Windelfrei – Was brauche ich?

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Um „Windelfrei“ oder – wie ich es lieber nenne – „natürliche Säuglingspflege“ zu betreiben, braucht man im Grunde nicht viel. Es zeichnet sich ja dadurch aus, dass man eben verzichtet bzw es genauso macht, wie es von der Natur vorgeben wurde – Töpfchen wachsen schließlich auch nicht an Bäumen ?.

Allerdings gibt es ein paar Dinge, die einem alles erleichtern können.

Die meisten „Windelfreien“ betreiben es nur in Teilzeit und kombinieren mit Stoffwindeln.

Das generelle Stoffwindelthema wäre hier zu viel, aber es gibt auch einige Stoffwindeln, die extra für Windelfrei konzipiert sind.

Außerdem gibt es spezielle Windelfrei Kleidung, die das ganze erleichtern kann.


Was brauche ich?

1. Baby

Alter und Abmessungen egal – ohne Baby kein Windelfrei ?. Starten kann man direkt nach der Geburt.

2. Abhaltetöpfchen

Da gibt es eine große Auswahl. Für Windelfrei wird klassisch ein Asia Töpfchen empfohlen. So eins kann man sich gut zwischen die Oberschenkel klemmen während man das Baby abhält. Emaille Töpfchen wären eine plastikfreie Alternative. Im Grunde kann man auch eine Rührschüssel nehmen, die oben abgerundet ist.

Wenn das Baby es flauschig am Po mag, kann man für die meisten Töpfchen noch einen passenden Bezug dazu erwerben.

Asiatöpfchen

Emaille Töpfchen

Bezüge

3. Minimalwindeln, Mullwindeln

Minimalwindeln werden die Stoffwindeln genannt, die sich besonders zum Abhalten eignen.

Die gibt es entweder mit schützender Schicht oder auch nur als Windelgürtel, mit dem man eine Mullwindel für kleine Unfälle am Baby befestigt.

Gibt es bei Die besten Stoffwindeln oder Ananas Stoffwindeln

4. Wasserdichte Unterlagen

Um dem Baby viel Zeit ohne Windel zu ermöglichen, sind wasserdichte, aber dennoch weiche, Unterlagen eine gute Investition.

Fürs Bett (wenn man nachts Windelfrei betreibt) als auch auf dem Sofa, der Krabbeldecke usw.

Moltonunterlagen

5. Babystulpen

Wenn das Baby Zuhause viel ohne Windel sein soll, sind Babystulpen eine gute Möglichkeit, damit die Beine warm bleiben, ohne dass es eine Hose tragen muss.
Stulpen gibt es von verschiedenen Herstellern in vielen Farben und Materialien.

Hoppediz Stulpen

6. Windelfrei Kleidung

Anstatt eines Schlafsacks hat sich ein unten offenes Nachthemd gut bewährt. Kann man dem Baby die ersten Wochen auch tagsüber anziehen, dann ist es immer gut angezogen.
Unten offene Hosen, Splitpants etc erleichtern das abhalten und sind für die windelfreien Momente eine echte Erleichterung.

Außerdem gibt es noch. Overalls, Strampler und so weiter. Kleider gehen auch immer gut!

Es gibt auch gute Schnittmuster, falls man nähen kann und will.

Und auch einige Shops die Windelfreikleidung nähen.

Empfehlen hierfür kann ich Pipifax

Splitpants

Shirt

7. Waschmaschine, Wetbags etc.

Die hat wahrscheinlich eh jeder Zuhause, aber es wird potentiell mehr Wäsche anfallen als vorher ?. Ob man Windeln oder Hosen wäscht ist ja prinzipiell egal.

Dann gibt’s noch die ganzen Läppchen vom Popo abputzen und die Tücher vom Pfützen aufwischen.
Zur Aufbewahrung bis zum waschen bewährt sich ein Wetbag im Eimer oder ein einfacher Wäschekorb.

Man sollte mit einem Vollwaschmittel bei mindestens 60°C waschen.

Foxy Baby Wäschesack

Waschmittel

8. Bücher zum Thema Windelfrei

Braucht man natürlich nicht, aber wer sich gern noch etwas einliest ist mit folgenden Büchern ganz gut bedient:

Artgerecht

Das artgerecht Baby Buch enthält ein großes Kapitel zum Thema Windelfrei. Der Rest ist aber auch sehr lesenswert.

Es geht auch ohne Windeln

Baby ohne Windeln

Windelfrei? So geht’s!

Windelfrei, gestillt und getragen

Baby Lulu kann es schon

Ein Kindersachbuch um Windelfrei schnell und einfach zu erklären. Auch für Erwachsene ?

Windelfrei einfach und mit Spaß

Pipi. Kacka

Probier’s Mal ohne Windel

9. Unterwegs Lösung

Ein Töpfchen für unterwegs kann hilfreich sein. Eine verschließbare Dose reicht in der Regel. Wer es platzsparender haben will, kann einen faltbaren Behälter nehmen.

Oder ein richtiges tragbares Töpfchen, davon hat man sehr lange etwas, aber ist beim kleinen Baby natürlich noch nicht so ideal zum abhalten.

Faltbare Dose mit Deckel

Faltbarer Napf

My carry potty

10. Waschlappen, Stoffläppchen, Feuchttücher aus Stoff

Zum Popo abputzen. Kann man nass machen, muss man aber nicht ?

Waschlappen

Feuchttücher


Was man nicht braucht:

1. Wegwerfwindeln

Natürlich könnte man theoretisch auch mit wegwerfwindeln „Windelfrei“ machen.

Aber da meist nur ~1 Pipi in die Windeln geht, ist es ökologischer Unsinn dafür Wegwerfwindeln zu verwenden.

2. Disziplin

Windelfrei soll eine Erleichterung sein. Und nicht stressen. Pfützen kann man aufwischen, Windeln waschen. Druck hilft niemandem. Was daneben geht, geht eben daneben.

3. Wundschutzcreme

Dadurch, dass das Baby nahezu nie in seinen Ausscheidungen liegt, wird es höchstwahrscheinlich auch nie wund.


Hier noch einige Shops, bei denen ihr alles benötigte bekommt

Mokoshop

Die besten Stoffwindeln

Ananas Stoffwindeln

Foxy Baby

Windelmanufaktur

Abhala

Blumenkinder


Viel Spaß ohne Windeln!

10 Punkte, warum es für mich wunderbar ist, zu Stillen 

Ich stille jetzt seit über 10 Monaten. Das ist für viele schon „zu lange“. viele andere wiederum, können viel längeres Stillen „vorweisen“. 
Wie lange wir noch stillen, kann ich nicht sagen. Allerdings kann ich schon erzählen, was am Stillen für mich so wunderbar ist.
Ich hatte viele Startschwierigkeiten und aufgrund meiner rheumatischen Erkrankung habe ich immer noch keinen Tag, an dem mir das Stillen nicht körperlich schmerzt. Manchmal zum Glück nur ein wenig. An anderen Tagen mehr. Warum ich das trotzdem gerne mitmache, habe ich hier jetzt aufgelistet. 

1. Stillen verbindet Mutter und Kind. 
Körperlich und psychisch. Es klebt beim Stillen ja schließlich an einem. Ich mag das. Das ist so viel besser, als nur zu kuscheln.
2. Das Kind wird durch den Körper der Mutter versorgt.
Ich bin stolz auf mich und meinen Körper. Die ersten Monate in denen mein Kind noch nichts gegessen hat, war einzig und allein ich – bzw mein Körper – dafür verantwortlich, dass mein Kind gesund und munter ist. Das gibt mir ein unglaubliches Gefühl. 
3. Stillen ist Liebe.
Wenn ich meinem Baby beim Stillen in die Augen schaue oder über die Wange streichel platze ich beinahe vor Glück und bedingungsloser Liebe.
4. Stillen ist unfassbar praktisch
Man muss nichts mitschleppen. Brüste raus und fertig. Die sind on Board. Serienmäßig. Ich habe alles was ich zum Stillen brauche, immer dabei. Nachts kommt hinzu, dass man nicht aufstehen muss. Praktisch eben.

5. Stillen ist günstig

Es kostet keinen Cent. Das Kind wird satt oder stillt seinen Durst. Und zwar ganz gratis. Wenn ich im Drogeriemarkt an dem „Kindermilch“ Regal vorbei gehe wird mir ganz schwindelig. 
6. Stillen entspannt
Beim Stillen wird bei der Mutter Prolaktin ausgeschüttet. Das ist ein Hormon und eben dieses ist dafür verantwortlich, dass man gelassener ist. 
7. Stillen ist gesund! Für die Mutter…
Stillen senkt das Risiko der Mutter für Brust- und Eierstockkrebs sowie für Osteoporoseerkrankungen. Außerdem senkt Stillen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ II und Übergewicht.
8. und das Kind!
Die Muttermilch ist voller Antikörper und es wurde in mehreren Studien bewiesen, dass langes Stillen das Allergie und Asthmarisiko gering hält.  Laut Untersuchungen vom St. George Krankenhaus in Tooting weisen Stillbabys gesündere Herzen und niedrigere Cholesterinwerte auf, wenn sie dann erwachsen sind. Da die Muttermilch keine Saccharose enthält, haben Stillbabys außerdem seltener Karies.
9. Stillen erhöht den Grundumsatz. 
Ja okay. Wirklich wichtig ist der Punkt nicht… Aber ich habe nach der Schwangerschaft so viel abgenommen. Das ist höchstwahrscheinlich darauf zurück zu führen, dass der Körper mehr Kalorien verbraucht. Es ist ein netter Nebeneffekt.
10. Stillen festigt die Bindung
Beim Stillen wird das Glückshormon Oxytocin freigesetzt. Das stärkt die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind. Schon der Geruch von Muttermilch sorgt für Entspannung beim Baby.
……

Ich beziehe mich hier auf mich. Und mein Baby. Und unsere Stillbeziehung. Das ist alles nicht allgemein gültig und jeder darf und soll es handhaben wie er es für sich für richtig hält. 

Reboarder? – Unnötiger Quatsch!

So oder so ähnlich bekommt man es meist zu hören, wenn anderen unser Reboarder ins Auge fällt. 
Hier möchte ich euch jetzt erzählen warum wir für Clara einen Reboarder haben, die gängigen Vorurteile entkräften und euch erzählen, wie man am besten an einen passenden Reboarder kommt.

Unser Sitz ist ein Axkid Minikid (affiliate Link) in schwarz, mit lila Schonbezug.
Fangen wir mit den Vorurteilen bzw ständigen Gegenargumenten an:

Reboarder sind neumodischer Quatsch!

Nö! Reboarder gibt es bereits seit den 70er Jahren. Vor allem in Skandinavien.

Wir haben auch ohne Reboarder überlebt!

Ja. Haben wir. Aber die, die nicht überlebt haben, können sich schlecht zu Wort melden.

Reboarder sind viel zu teuer!

Kommt schon. Ein Reboarder ist für die Sicherheit des Kindes. Kann es da zu teuer sein? Die meisten Eltern haben heutzutage das neuste und beste Smartphone, ein teures Auto und kaufen sich den 3. teuren Buggy für 500€ aufwärts, weil einem die Farbe nicht mehr gefällt. Aber am Kindersitz wird gespart… 
Klar. Ein Reboarder ist nicht billig. Man muss schon mit 400-600€ rechnen. Aber dass das Kind irgendwann aus der Babyschale raus wächst, weiß man ja nun Mal nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Man kann also monatlich sicher etwas vom Kindergeld zur Seite legen, bis es dann so weit ist. Omas und Co bitten auf teure Geschenke zu verzichten und etwas dazu zu tun. Und im Zweifel kann man einen Reboarder auch finanzieren lassen. Außerdem findet man auch gute gebrauchte Reboarder für den schmaleren Geldbeutel. 

Dem armen Kind wird doch schlecht, wenn es rückwärts fahren muss.

Sagen mir immer wieder Leute, die mein Baby rückwärts fahren sehen.
Das Baby ist vor dem Reboarder in einer Babyschale gefahren. Rückwärts. Warum dann plötzlich Übelkeit auftreten sollte ist mir ein Rätsel. Wenn dem Kind im Reboarder schlecht wird, dann war das auch schon in der Babyschale so. 
Also es gibt durchaus Kinder, denen beim rückwärts fahren schlecht wird. Bei vielen verbessert die Situation sich sogar im Reboarder. Wenn nicht, und vorwärts fahren die einzige Möglichkeit ist, die Situation fürs Kind zu verbessern, ist es natürlich absolut legitim, wenn man sein Kind vorwärts fahren lässt. 
Nur dieses Argument kommt leider oft von Leuten, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben. Da heißt es pauschal „dem Kind wird schlecht“, ohne sich jemals darüber Gedanken gemacht zu haben, dass die Babyschale ja auch rückwärts ist.

Wo sollen denn die Beine hin?

Die finden da Platz, wo Platz ist. Die Füße können abgelegt werden. Probiert es selbst Mal aus. Es ist nach kurzer Zeit sehr unbequem, wenn die Beine einfach runter baumeln. Ich als Zwerg kenne das. Füße abstellen ist einfach bequemer. Gerade für lange Strecken ein Vorteil.

Das Kind sieht nichts!

Ähm. Doch. Es kann – genau wie wenn es vorwärts fährt – aus dem Seitenfenster gucken. Beim Reboarder fahren gibt es sogar noch einen Bonus Blick aus der Heckscheibe. Vorwärts wäre da nur die Rückenlehne des Vordersitzes. 

Wir haben ja nicht vor einen Unfall zu haben, was soll ich da mit einem so teuren Sitz.

Ähm. Ja. Vor hat das sicherlich niemand. Aber ich hab das Gefühl die Situation im Straßenverkehr wird immer schlimmer. Ob das damit zusammen hängt, dass die Menschen immer älter werden, will ich nicht behaupten, könnte ich mir aber vorstellen. Und natürlich, dass die meisten Menschen einfach unter Dauerstress stehen. Hauptsache schnell. 
Und in so einem Straßenverkehr möchte ich mich nicht darauf verlassen wollen, dass „schon nix passiert“. Wenn was passiert, möchte ich den besten Schutz für mein Kind.

Kann man den denn dann umdrehen? Ich kaufe nur einen Sitz, den ich umdrehen kann, wenn das Kind 1 ist!

Ja. Es gibt welche, die man umdrehen kann. Nein, es ist nicht sinnvoll. Selbst wenn man euren Sitz auch vorwärts nutzen kann, nutzt ihn so lange es geht rückwärts. 

Der Reboarder hat im ADAC Test schlechter abgeschnitten als der Vorwärtssitz

Das liegt daran, dass der ADAC auch den Einbau bewertet. Der Einbau ist bei den meisten Reboardern wirklich etwas aufwändiger und fehleranfälliger, als bei anderen Sitzen. Deshalb sollte man sich den Einbau beim Fachhändler zeigen lassen. Die anderen Test Kategorien zeigen dann aber, dass es rückwärts sicherer ist.
Aussagekräftiger ist hier auch der schwedische Plus Test. Mehr dazu hier: Klick

Wären Vorwärtssitze gefährlich, dürfte man sie nicht verkaufen und waren längst verboten.

Genau. Wie wir ja alle Wissen, wird nur verkauft, was gesund und ungefährlich ist… Wie Zigaretten, Alkohol, Fast Food, Waffen usw ?. 
Und alle Vorwärtssitze sind ja auch nicht direkt „gefährlich“. Aber eben nicht so sicher, wie Rückwärtssitze.
Allerdings gibt es im Handel auch mehr als genug Sitze, die durch sämtliche Crashtests gefallen sind. Erlaubt sind sie trotzdem. Solche sind dann natürlich definitiv gefährlich. 

Unser Auto hat kein Isofix. Da gibt’s keine Reboarder.

Das wurde mir auch schon erzählt. Im „Babyfachmarkt“. Aber es ist einfach falsch. Wir haben in unserem Auto mit Baujahr 1994 natürlich auch kein Isofix. Auch nicht nachrüstbar. Dafür aber einen Reboarder, der mit dem Gurt des Autos und Spanngurten befestigt wird. Reboarder die gegurtet werden haben sogar meistens eine längere Nutzungsdauer. Der Großteil der Isofix Reboarder darf nur bis 18kg genutzt werden. Unser gegurteter Minikid bis 25kg. 
Das liegt am Isofix – nicht am Sitz, da Isofix nur bis zu bestimmten Gewichten zugelassen ist.
……
Seht ihr? Die Vorurteile sind nicht wenige. Aber weitestgehend Unsinn. 
Reboarder sind sicherer, weil Kinder unter 4 Jahren ihren Kopf noch nicht ausreichend kontrollieren können und somit häufiger Genickbruch die Folge eines schweren Unfalls sein kann. 
Rückwärts fahren ist 5 Mal sicherer, als Vorwärts.
Da haben aber viele andere schlaue Menschen schon viel zu geschrieben. Physikalisch erklärt und so weiter. Deshalb spare ich mir jetzt mein Laiengerede und verlinke euch ein paar Begründungen von Profis:

      Wie gehe ich beim Reboarderkauf vor?
      Fahrt zum Fachhändler! Wirklich. Nicht in den Babymarkt. Auch wenn ihr eine etwas weitere Anreise habt. Das ist wahrscheinlich immer noch günstiger, als auf gut Glück einen Sitz zu bestellen, in dem euer Kind katastrophal sitzt.
      Im Fachhandel wird geschaut, dass der Sitz zu Kind und Auto passt. Das ist beides sehr wichtig. Und dort wird man dann auch den passenden Sitz für euer Auto und euer Kind finden. Garantiert.
      Fachhändler sind beispielsweise die Zwergperten und auch die Kindersitzprofis. Aber auch andere. Am besten schaut ihr auf die Karte, was bei euch in der Nähe ist.
      Reboarder-Karte des Reboard-kindersitze e.V.  Die findet ihr hier: Klick
      Weitere Infos zum Thema Reboarder gibt’s auf der Seite des Vereins: Klick
      Habt ihr auch schon negative Kommentare zu hören bekommen, weil ihr einen Reboarder habt? 
      Danke auch an die Facebookgruppe zum Thema Reboarder. Ihr habt mich gut unterstützt beim Sammeln der Vorurteile. In dieser Gruppe wird man auch bei der Suche nach einem Reboarder gut beraten. Ersetzt aber nicht die Fahrt zum Fachhändler. Zur Gruppe geht’s hier entlang: Klick.
      Macht euch ’n schönen Tag. Und immer schön rückwärts fahren ?.
      Eure Mi 

      Warum hier erst mit 6 Monaten mit der Beikost gestartet wurde

      Die aktuelle Empfehlung vom Dortmunder Institut für Kinderernährung lauten – Brei ab dem vierten Monat. Zur Allergieprävention. Das wird also auch von Kinderärzten und Hebammen empfohlen. 
      Ich halte mich nicht an diese Empfehlung. Zum einen halte ich die Empfehlung der WHO – Weltgesundheitsorganisation – für „richtiger“. Die lautet frühestens ab dem sechsten Monat langsam mit Beikost anzufangen. Allerdings erst, wenn das Kind zeigt, dass es bereit dafür ist. Zum anderen, brauchen Babys keinen Brei. Aber dazu später.
      Hier Mal die echten Zeichen für Beikostreife:

      • Alleine sitzen können (bzw mit leichter Unterstützung im unteren Rücken)
      • Kaubewegungen
      • Greifen
      • Verschwundener Zungenstoßreflex – also der Reflex alles wieder raus zu schieben, was in den Mund kommt
      • Kopf alleine halten können
      • Interesse am Essen der Familie

      Und hier die, die von vielen fälschlicherweise für Reifezeichen​ gehalten werden:

      • Kind schaut Essen hinterher – eigentlich schaut das Baby allem hinterher
      • Weniger Schlaf bzw nächtliches Aufwachen (und das auf Hunger zurückführen) – ganz normal
      • Weniger Gewichtszunahme – die Babys nehmen irgendwann einfach nicht mehr so schnell zu wie im ersten halben Jahr
      • Schmatzen – Babys Schmatzen auch, wenn sie die Brust wollen
      • Vorhandene Zähne – nur weil Zähne da sind, müssen die noch längst nicht benutzt werden

      Als wir bei der u5 waren wurde uns eindringlich gesagt, wir müssen unbedingt anfangen, dem Kind würde so viel entgehen und die Eisenspeicher wären garantiert absolut leer…
      Es gibt zwar Studien, dass im vierten Lebensmonat gefüttertes sich Positiv auf die Allergieentwicklung auswirkt.. allerdings gibt es nun Mal auch genug Studien, die zeigen, dass ausschließlich Stillen in den ersten 6 Monaten sein sollte und der Darm vorher nicht​ bereit für etwas anderes als Milch ist. Allergieprävention hin oder her. Nur weil dem Kind im vierten Monat ein paar Allergene vorenthalten werden, wird es nicht zum hochallergischen Kind. Dann nehme ich lieber die vielen anderen Vorteile mit, die das ausschließliche Stillen hat.
      Jedenfalls… Was gibt man denn, wenn keinen Brei?
      BLW heißt das Ganze. Es ist ein Konzept von der englischen kinderschwester Gill Rapley.
      BLW steht für Baby led weaning. Übersetzt so viel wie Baby geführtes entwöhnen. 
      Im ersten Jahr gilt die Muttermilch als Hauptnahrungsquelle. Das muss auch unbedingt so bleiben, wenn man blw macht. Muttermilch ist außerdem viel nahrhafter, als jegliches Essen. Es gibt im englischen einen schönen Satz… „Food under one is just for fun“. Also Essen ist nur zum Spielen und Entdecken da. Und genau das passiert bei BLW. Man gibt dem Baby einfach das, was sie restliche Familie auch isst. Allerdings etwas angepasst aufs Baby. Ohne Salz. Wenig Zucker. Und am Anfang hilft es, so große Stücke anzubieten, dass es gegriffen werden kann. 
      So war Claras erstes Frühstück letzte Woche ein Bananenpancake und Bananenstücke. Bei ihrem ersten Abendessen gab es Dinkel, Paprika, Mango und Currysahne.
      Seitdem hat sie schon einiges verputzt. Bevorzugt greift sie zur Gurke haben wir festgestellt. Es gab aber auch schon Zucchini, Reibekuchen, Avocado, Nudeln, Brot und vieles mehr.

      Ja. Es ist eine Sauerei. Nein, es ist nicht schlimm. Wir haben zum einen den Hund. Der frisst, was runter fliegt ?. Zum anderen ist der Aufwand zum sauber machen vielleicht 5 Minuten Arbeit. Das geht schon. Wenn man die Kinder machen lässt, lernen sie es in der Regel ganz schnell.
      Genaueres zu BLW gibt es dann ein anderes Mal ?. Wir gehen jetzt frühstücken. 

      Wow. 6 Monate sind um.

      Ja. Genau. Clara ist heute schon 6 Monate alt.
      Ich hab das Gefühl, dass ich gestern erst beim ersten Ultraschall war. 

      Die Zeit vergeht viel zu schnell. Unangenehm ?.
      Clara robbt schon (viel zu erfolgreich) durch die Gegend, stellt sich langsam mit den Knien auf, sitzt fast alleine, lacht sich den halben Tag kaputt, hat schon 2 Zähne und passt in Größe 74… 
      Wo ist dieses winzig kleine, hilflose, müde Baby hin, was ich vorgestern noch im Bauch hatte? 
      Morgen zum Frühstück bekommt Clara zum ersten Mal etwas zu essen angeboten, was nicht ihre (bzw meine) Milch ist. Bananen Pancakes. Ich bin sehr gespannt wie sie damit umgehen wird. Natürlich wird sie weiterhin gestillt. 
      Die Empfehlung der WHO ist ja mindestens 6 Monate voll stillen und im ersten Jahr die Hauptenergie komplett aus Muttermilch (oder entsprechende Produkte) zu beziehen. Daran halten wir uns erstmal ?.  Aber die 6 Monate sind heute eben um ?. 
      Wenn das weiter so schnell geht, zieht sie bald aus, fürchte ich. 
      Ich habe noch ein paar Blog Einträge die auf Fertigstellung warten. Unter anderem zum Babyschwimmen und dazu, wie wir Clara an Essen heran führen. Da kann ich mich dann morgen Mal ran setzen, wenn Claras Papa übernimmt ?. Der hat ja Wochenende.
      Bis dahin… Küsschen ?
      Mi und Clara 

      Was soll eigentlich die Eile?

      Nach fast einem halben Jahr mit einem Baby, durfte man sich schon einiges anhören.
      Das, was ich am meisten höre ist … „Kann sie schon X?“, „Schafft sie schon X?“ 
      Für X kann man hier beispielsweise folgendes einsetzen: 

      • Sich Auf den Bauch/Rücken drehen
      • Sitzen
      • Sich hoch ziehen
      • Dinge mit einer Hand greifen
      • Dinge mit beiden Händen greifen
      • Durchschlafen
      • Sich alleine beschäftigen/spielen

      Dicht gefolgt wird das von der Frage „Wie viel(e) Y?“ 
      Für Y kann man wiederum dieses hier einsetzen: 

      • Gläschen isst sie schon
      • Stunden schläft sie am Stück
      • Stillt ihr noch
      • Stunden liegen zwischen den Mahlzeiten
      • Mahlzeiten habt ihr schon ersetzt
      • Gemüsesorten isst sie schon

      Liebe alle…
      Es ist total egal!
      Mein Baby bekommt das, was es braucht. So oft es das braucht. 
      Und mein Baby wird auch irgendwann alles können, was es können sollte. 
      Ich verstehe die Eile nicht. Warum ist es wichtig, dass sich ein Baby mit 4,5 Monaten schon Mal auf den Bauch gedreht hat? Wird das mit 20 im Bewerbungsgespräch gefragt? Nein. Also kann es sich doch ruhig erst mit 6 Monaten drehen.
      Genau so mit dem Essen. Das Baby ist so klein. Es wird den Rest seines Lebens mit Essen verbringen. Ist es da so wichtig, ob es bereits mit 5 Monaten 3 Gläschen am Tag gegessen hat? Oder erst mit 8 Monaten merkbare Mengen isst?
      Solange sich das Kind gut entwickelt, ist es doch total egal. Wirklich. 
      Mir wäre das Gegenteil lieber. Sie lernt so schnell neues, dass ich mich über das letzte was sie gelernt hatte, noch nicht Mal richtig gefreut hatte. Es kann also ruhig etwas länger dauern ?.
      Ich verstehe aber wirklich nicht, warum alle so versessen darauf sind, alles so früh wie möglich zu machen und zu können. 
      Entspannt euch. Bleibt gelassen. Ich versichere euch, ein sehr großer Großteil aller Babys dreht sich irgendwann auf den Bauch, sitzt irgendwann, isst irgendwann usw. 
      Ein Monat ist so eine kurze Zeit. Den man jetzt vielleicht noch als Meilenstein sieht, aber im Endeffekt ist es nur ein kurzer Monat. Also vollkommen egal ob irgendein Baby irgendwas schon mit 4 Monaten konnte oder erst mit 8.

      Also genießt lieber die Zeit. Sie geht eh so schnell vorbei. Und konzentriert euch nicht drauf, was das Baby alles schon „können sollte“, sondern auf das, was es kann. Freut euch darüber. Messt euch nicht mit anderen. 
      Jedes Baby hat sein eigenes Tempo. Im Gegensatz zu gefühlt allen anderen würde ich mir wünschen, dass Clara ein langsameres Tempo an den Tag legen würde und noch viel länger kleines, süßes, hilfloses Baby ist ??. Stattdessen robbt sie schon rückwärts durch die Bude und hat 2 Zähne. Ich versuche ihr seit Wochen verzweifelt zu vermitteln, dass sie klein bleiben soll. Erfolglos ?.
      Küsschen
      Mi & Clara ?

      Wo schläft denn Clara?

      Die Frage kam letzte Woche im Pekip Kurs auf. Also nicht nur für Clara, sondern für alle Babys. 
      Clara schläft bei Mama. Ihr Babybett ist an unserem dran und darin schläft sie. Morgens früh, wenn der Papa zur Arbeit geht, darf sie auch mit ins große Bett. Dann ist ja Platz. Aber sie ist bei mir. Am Wochenende schläft sie auch nach dem ersten Aufwachen morgens zwischen Mama und Papa. Und abends zum einschlafen ist sie dort auch und ich lege sie dann rüber.
      Da die Empfehlungen ja mittlerweile auch lauten, dass das Baby bis zum ersten Jahr im Elternschlafzimmer schlafen soll, fand ich das auch nicht weiter sonderbar.

      Kinderbett im Schlafzimmer – abseits von unserem Bett – kommt aus Gründen der Faulheit meinerseits nicht infrage. Dann müsste ich ja zum abendlichem und morgendlichem (und hin und wieder auch nächtlichem) Stillen meine horizontale Position verlassen ?. 
      Bei der Fragerunde kam dann heraus… Clara ist die einzige, die noch bei Mama schläft. Und auch die einzige, die noch im Elternschlafzimmer schläft… Auch in der Krabbelgruppe habe ich mich mal umgehört und es ist offenbar – trotz Empfehlung – normal, das Baby so früh es geht auszuquartieren. In ein eigenes Zimmer.
      Ich fühle mich unwohl bei dem Gedanken. Mal ganz abgesehen davon, dass wir eh aktuell kein Kinderzimmer haben, könnte ich mir nicht vorstellen, sie da stundenlang alleine liegen zu lassen. Wenn sie tagsüber schläft, dann muss ich schon alle 5 – 10 Minuten durch die offene Tür Richtung Bett schauen. Sie ist doch noch so klein. Und sobald ich sehe, dass sie langsam wach wird, setze ich mich zu ihr und zeige ihr so, dass sie nicht alleine ist. Wenn Ich mir jetzt vorstelle ich wäre so ein kleines Baby, dann hätte ich wohl große Angst, alleine in einem großen Zimmer. Clara ist schließlich erst 22 Wochen alt. Also grade mal die Hälfte der Zeit auf der Welt, wie sie im kuschlig warmen Bauch war. Und so ein Babyphon… Damit hört man das Baby ja auch erst, wenn es wirklich wach ist und bemerkt nicht schon kleinste Wachphasen, wie das der Fall ist, wenn man im selben Zimmer schläft.
      Video Babyphone helfen da ja auch nur, wenn man nonstop drauf starrt. Das kann es ja auch nicht sein. 
      Ich verlasse mich lieber darauf, dass die Natur schon vorgegeben hat, dass Mama und Baby ihre Schlafphasen aufeinander abstimmen. Wir schlafen alle ganz wunderbar. Und das soll auch erstmal so bleiben ?.
      Ich bin wirklich die letzte die sagt „Familienbett ist das einzig richtige“. Ich schlafe prinzipiell super gerne allein. Klar auch ich kuschel Mal gerne. Betont auf Mal. Genauso gibt es Babys, die alleine einfach besser schlafen. 
      Aber die meisten Babys brauchen – ganz wie es die Evolution vorgesehen hat – ihre Eltern, die sie beschützen. 
      Für uns passt es so am besten. Clara kann jederzeit näher zu mir. Es gibt Nächte da ist sie ständig bei mir. Wie momentan… Ich glaube der Zahneinschuss macht ihr zu schaffen. Und andere Nächte, da schläft sie eben ohne jeglichen Körperkontakt, in ihrem Bett neben mir. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste erst groß aufstehen und in ein anderes Zimmer gehen um bei ihr zu sein, wenn sie mich Nachts braucht, tut mir das schon beim Gedanken daran weh. 
      Clara ist schließlich mein kleines Baby. War 40 Wochen in meinem Bauch. Ist angewiesen auf meinen Schutz. Und wird von uns geliebt.
      Warum sollte ich dieses schutzlose, geliebte Baby also freiwillig räumlich von mir trennen? 
      Sind wir da echt so „aus der Norm“ – so ohne Kinderzimmer? Ich kann es Gefühlsmäßig einfach nicht nachvollziehen, sein liebstes Kind „weit“ weg schlafen zu lassen… Und mir fällt auch kein Grund dafür ein. Nichts, was nicht auch durch eigenes Bett im Elternschlafzimmer behoben werden könnte.
      Wie schläft euer Baby so? Und wo? Würde mich über Kommentare freuen. Wir waschen jetzt erstmal Windeln. Wie jeden Montag ?.
      Küsschen – Mi & Clara ?

      Nie wieder nach 10 ins Bett…

      Zumindest vorerst. 
      Das ist mir heute schlagartig bewusst geworden. Es wird solange ich Stille, keinen Abend geben, an dem ich Mal nicht zuhause sein kann. Ich muss einfach da sein. Damit das Baby Milch bekommt. Und schläft. 
      Naja. Das ist dann jetzt eben so ?. Im folgenden erzähle ich davon, wie sich das Schlafen allgemein – und einschlafen – mit dem Baby mittlerweile gestaltet.
      Momentan gehen wir immer zwischen 9 und 10 ins Bett. Manche werden wohl sagen „was so spät?“. Aber warum soll ich mein Kind ins Bett legen, wenn es hellwach ist. Da ihr Papa ja immer erst so um 19 Uhr zuhause ist, hat er wenigstens auch noch ein bisschen Zeit mit ihr, in der sie wach ist. 
      Papa macht Clara auch immer bettfertig. Windel aus, dann nochmal ins Bad zum Abhalten, neue Windel an. Schlafanzug an, Schlafsack drüber. In der Zeit mache ich mich auch bettfertig. Und dann legt sich Clara zu mir, wir bekommen beide noch einen Kuss, machen das Nachtlicht an und Clara bekommt ihre Milch. Sie entspannt dann und schläft irgendwann ein. Manchmal beim Trinken. Manchmal lässt sie los und guckt noch ein bisschen rum und schläft dann erst. Manchmal gucken wir noch ein Buch. Je nachdem wie viel Input sie am Tag hatte. Der Freund geht dann noch was an den Computer.
      Natürlich ist das nicht jeden Abend so. Gestern zum Beispiel waren wir wieder um 10 im Bett. Clara war merklich müde, aber auf Schlafen hatte sie keine Lust. Dann hüpft der Papa mit ihr noch auf dem Gymnastikball.. Meistens schläft sie dann wenigstens. Auch das hat gestern nicht geklappt. Aber sie wurde immer müder und müder und beim Stillen nach dem hüpfen – letztendlich um halb 1 – ist sie dann eingeschlafen.
      Wenn Clara schläft, bleibe ich noch etwas neben ihr liegen. Arbeite noch etwas am Handy, lese ein Buch oder scrolle durch Facebook. Was soll man auch sonst so machen. Wenn sie dann tief schläft, lege ich sie in ihr Bett neben mich. Wir haben an ihrem Babybett eine Seite abmontiert und es quasi mit unserem Bett verbunden.
      Viele Eltern gehen raus aus dem Schlafzimmer, wenn das Baby eingeschlafen ist. Aber ich wüsste nicht wieso ich das machen sollte. Im Wohnzimmer passiert auch nichts tolles. So aus Sicht eines Babys ist es bestimmt auch echt nicht schön neben Mama einzuschlafen und dann aufzuwachen und festzustellen, Mama ist weg. Ich möchte auch gar nicht ausprobieren ob sie dann schreit oder wie sie reagiert. Ich bleibe einfach in Sichtweite. Meistens schläft sie ab da ja auch bis so 5 Uhr durch. Kann also nicht ganz so schlecht sein diese Taktik.
      Manchmal wird Clara wach, weil ihr Papa zu laut ist. Der bekommt dafür dann auch Ärger und wird zum hüpfen verdonnert ?.
      Lola legt sich übrigens am Fußende des Bettes auf ihre Hello Kitty Decke, wenn ich mit dem Baby ins Bett gehe. Da bleibt sie dann erstmal, bis der Freund auch ins Bett kommt. Dann wartet sie noch kurz bis wir Licht ausmachen und geht dann auf ihren Platz ins Wohnzimmer. Das ist ja schon eine ganz schön süße Geste von Lola. Erstmal abwarten bis alle im Bett sind. Und wenn alles in Ordnung ist beruhigt schlafen gehen ❤️.

      Das Baby ist übrigens magnetisch und hat recht viel Kraft. Es schläft rechts von mir in seinem Bett. Und wenn wir morgens aufwachen, klebt es an mir dran. Ich liege dann allerdings schon in der linken Hälfte des Bettes. Wo der Freund schläft. Der dann fast raus fällt. Also wir haben dann beide zusammen ein halbes Bett vom kleinen 1,40m Bett. Und das Baby hat die andere Hälfte und das anliegende Babybett prinzipiell für sich. Schiebt uns aber immer weiter ?. Aber das ist gar nicht schlimm. ❤️
      Wir schlafen dann erstmal bis 5. Dann kommt bei Clara doch der kleine Hunger und sie nimmt sich noch eine Milch. Schlafen dann aber beide schnell weiter. So bis 8. Dann steht ja auch ihr Papa auf. Für Clara gibt es wieder Milch und eine neue Windel und natürlich einen Gang zur Toilette. Dann schläft sie auch nochmal bis 10 oder 11 weiter. Okay. Manchmal auch bis 12.
      Tagsüber schläft Clara dafür allerdings echt wenig. Vielleicht insgesamt 3 Stunden insgesamt. Und immer nur so eine halbe Stunde. Wenn sie tagsüber schläft, dann auf meiner Brust, meinem Schoß oder in der Trage. 
      Ich bekomme immer wieder gesagt ich soll sie dann doch einfach in ihr Bett legen und anderes machen. Haushaltskram oder so. Aber da greift das gleiche wie nachts auch. Ich möchte nicht dass mein Baby aufwacht und Angst bekommt. Erstmal finde ich den Gedanken schrecklich , dass ich alleine in meinem Bett aufwache, obwohl ich auf Mamas Brust eingeschlafen bin. Da würde ich schreien. Und Vertrauen verlieren. So aus Babysicht. 
      Meinen Haushalt mache ich übrigens tagsüber wenn Clara in der Trage ist. Oder sie sitzt in ihrer Wippe und guckt mir zu. Geht alles. Dafür brauche ich sie nicht alleine ins Schlafzimmer legen :). Und es kann auch ruhig Mal etwas liegen bleiben. Ein glückliches Baby ist doch wichtiger, als eine gewischte Küche. 
      Wir warten jetzt noch bis der Papa ins Bett kommt. Eigentlich nur ich, Clara schläft schon zufrieden neben mir. Ich werde solange noch eins meiner zahlreichen Baby Ratgeber weiter lesen (ich liebe so Bücher ?) und dann schlafen wir wohl. Bestimmt wieder vor 12. An einem Freitagabend. Man sind wir uncool ?. 
      Gute Nacht. Küsschen Mi & Clara ?

      Wir sind dann Mal auf der Toilette!

      Jetzt geht es um Babykacke. Wer nichts zu Babykacke lesen möchte, sollte nicht weiterlesen… 😀


      Aber Muttermilchstuhl ist ja halb so schlimm. Wirklich. Eine gelbliche flüssige Pampe die etwas süßlich riecht… Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt :D.
      Also zurück zum Titel …
      Wir sind dann Mal auf der Toilette!

      Hä? Babys machen doch in Windeln. Oder? Ist Clara nicht erst 10 Wochen alt?
      Klar machen Babys das. Aber nicht, weil sie es so wollen oder nicht anders können. Sondern eben weil man es ihnen „erlaubt“.
      Gestern war der erste Tag, an dem Clara kein einziges großes Geschäft in ihrer Windel verrichtet hat. Ich freue mich sehr darüber.
      Wir praktizieren „Teilzeit Windelfrei“. Der Name ist eigentlich total bescheuert und erklärt nicht wirklich das, was wir machen… Im englischen nennt sich das ganze Elimination Communication – Ausscheidungskommunikation.
      Windeln trägt Clara trotzdem. Hauptsächlich Stoffwindeln (dazu schreibe ich noch einen Beitrag demnächst 🙂 ).
      Also was ist diese Ausscheidungskommunikation jetzt genau? Ich achte auf Signale die mein Baby gibt. Alle Eltern kennen das. Das Baby macht einen bestimmten Gesichtsausdruck und man weiß „Oh, jetzt geht was in die Windel“. Wenn Clara beim Stillen unruhig wird und ständig loslässt weiß ich … Sie muss groß.
      Also ab zum Wickeltisch. Hose aus. Body auf. Windel aus. Und ab ins Bad. Viele nehmen auch einfach Schüsseln oder einfache Unterlagen. Wir gehen zum Waschbecken. Dann halte ich Clara an den Oberschenkeln, ihr Rücken liegt an meinem Bauch an. In der Position fällt es leichter, loszulassen. Manchmal setze ich mich auch verkehrt rum auf die Toilette und halte sie über die Schüssel.
      Das nennt sich dann „Abhalten“. Und in 90% der Fälle kommt entweder Urin oder Stuhl. Oft sogar beides. Dazu dann das passende Signalwort (hier heißt es einfach Pipi & Kacka), abwarten bis sie fertig ist, zurück zum Wickeltisch, sauber machen, neue Windel an und fertig.
      Pipi geht bei uns immer noch viel in die Windel. Und das darf es auch, halb so schlimm. Ich habe die Anzeichen dafür noch nicht so richtig raus… Unterwegs und nachts halte ich nicht ab. Babys machen auch nicht im Schlaf sondern wenn sie nachts machen, dann in kurzen Wachphasen.


      Seit etwa 2 Wochen mache ich das konsequent,  dass ich ihr bei jedem wickeln anbiete, sich zu erleichtern. Wenn sie es nicht möchte signalisiert sie auch deutlich dass sie nicht mehr mag und bekommt ihre Windel an. Und seitdem geht maximal 10% ihrer Babykacke (Mumistuhl ist der gängigere Ausdruck – aber mir gefällt Babykacke besser 😀 ) in die Windeln.
      Bitte das ganze nicht mit irgendwelchem Töpfchen Training oder trocken werden Programmen in einen Topf schmeißen. Das hat damit nichts zu tun.
      Sie fordert es auch richtig ein und wartet darauf, abgehalten zu werden für ihr großes Geschäft. Grade weil sie Stoffwindeln trägt ist das eine super Sache. Pipi macht einfach keine Flecken :D.
      Das ganze ist hauptsächlich dafür da, das Baby besser zu verstehen und dafür zu sorgen, dass das Kind das Bewusstsein für seine Ausscheidungen nicht verliert. Das passiert meistens bei Windel Kindern. Dieses „ich habe ja eh eine Windel um, ist also egal wenn ich mache“ verfestigt sich dann natürlich und das Kind zeigt auch nicht mehr an. Deshalb wird empfohlen möglichst früh damit anzufangen. Da ich mit Clara ja zuhause bin und eh den ganzen Tag auf sie achte, kann ich es ihr auch anbieten.
      Nach dem Aufstehen bin ich manchmal zu spät dran… :D. Aber das liegt dann daran, dass ich einfach nicht aus dem Bett gekommen bin ?.
      Dann wird halt tagsüber abgehalten, wenn sie „Signale gibt“ (die sind von Baby zu Baby unterschiedlich. Aber man lernt mit der Zeit das Baby zu lesen. Hab ich auch nicht dran geglaubt 😀 ) und Abends vor dem Schlafen nochmal.
      Viele Eltern kennen das bestimmt, dass junge Babys gerade dann lospinkeln, wenn man die Windel aufmacht. Das ist ein schönes Beispiel um zu zeigen, dass das Baby wirklich nicht in die Windel machen möchte, so von Natur aus.


      Und Mal evolutionär gesehen… Es gäbe nur Probleme. Babys wurden in längst vergangenen Zeiten immer von ihren Eltern getragen. Würden die Babys einfach drauf los kacken, wäre ja der Träger – also meist die Mutter – beschmutzt und das würde zu Gefahren führen, weil durch diesen Geruch dann wahrscheinlich wilde Tiere angelockt würden (ich rede da jetzt von Steinzeit und co. Heutzutage wird man vor allem hierzulande nicht mehr sehr häufig von einem Raubtier überrascht).
      Übrigens ist „Windelfrei“ in den meisten Teilen der Welt ganz normal. In Asien wird es weitestgehend durchgeführt. Und natürlich bei Naturvölkern. Aus oben genannten Gründen. (Laut Wikipedia leben 94% der Menschen in China Windelfrei)
      Wer mehr dazu wissen will dem kann ich folgende Seiten empfehlen:
      Babys ohne Windeln
      Windelfrei – was steckt dahinter?  
      Windelfrei – FAQs
      Außerdem wird es in diesen Büchern hier ganz wundervoll behandelt:
      artgerecht – Das andere Baby-Buch: Natürliche Bedürfnisse stillen. Gesunde Entwicklung fördern. Naturnah erziehen

      Es geht auch ohne Windeln!: Der sanfte Weg zur natürlichen Babypflege

      Windelfrei, gestillt und getragen: Ein Ratgeber für einen natürlichen Umgang ohne Windeln und Ersatznahrung

      Pipi.Kacka

       
       


      Ich habe ja jetzt hier nur „unsere Art und Weise“ aufgezeigt. Bin gespannt wie lange es so gut funktioniert. Und wann ich das mit dem Pipi auch in den Griff bekomme. Aber ich stresse mich da nicht und lasse es nur so nebenbei mitlaufen. Nachteile hat es jedenfalls keine soweit ich weiß ;). Also wer sich tiefer mit der Materie befassen möchte, der sollte sich mit obigen Links oder Büchern beschäftigen :). Das ist hier jetzt keine groß wissenschaftliche Anleitung meinerseits :D. Ich selbst habe bisher auch nur auf obigen Seiten gesurft und die genannten Bücher gelesen.
      Ich fasse nochmal kurz die Vorteile die es für uns hat, zusammen:

      • Stoffwindeln bleiben sauber -> weniger „eklig“ bei der Windelwäsche
      • Der Po bleibt sauber und wird nicht wund
      • Es bilden sich schwieriger Pilze oder ähnliches, wenn das „Milieu“ trocken bleibt
      • Man muss keine abgetrocknete Babykacke vom Popo kratzen
      • Man lernt sein Baby zu lesen und weiß wann es was will
      • Das Baby verliert das Gefühl für seine Ausscheidungen nicht
      • Das führt (oft – nicht immer) dazu, dass das Kind früher trocken wird
      • Das wiederum bedeutet weniger Wickelaufwand auf lange Sicht.
      • Es ist billiger. Punkt.

      Also aus Erfahrungen anderer weiß ich, dass viele „Windelfrei“ Babys sehr früh angefangen haben selbstständig zuverlässig anzuzeigen, wann sie zur Toilette müssen. Das erhoffe ich mir auch dadurch. Jetzt im Baby Alter ist es natürlich etwas aufwändiger sein Baby ständig zu beobachten, als es einfach in die Windel machen zu lassen. Aber ich denke wenn man da aufmerksam ist, hat man im Endeffekt weitaus weniger Arbeit.
      Ihr könnt ja Mal die Links oben anklicken und euch weiter rein lesen. Ich bin kein Profi und davon auch noch weit weit weg :D. Aber ich erwähne auch hier nochmal, dass das wirklich nichts mit Sauberkeitserziehung oder Töpfchen Training zu tun hat. Das wird leider sehr oft vermutet. Aber nein. Es ist nur auf das Bedürfnis des Babys, sich erleichtern zu wollen, einzugehen 🙂


      Der Freund findet die Sache übrigens noch recht befremdlich. Babys machen halt in Windeln. Als ich von meinen ersten Erfolgen berichtete („Clara hat heute ins Waschbecken Pipi gemacht!“), bestand er auf Zufall oder Wunschdenken meinerseits. Seit er sieht, dass sie wirklich immer dankend annimmt abgehalten zu werden und wirklich Pipi &Kacka macht, und auch darauf wartet, empfindet er es aber doch schon als gute Sache. Er traut sich zwar noch nicht so richtig sie abzuhalten, will es aber demnächst Mal versuchen.
      Vielleicht habe ich ja jetzt bei einigen auch Interesse geweckt sich Mal näher damit zu befassen :).
      Beim nächsten Mal schreibe ich dann Mal etwas über unsere Stoffwindeln. Ich habe ja schon von einigen Lesern gehört, dass sie sich das wünschen 🙂
      Küsschen – Mi & Clara ?

      Ein aufregendes Jahr geht zu Ende… 

      So gegen Ende des Jahres wird man ja doch immer etwas melancholisch… :D.
      Aber dieses Jahr habe ich fast komplett schwanger verbracht… Und die ersten Wochen mit Baby liegen nun auch hinter uns. Ganz viel neues ist passiert. Ich wohne jetzt zum ersten Mal mit einem Partner zusammen. Und doch ging alles unglaublich schnell vorbei.. deshalb möchte ich nochmal Revue passieren lassen, was so passiert ist :).
      Angefangen hat das Jahr im Cafe Nord in Essen. Da haben wir in kleiner Runde Silvester gefeiert. Noch unschwanger :D.
      Ende Februar/Anfang März waren ich und der Freund in London in unserem ersten gemeinsamen Urlaub. Wie ich jetzt weiß, war Clara da schon ein paar Wochen bzw Tage in meinem Bauch am wachsen. Da waren wir fürs  Baroness Konzert im Koko. Hatte ich dem Freund zum Geburtstag geschenkt den Urlaub :).

      Im Mai haben wir dann erfahren, dass wir Eltern werden.
      Seit Juni wissen wir, dass es ein Mädchen ist.
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      Den Sommer war ich nüchtern auf Festivals. Hätte ich mir ja nie vorstellen können sowas :D. Clara hat also im Bauch schon ordentlich viel Musik abbekommen. Das Highlight war wohl Iron Maiden bei Rock im Revier im Juli.
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      Dann ging es auch schon langsam an die Suche nach der richtigen Klinik. Im September hatten wir noch den Geburtsvorbereitungskurs.
      Seit Anfang Oktober wohnt der Freund jetzt bei mir. Es klappt viel besser als ich dachte… Außerdem hatte ich noch meinen 26. Geburtstag. Hochschwanger.

      Und dann ging es ans warten. Wir haben seit Mitte Oktober jeden Tag mit der Geburt der Kleinen gerechnet. Viele Rückenschmerzen. Und andere Wehwehchen haben die ganze Wartezeit begleitet.
      Fast schon Ende November, am 19. nämlich, war Clara dann endlich geboren ❤❤❤❤.
      Und seitdem rast die Zeit noch viel schneller.
      Wir genießen jeden Moment zusammen.

      Sie ist mittlerweile schon 58cm groß und wog beim letzten Mal 4660g (bei der Geburt waren es 51cm und 3820g). Die ersten Klamotten passen schon fast nicht mehr.
      Weihnachten mit der „neuen Familie“ haben die Kleine und ich auch gut überstanden :).
      Heute Abend werden wir gemütlich zu zweit Raclette machen. Für mich gibt es Kindersekt – ich stille ja. Und Clara bekommt wie gewohnt ihre Milch und hoffentlich nicht viel mit vom Krach. Auf Lola müssen wir ein bisschen aufpassen. Der gehts Silvester immer schlecht. Aber das ist auch für Hunde echt nicht schön…
      Naja… Das war dann wohl der letzte Beitrag für 2016 … Ich freue mich, wenn ihr mir 2017 auch noch folgt ;).
      Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch! Was auch immer ihr macht. Feiert schön. Genießt den letzten Abend des Jahres.
      Alles Liebe. Küsschen. Mi und Clara ?