9 Monate. Wow.

Das Baby schläft gerade, ich hab kurz Zeit für ein Update!
Clara ist heute 9 Monate alt. Wahnsinn oder? War das nicht erst gestern, als ich schwanger war? Ich weiß, ich wiederhole mich ?.
Alle sagen einem immer „genieß die Zeit, sie geht so schnell vorbei“ und man denkt sich… Ja ja. Übertreibt doch alle nicht so.
Und jetzt bin ich selber so eine die sagt „genießt die Zeit, sie geht so schnell vorbei‘ ?.
Aber zu Clara… Die kleine, große Maus ist also 9 Monate alt. Fast länger auf der Welt, als im Bauch (aber nur fast ?).
Wir sind mittlerweile bei 7 voll sichtbaren Zähnen und ich fürchte es gibt noch ein paar mehr, die nicht mehr lange brauchen bevor sie sich zeigen

Das Abhalten funktioniert seit einiger Zeit nicht mehr. Deshalb hat Clara jetzt ein Töpfchen. Sie hat überraschend schnell verstanden wofür das ist ?. Zum Töpfchen und unseren neuen Stoffies, gibt’s noch einen extra Beitrag. 
Clara krabbelt mit High Speed durch die Wohnung. Und seit 3 Tagen lässt sie los, wenn sie steht. Bisher halte ich panisch meine Arme hin, weil ich im ersten Moment dachte sie fällt einfach um. Aber nein. Sie steht einfach schon frei ?.
Wir tragen weniger. Das macht mich etwas wehmütig. Sie möchte lieber „alleine“ auf Entdeckungsreise gehen. 
Jetzt kommen auch langsam alle auf mich zu und fragen, wann ich denn endlich abstille. Und wann ich wieder zur Uni gehe. 
Ich hab das nächste Urlaubssemester beantragt und wir Stillen immer noch alle paar Stunden und in letzter Zeit auch nachts wieder viel mehr. Also… Erstmal werde ich daran nichts ändern. Es wird so lange gestillt, wie es notwendig ist.
Körperlich entwickelt sie sich prächtig. Größe, Gewicht, etc. Alles im oberen Bereich. Und das trotz der gefährlichen, veganen Ernährung.
Ich glaube Clara wird wach… Ich geh dann Mal wach schmusen ?.
Morgen gibt’s den ersten Wochenplan!
Küsschen
Mi ?

Der kleine Milchvampir

Ich stille. Dass es so anstrengend ist, hätte ich nie gedacht. Sowohl körperlich als auch psychisch. 
Die ersten Tage waren die Hölle. Wirklich. Der Milcheinschuss kam erst nach 3 Tagen, was mich anfangs zunehmend verunsicherte. Da ich ja ambulant entbunden habe, kam natürlich jeden Tag meine Hebamme und hat mir gut zugeredet. 
Auch ohne viel Milch, kommt schon die Vormilch. Sehr Kalorienreich und ausreichend fürs Baby. Der Magen von Neugeborenen ist eh sehr sehr winzig und wird in den ersten Tagen dann erst größer. Also muss man auch ohne Milch immer und immer wieder anlegen. 
Und es tut weh. Höllisch weh. Die ersten 2 Wochen hatte ich blutige Brustwarzen. Millimeter tiefe Risse, etc. Es war echt kein Spaß. 
Da man anfangs, um die Milchbildung anzuregen, alle 2 Stunden (nachts alle 3) anlegen soll, hatte ich mir einen Wecker gestellt. Und jedes Mal wenn der Wecker los ging, hab ich echt losgeheult. Weil ich wusste, dass es gleich wieder so weh tut. 
Diese schlimme Phase ist jetzt zum Glück vorbei. Aber wirklich toll, finde ich das Stillen immer noch nicht. 
Überall liest man davon, dass Frauen beim stillen total glücklich sind und sie darin total aufgehen und Erfüllung sehen. Bei mir ist das nicht so. Immer dieses Bild der selig lächelnden stillenden Mutter. Ich finde es nicht wirklich angenehm. Entweder ziept es. Oder es kribbelt unangenehm. Es macht einfach keinen Spaß. Ich freue mich, dass es meinem Baby gut geht dabei. Und ich habe Körperkontakt zum Baby, was mich auch glücklich macht. Aber das war es dann auch schon an Glücksgefühl.
Es gibt Tage, da möchte Clara stundenlang immer wieder an die Brust. Und ja. Es setzt mir zu. 
Aber ich liebe dieses Baby. Und Stillen ist für mich die einzig akzeptable Version, es zu ernähren. Sie nimmt gut zu. Also funktioniert alles gut. Erst das Baby. Dann ich. Und solange das Baby körperlich auf Muttermilch angewiesen ist, stecke ich eben zurück was das angeht.
Ich weiß nicht, wie lange ich Stillen will. Auf jeden Fall das erste Lebensjahr komplett. Weil in der Zeit Milch eben notwendig ist und im Fall des Abstillens auch durch Pulvermilch ersetzt werden müsste. Das würde ich nicht freiwillig.
Abpumpen funktioniert bei mir leider nicht. Es gibt Frauen bzw. Brüste, da kommt einfach nichts, wenn das Baby nicht dran ist. Blöd. Abpumpen wäre wirklich für manche Situationen eine gute Alternative gewesen.
Da Clara ja so gut schläft, holt sie sich tagsüber die ganze Milch, die sie braucht. Da kann es dann schon mal sein dass ich nur 30 Minuten Pause habe zwischen den Mahlzeiten. Aber das ist schon okay. Dafür kann ich nachts schlafen :D.
Und um ehrlich zu sein… Es ist doch so viel praktischer!
 Nachts zieh ich nur das Baby ran und schlafe dabei weiter. Ich bin ein eher fauler Mensch. In die Küche zu gehen (aufzustehen! Mitten in der Nacht!) und ein Fläschchen vorzubereiten, auf Temperatur bringen etc.  Meine Brüste habe ich unterwegs immer dabei (Überraschung! :D). Die Milch kommt schon perfekt temperiert da raus. Gar nicht auszudenken mit wie viel Gepäck ich unterwegs wäre, wenn ich Fläschchen geben würde. Milchpulver, Flaschenwärmer usw. Dazu kommt dann noch, dass Muttermilch absolut gratis ist. Ist also doch nicht so teuer wie alle behaupten, so ein Baby. Für ihre Ernährung geben wir jedenfalls keinen Cent aus :D.
Die ganzen gesundheitlichen Vorteile von Muttermilch spare ich mir an dieser Stelle. Die sollten ja hinlänglich bekannt sein.
Die Vorteile des Stillens überwiegen einfach. In jeder Hinsicht. Vorteile für mich und das Kind. Deshalb nehme ich eben ein paar Schmerzen in Kauf. Sonst kann ich nämlich keinen einzigen Nachteil finden. 
Viele sagen dass es ein Nachteil wäre „ans Baby gebunden zu sein“. Aber das ist doch überhaupt kein Nachteil. Es ist doch mein Baby, dass ich liebe. Ich freue mich doch drüber wenn es bei mir sein kann. 
Abschließend noch ein kleiner Exkurs zum Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“.
Ich persönlich mag es nicht so, mich beim Stillen zu zeigen. Wenn wir unterwegs sind, setze ich mich irgendwo etwas geschützter hin. Im Auto auf die Rückbank, Umkleidekabine etc. Wenn Besuch da ist, oder wir bei anderen sind, wechsel ich eben den Raum.Ich bin ja allgemein eher ungern unter Leuten. Mit entblößter Brust noch weniger :D. Aber ich esse auch nicht gerne vor anderen bzw für andere sichtbar. Dass ich mich für privateres zurückziehe liegt einfach an mir. Nicht am Stillen 🙂 
Ich weiß zwar, dass prinzipiell nichts dabei ist. Und man auch nicht wirklich was sieht. Aber das ist glaube ich so ne Sache für die man gemacht sein muss. Also ich bin absolut pro Stillen in der Öffentlichkeit. Nur ich persönlich, muss es nicht haben ;). (Danke trotzdem allen Frauen dafür, die es tun und damit wieder zur Normalität machen!)
Irgendwie habe ich doch ganz schön viel geschrieben… Naja. Vielleicht hast du ja trotz der Menge Text bis hier hin gelesen…
Bis zum nächsten Mal
Küsschen, Mi ?

Die Nächte mit dem Baby…

Man hört ja von jungen Eltern immer nur eins. Müde müde müde. 
Wir haben ein Traumbaby. In jeder Hinsicht.
Anfangs musste ich sie ja nachts alle 3 Stunden stillen, damit die Milchbildung angeregt wird und das Baby satt. Dafür musste ich mich und Clara unsanft wecken. Nach etwa 2 Wochen hat es sich eingespielt und das häufige Stillen war nicht mehr nötig. Sie hat ja Bescheid gesagt.
Und seitdem… Ich habe mindestens 5 Stunden Schlaf am Stück! 
Das Babybett steht jetzt mit einer Seite offen an unserem Bett. Einfach, weil ich dann stillen kann, ohne groß wach zu werden. 
Gegen 11 Uhr abends schläft Clara ein. Ja das ist spät. Aber wenn sie nun Mal wach ist, erzwingen wir nix. Wir sind da ja auch noch wach in der Regel :D. Also gibt es meistens abends noch Buch oder Mobile gucken. Ihre Eltern sind ja auch eher Nachteulen 🙂
Und dann fängt sie oft so gegen 5/6 Uhr an etwas unruhiger zu werden und bekommt eine Ladung Milch. Aber auch nicht immer… Immer wird allerdings so gegen 8 Bedarf angemeldet. Furchtbar praktisch, da ihr Papa unter der Woche dann ja eh los muss. Dann gibt es eine neue Windel und Milch. Und…. Es wird weiter geschlafen :D. Clara schläft dann nochmal so bis 11.
Wir hatten aber auch schon Nächte, da hat Clara 8 Stunden am Stück geschlafen.
Manchmal wird sie ein kleines bisschen wach, guckt rum, sieht mich und schläft weiter :).
Ja. Ich weiß. Ich werde mit diesem Post viele Eltern neidisch machen. Und es tut mir echt Leid :D.
Auch steht in diversen Büchern und Ratgebern immer „Glauben sie es nicht wenn Eltern nach ein paar Wochen behaupten ihr Baby würde durchschlafen“. Aber … Unser Baby schläft ja schließlich durch. 
Dafür Stillen wir aber tagsüber recht viel. Alle 2 Stunden. Manchmal häufiger. Und Clara ist den ganzen Tag wach und möchte beschäftigt werden :D.
Also das Durchschlafen hat auch ein paar Nachteile. Man kommt halt tagsüber zu nichts. Sie möchte echt Unterhaltung…. Aber immerhin sind wir echt nicht müde 😀
Wir liegen gerade auch noch im Bett und Clara frühstückt ihre Milch und kuscheln.

Küsschen, Mi & Clara ?

Trageberatung – lohnt sich das?

Als ich euch beim letzten Mal erzählt habe warum ich mein Baby Trage und nicht schiebe (wenn ihr es nicht gelesen habt, hier entlang:Klick ) , habe ich ja von „Trageberatung“ erzählt. Wir hatten unsere letzte Woche.

Im Idealfall macht man die Beratung vor dem Kauf von Trage und Tuch – wenn man nicht so sensibel mit Farben ist wie ich und deshalb schon mal nach Aussehen von Tuch und Trage einkauft… ?.

Bei Tüchern gibt es super viele Unterschiede. Nicht jedes Tuch passt jedem. Die Länge ist wichtig. Usw. Unseres ist 4,6m – heißt dann Größe 6.

Ich habe mich deshalb in Facebook Gruppen und bei befreundeten Tragemamas vorher gut erkundigt. Also ganz blind gekauft haben wir dann doch nicht :).
Da das Einstellen der Trage aber wegen gefühlt 50 verschiedenen Bändern, Schnallen und co erstmal nur auf gut Glück geschah. Und ich beim Binden des Tragetuches auch nicht wirklich sicher war, wollte ich es doch nochmal mit Profi machen.
Erst dachte ich ja, hier in der Gegend gibt es bestimmt niemanden der für sowas ausgebildet ist. Dann habe ich aber die liebe Anja mit ihrer Trageberatung Niederberg online gefunden. Über E-Mails war dann schnell und unproblematisch der Termin ausgemacht. Ihre Seite verlinke ich an dieser Stelle Mal. Es lesen ja auch viele aus meiner näheren Umgebung den Blog und ziehen vielleicht auch in Betracht richtig zu tragen: Klick

Welche Tragen ihr bei ihr ausprobieren könnt, steht auf ihrer Seite.
Also kam Anja letzte Woche Samstag zu uns nach Hause. Beladen mit 2 großen Taschen voll Tragen, Tüchern und… Babys. Ja gut. Es waren Tragepuppen. Ganz schön schwer, aber es soll ja realistisch sein.
Also hat der Freund angefangen mit der Trage. Er ist bis heute Tuchverweigerer. Na gut. Als erstes hat er mal unsere Einstellung gelöst, die sich als nicht wirklich optimal herausgestellt hat. Wir schämen uns ein bisschen :D. Und dann erstmal mit dem Sandgefülltem Baby geübt. Zuletzt dann nochmal mit Clara. Sie hat sich nicht gewehrt und sitzt jetzt vernünftig drinnen ;).
Dann zu mir. Zuhause trage ich ja vornehmlich im Tuch, weil es einfach bequemer ist als die Trage mit ihren Gurten und Schnallen. Also erstmal an die sogenannte WXT. Die Wickelkreuztrageweise. Für frische Babys geeignet und mit der Länge meines Tuches gut zu binden. Wieder erst mit Puppe. Dann mit Clara. Die langsam knatschig wurde.
Anja hat mir dann noch die Rückentrageweise einfacher Rucksack gezeigt. Ich war ja bis dahin immer der Meinung, dass Babys erst ab Sitzalter auf den Rücken dürfen. Hatte mich geirrt :). In der Trage gilt das wohl, aber im Tuch geht dann schon von Anfang an.
Die Känguru bindeweise haben wir dann noch geübt. Die ist auch für so kleine Babys geeignet. Das allerdings ohne Knatschclara, die langsam Hunger bekam ?.

Alles in allem hat es sich total gelohnt. Ich weiß jetzt wo ich was einstellen muss. Bekomme das Tuch straff und vernünftig gebunden und wir binden sie seitdem immer Mal wieder auf den Rücken. Da kann sie toll durch die Gegend schauen, bevor sie dann einschläft, weil es so schön schaukelt ?.

Natürlich hatten wir uns zig Anleitungen und YouTube Videos zum binden und einstellen angeschaut. Das ist aber definitiv kein Ersatz zur Beratung mit Profi. Hab ich ja gemerkt ?. Man kann es sich natürlich bestimmt auch alles selbst aneignen. Aber so eine helfende Hand ist glaube ich nie schlecht.

Zum Schluss hat Anja dann noch angeboten ihr gerne zu schreiben, oder Bilder etc zu senden wenn Probleme auftauchen :). Und wenn Clara etwas größer ist und viele andere Bindeweisen möglich sind, werde ich mir eine Stunde mit Anja wohl nochmal gönnen, um nicht wieder halb zu verzweifeln :D.

Also kurzes Fazit zum Schluss: Ja, es lohnt! Und erspart definitiv Frust und grobe Fehler, die man einfach selbst nicht so wahrnimmt :).
Und hier noch ein Bild von meinem ersten Mal „richtig“ tragen auf dem Rücken. Mit tibetanischem Finish (das ist das da über der Brust :D. Man kann natürlich auch einfach einen Knoten um den Bauch machen). Zensiert weil ich echt schlimm aussah 😀
Ich habe doch bestimmt auch Tragemamas unter meinen Lesern. Habt ihr auch eine Beratung gemacht oder learning by doing?

Schreibt mir doch mal in die Kommentare

Küsschen, Mi ?

Ein aufregendes Jahr geht zu Ende… 

So gegen Ende des Jahres wird man ja doch immer etwas melancholisch… :D.
Aber dieses Jahr habe ich fast komplett schwanger verbracht… Und die ersten Wochen mit Baby liegen nun auch hinter uns. Ganz viel neues ist passiert. Ich wohne jetzt zum ersten Mal mit einem Partner zusammen. Und doch ging alles unglaublich schnell vorbei.. deshalb möchte ich nochmal Revue passieren lassen, was so passiert ist :).
Angefangen hat das Jahr im Cafe Nord in Essen. Da haben wir in kleiner Runde Silvester gefeiert. Noch unschwanger :D.
Ende Februar/Anfang März waren ich und der Freund in London in unserem ersten gemeinsamen Urlaub. Wie ich jetzt weiß, war Clara da schon ein paar Wochen bzw Tage in meinem Bauch am wachsen. Da waren wir fürs  Baroness Konzert im Koko. Hatte ich dem Freund zum Geburtstag geschenkt den Urlaub :).

Im Mai haben wir dann erfahren, dass wir Eltern werden.
Seit Juni wissen wir, dass es ein Mädchen ist.
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Den Sommer war ich nüchtern auf Festivals. Hätte ich mir ja nie vorstellen können sowas :D. Clara hat also im Bauch schon ordentlich viel Musik abbekommen. Das Highlight war wohl Iron Maiden bei Rock im Revier im Juli.
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Dann ging es auch schon langsam an die Suche nach der richtigen Klinik. Im September hatten wir noch den Geburtsvorbereitungskurs.
Seit Anfang Oktober wohnt der Freund jetzt bei mir. Es klappt viel besser als ich dachte… Außerdem hatte ich noch meinen 26. Geburtstag. Hochschwanger.

Und dann ging es ans warten. Wir haben seit Mitte Oktober jeden Tag mit der Geburt der Kleinen gerechnet. Viele Rückenschmerzen. Und andere Wehwehchen haben die ganze Wartezeit begleitet.
Fast schon Ende November, am 19. nämlich, war Clara dann endlich geboren ❤❤❤❤.
Und seitdem rast die Zeit noch viel schneller.
Wir genießen jeden Moment zusammen.

Sie ist mittlerweile schon 58cm groß und wog beim letzten Mal 4660g (bei der Geburt waren es 51cm und 3820g). Die ersten Klamotten passen schon fast nicht mehr.
Weihnachten mit der „neuen Familie“ haben die Kleine und ich auch gut überstanden :).
Heute Abend werden wir gemütlich zu zweit Raclette machen. Für mich gibt es Kindersekt – ich stille ja. Und Clara bekommt wie gewohnt ihre Milch und hoffentlich nicht viel mit vom Krach. Auf Lola müssen wir ein bisschen aufpassen. Der gehts Silvester immer schlecht. Aber das ist auch für Hunde echt nicht schön…
Naja… Das war dann wohl der letzte Beitrag für 2016 … Ich freue mich, wenn ihr mir 2017 auch noch folgt ;).
Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch! Was auch immer ihr macht. Feiert schön. Genießt den letzten Abend des Jahres.
Alles Liebe. Küsschen. Mi und Clara ?
 

Ihr erster Kinofilm!

Der neue Star Wars (bzw… „A Star Wars Story“) war schon Monate vor der Geburt Thema… Bei Star Wars Abhängigen Eltern kam natürlich die Frage auf „Wie zur Hölle können wir den Film zusammen gucken?“
Hmmm..
Theoretisch hätten wir ihn ja getrennt schauen können. Und einer bleibt beim Baby. 
Praktisch ist das bei einem voll gestilltem Baby unmöglich, 3 Stunden ins Kino zu verschwinden…
Mitnehmen kann man so ein Baby ja in ein normales Kino auch nicht. Zumindest glaube ich nicht, dass die anderen Kino Besucher das so gut finden, wenn plötzlich ein Baby schreit. Und diese Möglichkeit ist leider ja immer gegeben. 
Also hab ich ein bisschen an meiner Nase gerieben und ich hatte die Idee! 
Ab ins Autokino!
Recherchen haben dann ergeben, dass wir 25km vom nächsten Autokino wohnen. Perfekt.
Gestern war es dann so weit. 20.30 Uhr Rogue One. 10€/Person. Baby gratis (wäre ja auch ganz schön frech wenn nicht 😀 ). Tickets hatten wir vorher online gekauft. Getränke und Snacks ins Auto und los. 
Wir waren etwas früh dran, weil wir ja nicht genau wussten wohin usw. Tore wurden um 20 Uhr geöffnet. Hübschen Platz gesucht und bequem gemacht. Auf der Rückbank habe ich Clara noch kurz gewickelt und es mir dann mit ihr auf dem Schoß auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht. Dann haben wir noch eine Runde gestillt und Clara ist eingeschlafen. Wir haben sie dann in ihren Winteroverall und eine Decke gepackt und sie hatte es kuschlig warm. Den ganzen Film über, hat sie auf meinem Bauch geschlafen :).

Gegen 21 Uhr ging der Film dann endlich los. Ton kommt übers Autoradio. Hin und wieder haben wir den Motor laufen lassen, damit die Batterie nicht schlapp macht und die Heizung nochmal warm pustet.

Wir werden das auf jeden Fall wiederholen. Wir sind gerne zusammen ins Kino gegangen. Und ich hab dem schon hinterher geweint für die nächsten 2 Jahre. Aber das ist ja die perfekte Lösung :). Außerdem ist das echt von Vorteil, dass man seine Ruhe hat beim Film. Und man auch während des Films miteinander sprechen kann, ohne Flüstern zu müssen bzw ohne andere Menschen zu stören. 
Und außerdem kann Clara Mal erzählen, dass sie mit 29 Tagen Ihren ersten StarWars Film im Kino gesehen hat… Ist doch auch was :D. 
Möge die Macht mit euch sein! 
Mi & Clara ?

Klinikbesuch Termin +10

Rückblick: Mein Gynäkologe wollte ja gerne, dass ich bei +7 ins Krankenhaus gehe und einleiten lasse. Aber der Freund und ich hatten ja beschlossen, nicht einleiten zu lassen, solange alles gut ist. Bis +14 wollte ich gehen ohne eingreifen zu lassen. Es wurden so viele Kinder „so spät“ geboren. Natürlich alles unter der Voraussetzung, dass die Kleine gesund und munter im Bauch ist. 
Also waren wir letzte Woche Freitag bei +10 zur Untersuchung in der Klinik. Erst ctg. War wie immer alles wunderbar. Dann hieß es Ultraschall. Wir sollten ein paar Minuten warten. Aus den paar Minuten wurden ein paar Stunden. Wir waren genervt. Ich war kurz davor zu gehen. Aber ich wollte ja auch wissen, wie es der kleinen Maus geht. 
Und dann gerieten wir an die schrecklichste Ärztin aller Zeiten. Wirklich. Bevor sie überhaupt geschaut hat, wie es dem Baby geht, wollte sie erstmal meinen Geburtsplan auseinander nehmen. 80% meiner Wünsche für die Geburt hat sie abgelehnt und vom Horror Szenarien berichtet. Ich nehme mal zum Beispiel, dass in meinem Geburtsplan steht, dass ich nicht möchte, dass an der Nabelschnur gezogen wird, damit die Plazenta geboren wird. Besagte Ärztin erzählte mir erstmal, dass man, wenn die Plazenta nicht innerhalb der ersten halben Stunde raus gezogen würde, man 2-3l in die Gebärmutter blutet und umkippt und das meistens in einer Not OP endet. ….So ein Quatsch! Wirklich. Das mag vielleicht stimmen, wenn die Plazenta sich ewig nicht löst. Aber nicht, innerhalb einer halben Stunde. Dann würden wahrscheinlich 80% aller Geburten so enden. 
Und in dem Ton ging es weiter. Fast jeder Wunsch wurde totgequatscht. Ich hab weitestgehend abgeschaltet, weil die mir eh nur Angst machen wollte und wirklich sinnvoll war ihre Ablehnung bei keinem meiner Punkte. Dann erzählte sie noch stolz, dass sie auch schon Frauen mit Wehen wieder nach Hause geschickt hat, weil diese besondere Wünsche hatten, die sie nicht erfüllen wollen würde. „Da bin ich knallhart. Wenn ich der Meinung bin das so nicht durchführen zu können, müssen die zusehen wo sie ihr Kind bekommen. Einmal hat eine Frau dann auf dem Parkplatz ihr Kind bekommen“. 
Dann ging es ans Thema Einleitung. Ist ja +10. Da leitet die Klinik ein. War mir ja schon klar. Auch, dass ich mir eine Aufklärung anhören muss, dass ich gegen ärztlichen Rat wieder gehe. Allerdings gibt es einen großen Unterschied zwischen Aufklärung und Panikmache. Und das hat sie getan. Mit jedem Satz hat sie erwähnt dass ich mir das nicht verzeihen würde, wenn was passiert. Sie wies ununterbrochen darauf hin, wie unverantwortlich das wäre usw. Ja. Alles ohne überhaupt nach dem Baby geschaut zu haben. Und selbst wenn es dem Baby gut gehen würde, bei Überschreitung von +10 würden ja reihenweise Babys einfach so im Bauch versterben. Auch, wenn bei den Untersuchungen alles gut war….. 
Dann kamen wir endlich zur Untersuchung. Und – Überraschung – Baby ging es wunderbar. Es war noch mehr als genug Fruchtwasser da. Die Plazenta hat anständig gearbeitet. Und Herzschlag und co waren ja sowieso schon gut. Also war für mich klar. Wir fahren wieder nach Hause. 
Ich habe ihr das dann unterschrieben, dass ich über Risiken aufgeklärt wurde. Dann habe ich noch einen Befund mitbekommen. Sie sagte schon „Falls sie jetzt lieber woanders entbinden wollen“. War ihr offenbar klar, dass sie gut Panik verbreitet. Im Befund steht auch noch „Patientin aufgeklärt, dass ihr Geburtsplan nicht umgesetzt werden kann“. Nuja. 
Wir sind dann raus und ich bin erstmal in Tränen ausgebrochen. Ich bin mir zwar sehr sicher. Aber dieses einreden geht auch an mir nicht vorbei… Der Freund war zum Glück verständnisvoll und war meiner Meinung. Solange es der Kleinen noch super geht – keine unnötigen Eingriffe. Und Sonntags hätten wir wieder zur Untersuchung gemusst und neu entscheiden können. 
Dazu kam es dann ja nicht mehr :).
Wie es dann Freitag Abend weiter ging, gibts im nächsten Beitrag
Küsschen, Mi?.