aristocats geschaut. Ich brauchte ein paar Disney Filme zum runter kommen… :P. Und wenn ich gerade so drüber nachdenke, habe ich keine Ahnung was ich an meinem letzten Abend ohne Baby gegessen habe… :D. Vielleicht komme ich irgendwann nochmal drauf… :D.
Wir haben auch noch ein bisschen gesprochen und ich hab dem Freund gesagt, dass ich das mit meinem Bauch geklärt habe und das Baby diese Nacht kommt, damit wir uns nicht weiter stressen lassen. Er hat natürlich nicht damit gerechnet, dass das stimmt…. :p
Gegen 2 Uhr bin ich dann jedenfalls erstmal alleine ins Bett. Ich wollte noch ein paar Stunden schlafen und war bereit dann davon wach zu werden, dass es los geht.
Als ich gerade am einschlafen war, so um halb 3, bekam ich plötzlich Unterleibschmerzen und zitterte dazu am ganzen Körper. Huch. Das war dann wohl dieser „echte Wehen erkennst du wenn du sie hast“ Moment. Und es ging los. So alle 5-10 Minuten gab es unerträglichen Schmerz und Druck nach unten. Ich bin bei jeder Wehe zur Toilette gerannt, weil einfach alles gedrückt hat. Der Freund hat mir dann eine Wärmflasche gemacht und wir dachten, es dauert noch.
Als es dann immer schlimmer wurde, hat er in der Klinik angerufen. Die haben ihm gesagt, wir sollten langsam machen… Das könnte noch dauern. Da ich dann aber irgendwie durchgehend Schmerzen hatte, wollte ich direkt los fahren. Ich lag schon andauernd auf dem Boden vor Schmerz und war mir fast sicher, dass wir es nicht rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen.
Also hat der Freund mir schnell beim Anziehen geholfen… Mir ein T-Shirt von sich gegeben. Und wir sind los. Da war es dann 4:45Uhr. Hinterher hat er mir gesagt er hätte das Gefühl gehabt, wir hätten sämtliche Menschen die auf dem Weg wohnen geweckt, weil ich so geschrien hab im Auto… Der Gurt Tat mir weh am Bauch. Ich wollte nur noch irgendwelche Schmerzmittel.
Um halb 6 waren wir dann in der Klinik. Vom Eingang zum Kreißsaal habe ich mich mehrfach auf den Boden geworfen, weils so besser zu ertragen war. Unter anderem im Aufzug…. Gut dass um diese Zeit im Krankenhaus wenig Betrieb ist. Ich muss ganz schön albern ausgesehen haben.
Bei meiner Ankunft im Kreißsaal gings erstmal in nen Wehenraum und da habe ich erstmal nach Schmerzmitteln gebettelt… Und Paracetamol bekommen… Hat natürlich nix gebracht. Untersuchung durch die Hebamme ergab „Muttermund ist bei 8cm – 10 brauchen wir, aber wir können schon mal in einen Kreißsaal“. Gut. Ich dachte eh schon dass ich sterbe.
Und dann… Ging alles ganz schnell. Der Freund war die ganze Zeit an meiner Seite und hat versucht mich zu beruhigen und hat mir immer wieder beim atmen „geholfen“. Jede Pause zwischen den Wehen war so kurz, dass ich nicht wirklich entspannen konnte… Die Hebamme Tat mir Leid. Hab ihr die ganze Zeit widersprochen und alle angebrüllt. Der Freund hat mir hinterher erzählt, dass ich gesagt hab, dass das Baby gefälligst drin zu bleiben hat und ich nach ner Vollnarkose gefragt habe.
Es waren echt schlimme Schmerzen. Die Fruchtblase war die ganze Zeit über intakt und ist erst zum spät möglichsten Zeitpunkt auf gegangen…. Es war plötzlich alles warm und nass. Laut Hebamme war das super, weil so mehr Druck da war, um alles weiter zu öffnen. Macht überhaupt keinen Spaß. Aber dann ging alles schnell. Knapp eine Stunde später, um 7.36 Uhr, war nämlich das schönste Baby aller Zeiten da und lag auf meiner Brust… Wir hatten dann erstmal Zeit für uns. Die Kleine auf mir und der Babypapa daneben.
Da sämtliche Kreißsäle voll waren und zu der Zeit 5 Frauen ihr Baby bekommen haben, war der Arzt so beschäftigt, dass wir unsere Ruhe hatten.
Wenn ich an diesen Moment denke, wo das Baby in meine Arme kam, muss ich immer wieder weinen. Es war so schön das Baby was man so lange im Bauch hatte endlich zu sehen. Und sie war so hübsch. Ist sie natürlich immernoch :D. Ich gehöre nämlich zu den Leuten die Babys in der Regel echt hässlich finden :p. Aber sie war so hübsch.
Während der Geburt habe ich allerdings keine Träne verdrückt. Im Gegensatz zum Freund. Ich war irgendwie zu sehr mit den Schmerzen beschäftigt und konnte gar nicht richtig gerührt sein.
Als der Arzt dann Zeit hatte, wurde bei mir schnell alles nachgeschaut. Gab nichts zu bemängeln. Baby lag währenddessen auf meiner Brust.
Dann wurde sie aber mal gewogen und gemessen. 3810g und 51cm. Die Schätzung vom Ultraschall war also ziemlich genau. Die lag nämlich bei 3820g :D.
Ein paar Stunden mussten wir noch bleiben. Baby hatte noch kurz die U1 beim Kinderarzt. Auf Neugeborenenscreening und Hörtest haben wir erstmal verzichtet.
Damit wir gehen durften, musste Ich fit sein. Also kam das Baby auf Papas Brust und ich bin mit Hebamme ins Bad zum kurz abduschen.
Unsere Kliniktasche war überflüssig voll. Es war ja so gepackt, dass wir im Notfall versorgt sind, falls wir bleiben. Und dass es länger dauern würde, waren wir fast sicher.
Gegen 14 Uhr konnten wir dann endlich nach Hause fahren. Der Freund hat die Kleine angezogen. Wir haben mit ihrer Decke einen Baby burrito gerollt und ab zum Auto.
Während der Fahrt hat sie in ihrer Babyschale tief und fest geschlafen.
Als wir zuhause waren, war sogar noch die Wärmflasche warm, die der Freund mir bei den ersten Wehen gemacht hatte..  :D.
Beim nächsten Mal geht’s dann um die ersten Tage mit Baby 😉
Küsschen. Mi ?
Nachtrag:
Ganz vergessen! Der Arzt, der für mich zuständig war, war auch am Nachmittag vorher schon da und hatte uns gesehen. Er sagte mir dann nach der Geburt dass er es super fand, dass wir ohne Einleitung wieder nach Hause gegangen sind und ich auf mein Gefühl gehört habe und nicht auf seine Kollegin ;). 

Klinikbesuch Termin +10

Rückblick: Mein Gynäkologe wollte ja gerne, dass ich bei +7 ins Krankenhaus gehe und einleiten lasse. Aber der Freund und ich hatten ja beschlossen, nicht einleiten zu lassen, solange alles gut ist. Bis +14 wollte ich gehen ohne eingreifen zu lassen. Es wurden so viele Kinder „so spät“ geboren. Natürlich alles unter der Voraussetzung, dass die Kleine gesund und munter im Bauch ist. 
Also waren wir letzte Woche Freitag bei +10 zur Untersuchung in der Klinik. Erst ctg. War wie immer alles wunderbar. Dann hieß es Ultraschall. Wir sollten ein paar Minuten warten. Aus den paar Minuten wurden ein paar Stunden. Wir waren genervt. Ich war kurz davor zu gehen. Aber ich wollte ja auch wissen, wie es der kleinen Maus geht. 
Und dann gerieten wir an die schrecklichste Ärztin aller Zeiten. Wirklich. Bevor sie überhaupt geschaut hat, wie es dem Baby geht, wollte sie erstmal meinen Geburtsplan auseinander nehmen. 80% meiner Wünsche für die Geburt hat sie abgelehnt und vom Horror Szenarien berichtet. Ich nehme mal zum Beispiel, dass in meinem Geburtsplan steht, dass ich nicht möchte, dass an der Nabelschnur gezogen wird, damit die Plazenta geboren wird. Besagte Ärztin erzählte mir erstmal, dass man, wenn die Plazenta nicht innerhalb der ersten halben Stunde raus gezogen würde, man 2-3l in die Gebärmutter blutet und umkippt und das meistens in einer Not OP endet. ….So ein Quatsch! Wirklich. Das mag vielleicht stimmen, wenn die Plazenta sich ewig nicht löst. Aber nicht, innerhalb einer halben Stunde. Dann würden wahrscheinlich 80% aller Geburten so enden. 
Und in dem Ton ging es weiter. Fast jeder Wunsch wurde totgequatscht. Ich hab weitestgehend abgeschaltet, weil die mir eh nur Angst machen wollte und wirklich sinnvoll war ihre Ablehnung bei keinem meiner Punkte. Dann erzählte sie noch stolz, dass sie auch schon Frauen mit Wehen wieder nach Hause geschickt hat, weil diese besondere Wünsche hatten, die sie nicht erfüllen wollen würde. „Da bin ich knallhart. Wenn ich der Meinung bin das so nicht durchführen zu können, müssen die zusehen wo sie ihr Kind bekommen. Einmal hat eine Frau dann auf dem Parkplatz ihr Kind bekommen“. 
Dann ging es ans Thema Einleitung. Ist ja +10. Da leitet die Klinik ein. War mir ja schon klar. Auch, dass ich mir eine Aufklärung anhören muss, dass ich gegen ärztlichen Rat wieder gehe. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen Aufklärung und Panikmache. Und das hat sie getan. Mit jedem Satz hat sie erwähnt dass ich mir das nicht verzeihen würde, wenn was passiert. Sie wies ununterbrochen darauf hin, wie unverantwortlich das wäre usw. Ja. Alles ohne überhaupt nach dem Baby geschaut zu haben. Und selbst wenn es dem Baby gut gehen würde, bei Überschreitung von +10 würden ja reihenweise Babys einfach so im Bauch versterben. Auch, wenn bei den Untersuchungen alles gut war….. 
Dann kamen wir endlich zur Untersuchung. Und – Überraschung – Baby ging es wunderbar. Es war noch mehr als genug Fruchtwasser da. Die Plazenta hat anständig gearbeitet. Und Herzschlag und co waren ja sowieso schon gut. Also war für mich klar. Wir fahren wieder nach Hause. 
Ich habe ihr das dann unterschrieben, dass ich über Risiken aufgeklärt wurde. Dann habe ich noch einen Befund mitbekommen. Sie sagte schon „Falls sie jetzt lieber woanders entbinden wollen“. War ihr offenbar klar, dass sie gut Panik verbreitet. Im Befund steht auch noch „Patientin aufgeklärt, dass ihr Geburtsplan nicht umgesetzt werden kann“. Nuja. 
Wir sind dann raus und ich bin erstmal in Tränen ausgebrochen. Ich bin mir zwar sehr sicher. Aber dieses einreden geht auch an mir nicht vorbei… Der Freund war zum Glück verständnisvoll und war meiner Meinung. Solange es der Kleinen noch super geht – keine unnötigen Eingriffe. Und Sonntags hätten wir wieder zur Untersuchung gemusst und neu entscheiden können. 
Dazu kam es dann ja nicht mehr :).
Wie es dann Freitag Abend weiter ging, gibts im nächsten Beitrag
Küsschen, Mi?.

Geburtsvorbereitungskurs. Hilfe.

Ich hab nicht nur Angst vor Krankenhäusern. Ich habe auch Angst vor fremden Menschen.
Deshalb war der Entschluss einen Geburtsvorbereitungskurs zu machen, schon von Zweifeln begleitet.
Nach längerem hin und her überlegen haben der Freund und ich dann aber beschlossen, dass wir das zusammen machen. Aufgrund seiner Arbeitszeiten haben wir uns für einen Wochenendkurs entschieden.
Dann hat er etwas mehr Einblick. Und ich fühle mich nicht so alleine.
Dieses Wochenende war es dann so weit!
Zwei mal 6 Stunden Geburtsvorbereitung!
Nachdem wir uns Samstag viel zu früh aus dem Bett gequält haben, gabs Kaffee und Brezel ans Bett. Also von mir, für ihn :D. Dann hieß es noch ein bisschen Auto fahren, ein bisschen Bahn fahren und ein bisschen laufen.
Den Kurs haben wir in einer Hebammenpraxis gemacht. Die Hebamme war auf Anhieb ganz nett und auch die anderen Teilnehmer waren angenehm normal.
Im Grunde waren es 7 nervöse Paare, die alle ihr erstes Kind bekommen. Zufälligerweise auch alle ein Mädchen.
Natürlich gab es das obligatorische Kennenlernspiel. Es war schrecklich (Kennenlernspiele sind immer schrecklich), aber ganz ok. Ich habe doch festgestellt, dass andere genauso unsicher sind, wie wir.
Es war auch vom Alter her schon „unsere Generation“, also sind wir alterstechnisch schon mal nicht aufgefallen. Tätowierte gab es auch. Allerdings waren wir das Paar mit dem größten Größenunterschied. Aber das war es auch schon an Auffälligkeiten.
Der Samstag war recht zäh und theoretisch. Aber informativ.
Schön war, als die Hebamme an jedem Bauch jedem Papa gezeigt hat, wie er im Bauch mit dem Baby agieren kann.
Am Ende wurde noch einen Film gezeigt, in dem man sich schonungslos Geburten anschauen konnte. Naja. Ich habe die Autos im Parkhaus gegenüber gezählt, damit ich nicht losheule vor Angst :D. Ja. Man hat alles gesehen und gehört. (Es war natürlich nicht verpflichtend, mitzuschauen!)
Der Freund war allerdings nicht so begeistert von meinem „dieses Kind bleibt in diesem Bauch“, als wir dann auf dem Nachhauseweg noch etwas darüber gesprochen haben.
Gut. Also muss es wohl doch raus. Wird schon klappen.
Heute früh wurde ich dann recht unsanft von 3 Wadenkrämpfen geweckt. Zum ersten Mal in dieser Schwangerschaft. Brauche ich auch nicht nochmal. Zumal dieses leicht verkrampfte immernoch anhält. Hat mich dann heute bei Anreise und Co. etwas behindert, aber man gewöhnt sich an den Schmerz.
Im Kurs wurde es dann heute etwas praktischer. Atemübungen (kein Hecheln!), Entspannungsübungen und Geburtspositionen.
Es war schön. Und ungewohnt, so miteinander zu interagieren. Der Freund hat aber ganz wundervoll mitgemacht, war fürsorglich, liebevoll und hat mich wirklich überrascht. Er ist gut auf meine Wünsche eingegangen und hat mir auch toll gezeigt, dass er da ist und ich mich auf ihn verlassen kann.
Ich muss auch sagen, ich habe mich heute nochmal so richtig in ihn verliebt.
Auch weil er hin und wieder ein paar ultra dämliche Witze gemacht hat. Ich mag dämliche Witze.
Die Hebamme hat sich dann auch für jedes Paar Zeit genommen und besprochen, welche Geburtspositionen für einen infrage kommen  und diese dann mit uns geübt. Wir haben auch etwas gefunden, was für uns beide gut passt.
Das war nämlich eine echt große Herausforderung. Mit fast 40cm Größenunterschied, gab es nicht so viel, was für beide bequem ist.
Was es dann wirklich wird – wird im Kreißsaal entschieden.
Die Angst von gestern ist etwas gewichen. Vor allem aber, weil mir jetzt eher klar ist, dass ich nicht alleine bin und auf Unterstützung zählen kann.
Nach der Mittagspause gab es dann noch Informationen zum Stillen und fürs Wochenbett.
Alles in allem kann man sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat.
Ich habe zwar zeitweise ein paar mehr Ängste bekommen, aber vieles hat sich auch geklärt.
Die Hebamme hat wirklich in vielen Dingen mit meinen Vorstellungen und Wünschen übereingestimmt. Und uns auch immer ermutigt, während der Geburt auf unsere Wünsche zu bestehen.
Dem Freund hat sie glaube ich auch recht viele Ängste genommen, bzw. ihm ist jetzt vieles verständlicher geworden, was er einer Hebamme mehr glaubt, als seiner verrückten Freundin :D.
Aber der beste Aspekt an diesem Partnerkurs war wirklich, sich zusammen auf diese Situation einstellen zu können. Und gemeinsam dazuzulernen.
Jedenfalls bin ich jetzt total geschafft.
Ich habe auch das Gefühl, dass wir uns als Paar in den letzten 2 Tagen näher gekommen sind, bzw mehr und mehr zu Eltern geworden sind.
Ich gehe also glücklich, aber total fertig heute ins Bett.
Danke fürs Lesen
Deine Mi!

Die Kliniksuche – für Krankenhausphobiker

Ich hasse Krankenhäuser. Abgrundtief. Und damit übertreibe ich nicht. Von mir wird grundsätzlich niemand im Krankenhaus besucht und die zwei Male die ich im Krankenhaus bleiben sollte wegen Kleinigkeiten. Ich bin abgehauen.
Aber wo entbindet man, wenn man schon Schweißausbrüche bekommt, wenn man nur in die Nähe eines Krankenhauses kommt?
Meine Lösung: Geburtshaus!
Wenn du nicht weißt was das ist…. Es ist eine Art Hebammenpraxis mit Räumen zum gebären. Ohne Ärzte. Ohne Krankenhausfeeling.
Also habe ich mich auf die Suche begeben.
Bei mir im Umkreis… Essen, Wuppertal, Düsseldorf. Alle abtelefoniert, als ich in der 18. Woche war. Alle für November ausgebucht.
Eine Hausgeburt ist auch nichts für mich
Mein Umfeld war von dieser Idee ohnehin nicht begeistert und ich solle mich nicht so anstellen. Doch. Schon.
Auch oft bekam ich ein „Wenns dann soweit ist, ist es dir eh egal“.
Nein. Ist es mir nicht. Wenn ich mich nicht wohl fühle, entwickle ich ungeahnte Kräfte :D.
Dann wieder von vorne…
Das Krankenhaus in meiner Stadt hat eigentlich einen recht guten Ruf. Allerdings habe ich so viele negative Assoziationen mit diesem Krankenhaus, dass ich da einfach kein Kind bekommen möchte.
Noch dazu kommt, dass ich eine Klinik möchte, die das Stillen unterstützt und keine Schnuller zulässt. Da bin ich dann auf die „Babyfreundlich“ Zertifizierung gestoßen. (Habe es mal verlinkt, falls du mehr wissen möchtest)
Kliniken mit dieser Zertifizierung unterstützen das Stillen und das Bonding nach der Geburt. Klang also ganz gut. In Düsseldorf habe ich auch so eine Klinik gefunden. Mir ging es nur noch drum, wie ich mich beim Anblick der Kreißsäle fühle…
Beim Infoabend der Klinik waren unglaublich viele Leute. Ich hatte schon Angst dass wir, so als Tätowierte „Asis“ etwas auffallen. Aber zum Glück waren so viele Menschen da, dass das glaube ich nicht weiter auffiel.
Die Ausführungen des Oberarztes und der Hebammenleitung haben mir gefallen. Die Klinik rutschte also in die engere Auswahl.
Danach sollte noch eine Kreißsaalführung stattfinden. Allerdings habe ich ja grundsätzlich Pech. Das Pech an diesem Abend war, dass alle Kreißsäle belegt waren und man nichts anschauen konnte. Nun ja.
Ich habe mir dann noch 2 weitere Kliniken (ohne die Zertifizierung) alleine angeschaut. Die Infoabende waren immer zu Uhrzeiten, wo mein Freund noch arbeitet… Alleine bei sowas fühlt man sich besonders blöd. Aber es ging dann eben nicht anders.
Es hat mir aber nichts gefallen und ich bin wieder zu unserer ersten Auswahl zurück.
In der oben genannten Düsseldorfer Klinik habe ich mich dann letzte Woche angemeldet und konnte mir noch die Räumlichkeiten anschauen…
Es könnte schöner sein. Aber auch weitaus schlimmer. Die Bäder sind ganz schön. Und es gibt keinen orangen Kreißsaal. Ich habe eine absolute „Orange-Sperre“. Sobald ich in orangen Räumen bin, werde ich wütend. Deshalb war das wichtig :D.
Das Anmeldegespräch mit der Hebamme war … eher so naja. Sie war ganz okay. Allerdings hat sie auf manche meiner Fragen und Wünsche doch recht schnippisch reagiert…
Ich habe einen sehr detaillierten Geburtsplan mitgebracht (auf den gehe ich nochmal genauer ein). Manche Punkte haben ihr so garnicht gefallen und ich durfte mir zum Punkt „keinen Standardmäßigen Zugang legen“ ein „Sie haben so viele Knöppe im Gesicht, da wird ihnen doch so ein Zugang nichts ausmachen“ anhören…. Das fand ich recht unverschämt. Auch auf meine Frage zu den Schmerzen und den Maßnahmen der Schmerzlinderung wurde auf meine Tattoos gedeutet und  ich bekam ein „Wenn Sie das geschafft haben, dann schaffen Sie auch so ne Geburt“.
Naja. Da die Klinik sonst sehr meinen Vorstellungen entspricht, habe ich dieses Verhalten einfach so hingenommen.
Ich habe ja ohnehin keine andere mehr in der engeren Auswahl gehabt :D.
Jetzt haben wir hier einen riesen Ordner mit Unterlagen und einen Geburtsplan den wir noch überarbeiten sollen… das sollte dann in den nächsten Wochen geschehen.
Und wenn die mich in der Klinik nicht machen lassen, was ich will, habe ich schon angekündigt mich kommentarlos ins Bad einzuschließen, bis das Baby da ist.
Ich hoffe dazu muss es nicht kommen.
Wenn die Geburt dann durch ist, erzähle ich auch noch, wie es denn dann wirklich gelaufen ist!
In diesem Sinne, Danke fürs Lesen.
Deine Mi