Stillen … Ein Abschied

Wir stillen nicht mehr. Und ich bin traurig.

Seit ich schwanger bin, ist das Stillen unglaublich unangenehm. Ich hab gedacht ich schaff das. Aber ich bin jedes Mal in Tränen ausgebrochen.
Ich habe es aber dennoch geschafft, Clara wenigstens zum Einschlafen kurz zu lassen…

Auch das ist jetzt vorbei. Seit der 12SSW ist meine Milch weg. Komplett.
Ich hatte so gehofft, dass uns das nicht passiert.

Bei unserer Familienplanung haben wir das allerdings beachtet…

Ich hatte gesagt dass Clara mindestens 18 Monate ihre Milch bekommen soll. Das hat sie. Und darauf bin ich sehr stolz.
Die letzten Abende Stillen waren sehr Tränenreich. Bei mir, nicht bei Clara. Sie verpackt das ganze viel besser als ich. Und auch viel besser als ich dachte. Hat sie doch immer und überall, ständig ihre Milch eingefordert. Sie liebt doch ihre Milch.
Besonders traurig macht mich, dass sie seit kurzem „Milch“ sagen kann. Und jetzt nehme ich ihr diese weg…
Es ist ein großer Schritt Unabhängigkeit. Für mich und für Clara.

Es tut mir so leid, dass das Abstillen nicht von ihr aus gegangen ist, sondern dass mein Körper uns einfach einen Strich durch die Rechnung gemacht hat…

Bei manchen Frauen kommt die Milch in der Schwangerschaft wieder. Mal sehen wie sie dann reagiert. Sie dürfte natürlich sofort wieder, wenn sie möchte.

Auch wenn das Baby da ist und ich definitiv wieder Milch habe, kann sie auch gerne wieder. Wer weiß wie sie reagiert.

Ich biete es ihr auch jetzt immer wieder an. Aber sie sagt dann nur „Alle“ und zuckt mit den Schultern.
Letztens stand ich nach dem Duschen im Bad, sie zeigte lachend auf meine Brüste und sagte „Milch!“. Dann verschwand das Lachen, sie schaute traurig auf den Boden und sagte wieder schulterzuckend „Alle!“
Daraufhin haben wir uns umarmt und beide ein bisschen geweint. Ich muss auch schon wieder losheulen wie ein Schlosshund, nur weil ich das schreibe…

Nun gut. Wie es sich in Zukunft verhalten wird, wird sich zeigen müssen. Ich hätte sie sehr gerne länger gestillt. Zumindest die empfohlenen 2 Jahre wären schon mein Ziel gewesen. Aber was nicht ist, ist eben nicht ?.

Gerade nach unserem so schrecklich schweren Stillstart hänge ich doch sehr an dieser Verbundenheit.

Natürlich gibt’s auch Vorteile. Wir kuscheln viel mehr, der Papa kann nun auch Mal ins Bett bringen und ich muss nicht ständig überall die Brüste auspacken ?.

Wie es weitergeht werdet ihr sicher lesen.

Vor allem wie der Stillstart mit Baby 2 läuft, wie Clara reagiert und was das ganze mit uns macht.

Küsschen, Mi ?

*Dieser Beitrag wurde später veröffentlicht, als geschrieben.“

Überraschung!

Der Blog ist wieder da. Entschuldigt, dass es so lange, so ruhig war… Es hat allerdings einen triftigen Grund.
Wir sind schwanger!

Ende des Jahres wird Clara große Schwester ❤️

Genau wie geplant hat es geklappt. Die Übelkeit der ersten 3 Monate hatte mich niedergestreckt. Dazu kam noch ein hormoneller Rheumaschub. Und das alles mit einem aktiven Kleinkind Zuhause.

Wir haben uns gewünscht, zwischen 2 und 2,5 Jahren Abstand zwischen unseren Kindern zu haben. Genau das haben wir geschafft.

Da war es echt zu viel, sich noch um den Blog zu kümmern…. Aber das hole ich jetzt nach!
Es gibt demnächst wieder ein paar Schwangerschaftsthemen!
Und Details natürlich auch noch.
Erstmal nur die freudige Verkündung ☺️.

Bis dahin
Mi & Clara

"Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!" 

Immer und immer wieder die selbe Diskussion… „Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!“
Ja. Das tue ich. Aber warum ist es schlimmer seinem Kind seine vegane Einstellung aufzuzwingen, als jede andere?
In den ersten Lebensjahren müssen Eltern für ihr Kind entscheiden. Alles. Ob das die Wahl der Kleidung, des Kindergartens oder eben der Ernährung ist. Die Eltern entscheiden und zwingen dem Kind somit ihre Entscheidung auf. Da das Kind eben kognitiv noch nicht in der Lage ist zu verstehen, was es heißt, sich einen Kindergarten auszusuchen, warum es nicht nackig bei -10°C vor die Tür gehen soll und auch nicht, dass Tiere sterben müssen um Fleisch zu essen.
Aber gehen wir mal zurück zum Thema Ernährung. Auch fernab von vegan… Ich kenne Eltern deren Kinder keinen Zucker essen dürfen. Ich kenne Eltern die geben ihren Einjährigen Chips zum Mittagessen.
Ich selbst durfte als Kind keinen Zucker und kein Schweinefleisch essen. Das war die Entscheidung meiner Eltern.
Das ist alles aufgezwungen. Immer.
Und es ist immer eine Entscheidung der Eltern.
Ob die gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt. Ich würde meinem Kind weder Chips zum Mittagessen geben, dafür aber auch durchaus Lebensmittel mit Zucker erlauben. Dafür isst mein Kind eben keine Tiere.


Wie bei allem ist hier Toleranz ein ganz großes Stichwort. Die Eltern die ihren Kindern Chips zum Mittagessen geben wollen nicht, dass man es Ihnen vorwirft. Und das passiert auch seltenst. Aber die Eltern, die ihre Kinder gemüselastig – VEGAN – ernähren, müssen sich immer und immer rechtfertigen und diese Entscheidung wird nicht ansatzweise toleriert…
Sobald mein Kind die Entscheidung fällen kann was es essen möchte, darf es selbstverständlich alles probieren, was es will. Bis dahin wird es gewissenhaft vegan ernährt. Und zwar weil ich es für gesund und ethisch korrekt halte.
Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind und entscheiden danach.
Wichtig bei einer veganen Ernährung ist, Vitamin B12 zu supplementieren. (Zur B12-Supplementierung schreibe ich demnächst noch einen eigenen Beitrag.)
Oft wird das als neue Angriffsfläche benutzt.
„Wenn Kinder mit Nahrungsergänzungsmittelm zugepumpt werden müssen, kann irgendwas nicht richtig laufen“ ist da ein gern genanntes Argument…
Aber schauen wir uns mal an, was Kinder so alles für Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine bekommen… auch, wenn sie nicht vegan ernährt werden:

  • gleich nach der Geburt wird den Kindern Vitamin K verabreicht
  • Vitamin D, 500IE täglich im ersten Lebensjahr
  • Fluorid in Zahnpasta ab dem ersten Zahn
  • diverse Vitaminsäfte wie Rotbäckchen und co – die nichts anderes als Nahrungsergänzungsmittel sind – erfreuen sich großer beliebtheit
  • Sanostol – Multivitaminpräperat „Der Löffel Abwehr“

Das sind alles Nahrungsergänzungen & Vitamine, die so gut wie alle Eltern irgendwann mal ihren Kindern geben. Aber wenn man einem Kind Vitamin B12 gibt, pumpt man es direkt mit Nahrungsergänzungsmitteln voll.
Heutzutage kann übrigens jeder einen VItamin B12 Mangel erleiden, weil in den Böden nicht mehr genug davon vorhanden ist und die Tiere, die gegessen werden, somit auch nicht unbedingt genug B12 im Fleisch haben, selbst wenn man welche isst (in der Massentierhaltung wird b12 als Supplement direkt ins Futter gemischt). Außerdem spielt die Aufnahme im Magen noch eine große Rolle. Auch werden Apothekenpräparate wie „Vitasprint“ – ein Vitamin B12 Präparat – gerne von Allesessern gekauft.
Die ersten Ergebnisse der VECHI Studie ergaben übrigens, dass ausschließlich die vegan ernährten Kinder auf die Mindestmenge an Eisen und Folsäure kamen und lagen dabei deutlich über den Kindern, die omnivor ernährt wurden.
Diese kann man hier nachlesen: KLICK
Wir haben uns vorgenommen jährlich ein Blutbild zu machen. Als Clara 13 Monate alt war haben wir das erste Blutbild gemacht. Die Blutabnahme ging ohne Tränen vonstatten und lief entspannt.
Die Werte waren alle mehr als im grünen Bereich. Das bestätigt mich absolut darin, dass wir es richtig machen.
Und wie gesagt, sollte sie sich entscheiden Fleisch zu essen, darf sie das, sobald sie das kann. Ich werde sie nicht davon abhalten können, aber gehe weiter mit gutem Beispiel voran. Genauso werde ich sie nicht davon abhalten können mal Alkohol zu probieren oder sich in den falschen zu Verlieben. Aber bis die Zeit kommt, dauert es eben noch ein bisschen und ich gebe mein Bestes.

Wochenplan KW 6

Es macht zwar momentan echt keine Lust in meiner Baustellenküche zu kochen. Aber wie ich letzte Woche festgestellt habe, ist ein Plan dabei um so wichtiger ??.
Montag: Farfalle al Arrabiata
Dienstag: Chop Suey mit Reis
Mittwoch & Donnerstag: Sauerkrauteintopf
Freitag: Mexi-Makkaroni – aus dem Kochbuch „The Lotus and the Artischoke – Mexico“*
Samstag: Enchiladas
Sonntag: Blumenkohl mit Kartoffeln und Soja Medaillons
Einkaufliste:

  • Dosentomaten
  • Bambussprossen
  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Räuchertofu
  • Hefeflocken
  • Tomaten
  • Paprika
  • Tomatenmark
  • Dosentomaten
  • Olivenöl
  • Sauerkraut
  • Lauch
  • Petersilie

Aus dem Vorrat:

  • Maccaroni
  • Farfalle
  • Jasminreis
  • Sojasoße
  • Veganes Rinderfilet
  • Kidneybohnen
  • Tortillas
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Ingwer
  • Knoblauch
  • Passierte Tomaten
  • Cashews
  • Soja Medaillons
  • Mais
  • Chilischoten

Teilzeit-Windelfrei – 1 Jahr später

Es ist nun schon fast 1 Jahr her, dass wir begonnen haben, Clara abzuhalten. Zwischenzeitlich hatte ich darüber berichtet. Die entsprechenden Beiträge bzw Updates findet ihr hier:

Da ich schon so lange nichts mehr dazu geschrieben habe, gibt es jetzt Mal die aktuelle Situation.

Trainerhose und Ikea Töpfchen


Clara ist sauber. Aber noch nicht trocken.
Als Clara mit 9 Monaten anfing zu stehen, konnten wir sie nicht mehr abhalten und haben ihr ein Töpfchen* gekauft. In Momenten in denen wir sonst abgehalten haben, haben wir sie aufs Töpfchen gesetzt. Das ging einige Wochen ganz gut. Dann wollte sie das allerdings auch nicht mehr und mit 10 Monaten hatten wir einen zweiwöchigen Streik. In der Zeit hat sie nur im Stehen gemacht. Pipi ging stehend in der Badewanne hin und wieder. Alles andere in die Windel.
Seitdem war das große Geschäft aber nie wieder in der Windel.
Wir gehen jeden Morgen aufs Töpfchen. Mal möchte sie lieber auf die große Toilette. Sie zeigt darauf, wo sie hin will.
Pipi geht öfter noch in die Windeln. Die ziehen wir aber nur noch unterwegs an. Dann lässt sie das auch zu. Zuhause lässt sie sich eigentlich nie wickeln. Wenn überhaupt nur im Stehen. Aber das letzte Mal wickeln im Liegen auf dem Wickeltisch war glaube ich mit 8 Monaten. Wenn Clara muss, läuft sie ins Bad oder zeigt auf ihr Notfall Töpfchen im Schlafzimmer.
Klar, kleine Unfälle passieren. Ist nicht schlimm. Clara holt dann einen Lappen und versucht es selbst aufzuwischen. Ziemlich niedlich ?.
Zuhause trägt Clara Unterhosen oder Trainerhosen. Die kleinsten von Bambino Mio passen schon ganz okay (gibt es hier: Klick*) ?. Das sind Unterhosen mit einer kleinen Saugeinlage. Oder einfach ein Kleidchen ohne alles, wenn die Temperaturen es zulassen.
So langsam wollen wir die unterwegs Windel auch Mal weg lassen. Wenn wir bei ihrer Oma sind, zeigt sie nämlich auch schon toll an und geht ins Bad. Für dieses Vorhaben werden wir wohl noch einen Autositzschutz (Gibt es hier: Klick*) besorgen.
Clara ist also jetzt 14 Monate alt und trägt nur noch 1-2 Stoffwindeln am Tag. Und geht relativ zuverlässig aufs Töpfchen.
Das war’s erstmal an Neuigkeiten zur Windelfreiheit!
Ich hoffe, das nächste Update lässt nicht so lange auf sich warten ?.
Wer noch mehr zum Thema Windelfrei, Töpfchen und Co wissen will, dem empfehle ich unbedingt das Buch Pipi.Kacka* von Tatje.
Küsschen
Mi

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Wochenplan KW 3

Der neue Wochenplan ist fertig. Es ist Geburtstagswoche! Sonntag hat Claras Papi Geburtstag ♥️. Deshalb koche ich dann Sonntag, obwohl das ja sonst sein Koch-Tag ist. 
Gemüse gibt’s ja momentan nichts so tolles… Freu ich mich wenn es wieder Frühling wird ??.

Der Wochenplan:
Montag: Kichererbseneintopf (von Sonntag übrig)
Dienstag: Weiße Bohnen mit Äpfel und Birnen an Bratkartoffeln – Aus „Das vegane Kochbuch meiner Oma“*
Mittwoch & Donnerstag: Spaghetti Bolognese
Freitag: Pellkartoffeln mit falschem Heringstipp und Salat
Samstag: Sommerrollen mit Sprossen, Gemüse süß-sauer und Reis
Sonntag: Penne mit grünen Bohnen und Tomaten-Walnusspesto
Die Einkaufsliste der Woche:
❏ Veganer Frischkäse
❏ Kleine Kartoffeln
❏ Asia Gemüse
❏ Bambussprossen
❏ Möhren
❏ Adios Salz*
❏ Basmatireis
❏ Staudensellerie
❏ Birne
❏ Äpfel
❏ Sojamilch ungesüßt
❏ Brot
❏ Nudeln Penne
❏ Dosentomaten
❏ Dill
❏ Sonnenblumenkerne
❏ Paprika
❏ Pomelo
❏ Mango
Aus dem Vorrat:

  • Spaghetti
  • Linsen
  • Weiße Bohnen
  • Getrocknete Tomaten
  • Walnüsse
  • Reispapier*
  • Ananas
  • Oliven
  • Zwiebeln
  • Gewürze


    Die Sprossen für die Sommerrollen ziehe ich selbst. Dafür habe ich am Sonntag  Mungbohnen Sprossensaat* in einem Keimglas angesetzt. Die sollten dann Samstag fertig sein.
    Sprossen ziehen ist ganz einfach. Man muss das Keimglas* morgens und abends mit frischem Wasser spülen. Und schon beginnen sie zu keimen. 

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    Wochenplan KW 2

    Die erste Woche des Jahres ist auch schon vorbei. Ab geht’s in die nächste!
    Ab dieser Woche auch mit Einkaufsliste. Gewisse Standarddinge, wie Gewürze, Mehl, Öle etc schreibe ich allerdings nicht mit auf, es sei denn, es ist etwas spezieller.

    Montag: Seitanstreifen in Soße mit Rotkohl und Klößen
    Dienstag: Nudelpfanne mit Spinat, Avocado und Tomaten
    Mittwoch & Donnerstag: Chili sin Carne mit Reis
    Freitag: Tofuberger Klopse und Gurkensalat
    Samstag: Taboule – Couscous Salat
    Sonntag: Kichererbseneintopf

    Einkaufsliste der Woche: 

    ❏ geschälte Tomaten
    ❏ Zucchini
    ❏ Frühlingszwiebeln
    ❏ Brotzutaten
    ❏ Dill
    ❏ Sonnenblumenkerne
    ❏ Räuchertofu
    ❏ Oliven
    ❏ Mais
    ❏ Natur Tofu
    ❏ Tomaten
    ❏ Bananen
    ❏ Gurken
    ❏ Orangen
    ❏ Linsennudeln
    ❏ Cherrytomaten
    ❏ Paprika 
    ❏ Grapefruit
    ❏ Champignons
    ❏ Pflaumen


    Aus dem Vorrat:

    • Rotkohl (selbstgemacht und tiefgefroren)
    • Klöße
    • Selbstgemachter Seitan
    • Nudeln
    • Spinat (TK)
    • Avocado
    • Grünkernschrot
    • Kidneybohnen (Dose)
    • Vollkornreis
    • Kartoffeln
    • Couscous
    • Kichererbsen (getrocknet)
    • Kapern

    Wochenplan – KW 1

    Das neue Jahr hat begonnen! Deshalb beginnt die Zählung von vorne ?
    Wir starten genau am Montag, den 01.01.2018

    Montag: Raclette Reste Pfanne 
    Dienstag: Spaghetti Carbonara mit Tomatensalat
    Mittwoch: Kartoffelgratin mit Kohlrabi
    Donnerstag & Freitag: Gemüsecurry auf Reis
    Samstag: Krautnudeln
    Sonntag: Mexican Crunch Burger mit Wedges

    Das war … 2017

    2017 ist um. Das erste Jahr in meinem Leben, das ich komplett Mutter war. Das erste Jahr das komplett anders war, als alle anderen Jahre. Das erste Jahr, das komplett voll Liebe und Verantwortung war.
    Es war schön. Anstrengend. Nervenzehrend. Wunderbar. Tiefgründig. Emotional. Schlaflos.
    Ich habe so viel gelernt. Wir als Eltern haben so viel gelernt.
    Wir sind zusammengewachsen und wir sind bessere Menschen als jemals zuvor.
    Clara hat so viel gelernt. Sie ist vom Baby zum Kleinkind geworden.
    Wenn 2018 auch nur genauso gut wird, wird es ein tolles Jahr!
    Wir haben viel geplant für 2018. Drückt mir die Daumen, dass alles funktioniert und alles noch viel besser wird, als es eh schon ist!
    Den heutigen Abend haben wir mit Raclette bei der Familie verbracht und sind dann jetzt wieder nach Hause. Damit Clara ins Bett kann und wir für unseren Angsthund da sein können zum trösten, wenn es knallt.
    Das Schöne an so einem Kind ist ja, man kann Silvester – ganz ohne Ausrede – endlich entspannt und vollgefressen auf dem Sofa verbringen und muss nicht „zwanghaft“ weggehen und was tolles machen – wie das früher so war. Wir genießen unseren Übergang also zu dritt, mit einer Flasche Kindersekt.
    Danke, dass ihr uns begleitet. Danke für eure vielen lieben Kommentare, eure positive Resonanz und auch eure Kritik.
    Wir wünschen euch einen guten Rutsch, ein wunderschönes Silvester, was immer ihr vor habt. Und vor allem ein tolles 2018
    Alles Liebe und ganz viele Küsschen…
    Mi, Clara, Jojo & Lola

    Familienbett? Never!

    Ich muss sagen, ich war immer der absolute Gegner vom Familienbett. Fan bin ich immer noch nicht. Zugegebenermaßen stört es mich auch immer noch zu sagen, dass wir im Familienbett schlafen. Das ist halt kein Konzept, für das ich durch und durch brenne. Ich mache es gerne, aus mehreren Gründen. Aber ich breche nicht in Begeisterung aus und gerate auch nicht ins schwärmen, wenn es darum geht, dass wir zusammen schlafen. Wir tun es trotzdem.
    Folgendes war eigentlich immer mein Hauptpunkt gegen das Familienbett: Menschen die ich persönlich kenne, die lange bei ihren Eltern geschlafen haben, haben eigentlich alle die eine oder andere „Störung“, was Beziehungen und Bindung angeht…  
    Allerdings muss man aber auch sagen, dass ich genug Menschen kenne, die nicht weniger „gestört sind“ – mich eingeschlossen – und das, ohne bei den Eltern geschlafen zu haben. Okay. Liegt dann vielleicht doch nicht daran. Möglich. 
    Was ich auch so oft als Argument fürs Familienbett lese ist „Wer will schon alleine schlafen? Jeder kuschelt doch gerne!“
    Da bekomme ich jedes Mal einen kleinen Anfall. Ich liebe alleine schlafen. Und ich kuschel nachts, wenn ich schlafen will auch nicht gerne. Klar kuschel ich auch Mal gern. Aber nachts können alle getrost von mir weg bleiben ?. Und ich vermisse es unendlich alleine zu schlafen. Wirklich.
    Jetzt ist es aber so, dass ich nun Mal ein Baby habe. Und so ein Baby ist es aus dem Bauch gewohnt bei Mama zu sein. Und braucht es auch einfach bei Mama zu sein. Nähe. Die Sicherheit, dass jemand da ist, vor allem nachts. Wenn ich Clara abends in den Schlaf stille und dann wieder aus dem Bett gehe wird sie meist schon nach kurzer Zeit wach und weint. Und weiß nicht was los ist, weil Mama ist ja nicht da. Dann lässt sie sich auch nicht vom Papa beruhigen.
    Und das ist nun Mal momentan wichtiger, als mein Bedürfnis alleine zu schlafen. Wenn ich es durchsetzen würde, alleine zu schlafen, müsste Clara darunter leiden. Kommt also momentan nicht infrage. Irgendwann kann ich bestimmt Mal wieder alleine schlafen. Klar ist mein Bedürfnis auch wichtig. Aber in dem Fall geht das Baby nun Mal vor. Manchmal geht Clara am Wochenende mit ihrem Papa spazieren und ich kann alleine im Bett liegen. Das reicht mir.

    Und ganz im Ernst. Wenn ich so oft Aufstehen  und in ein anderes Zimmer gehen müsste, jedes Mal wenn Clara wach wird, käme ich ja nie zum Schlafen. Deshalb ist es auch einfach ein praktischer Aspekt. Und ich bin von Natur aus eher faul. Warum sollte ich also 3-8 Mal in der Nacht aufstehen um das Baby zu Stillen, wenn ich dabei auch einfach liegen bleiben kann? Genau. Ich wähle da das bequeme liegen bleiben. Ich habe immer gesagt „Ich hab kein Problem damit nachts aufzustehen“ und „lieber stehe ich nachts mehrfach auf, als mit dem Baby in einem Bett zu schlafen“… 
    Es war gelogen. Niemals würde ich gerne nachts aufstehen. Meinen Respekt an alle Eltern die Minimum 5 Mal die Nacht Aufstehen und zum Kind gehen. Ich bin ja so schon oft gerädert morgens. Und ich bleibe nachts liegen ?. Wie man das überlebt ist mir schleierhaft.
    Deshalb sage ich mit voller Überzeugung… Mein Kind schläft bei mir weil ich es hasse aufzustehen. ?
    Das allgegenwärtige Argument gegen das Familienbett ist meist „man braucht doch auch Mal Zeit als Paar!“. Nun ja. Das Baby schläft halt im Bett. Das heißt nicht, dass es zwangsläufig an, auf oder zwischen uns schläft. 
    Wenn Clara schläft, dann haben wir genug Zeit als Paar. Wir Netflixen im Bett. Essen heimlich. Lebkuchenherzen. Betrinken uns mit alkoholfreiem Bier. Kitzeln uns aus. Und das alles geht, wenn Clara schläft. Natürlich alles nicht auf voller Lautstärke. Aber das macht man ja auch nicht, wenn das Kind im Nebenzimmer schlafen würde. Und Clara schläft meistens auf ihrer Seite im Beistellbett. 
    Also irgendwie ist alles was gegen das Familienbett spricht, gar nicht soo viel. Und es lässt sich alles irgendwie lösen. 
    Die Vorteile sind halt echt immens. Mal ganz abgesehen davon dass ich nicht aufstehen muss, können wir uns ein Kinderzimmer momentan noch sparen. Zeit als Paar haben wir auch. Und hin und wieder ist es schon schön, zu kuscheln. 
    Evolutionär gesehen, gehört es auch so. Das Baby schläft gut geschützt bei seinen Eltern. Sonst kommt noch irgendwann ein Säbelzahntiger um die Ecke.
    In den meisten Kulturen ist es auch heutzutage noch vollkommen normal, bei seinem Baby zu schlafen. Nur bei uns Mal wieder nicht. Hier ein schöner Artikel dazu: Klick
    Also halten wir fest… Ja! Wir schlafen im Familienbett. Und wir tun das absolut gerne! 
    Neben den Menschen aufzuwachen und einschlafen, die ich liebe, ist wunderschön. Es fühlt sich falsch an, dieses Mädchen, was ich so sehr liebe und in meinem Bauch hatte, woanders schlafen zu lassen, als neben mir.  Wie sollte ich nachts wissen ob es ihr gut geht, ob sie in Sicherheit ist, wenn sie meterweit hinter verschlossenen Türen liegt. 
    Mein Baby gehört zu mir ♥️?.
    Wie lange sie bei uns schlafen wird, weiß ich nicht. Und darüber mache ich mir solange auch keine Gedanken und genieße es, mein schlafendes Baby zu kuscheln. 
    Küsschen und Gute Nacht – Mi