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Waldkindergarten Erstausstattung

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Es ist so weit. Meine zweite Tochter kommt in den Waldkindergarten. Deshalb geht es nochmal von vorne los und ich wollte euch daran teilhaben lassen. Vor allem möchte ich diesen Beitrag schreiben, weil ich oft Fragen zu genau dem Thema auf Social Media finde. Vor dem ersten Kind im Waldkindergarten schwirrten mir auch viele Sachen durch den Kopf. Was ist waldtauglich und was nicht? Welche Trinkflasche ist dicht? Welcher Rucksack bewährt sich?


Lasst euch gern von dem Beitrag inspirieren oder nutzt ihn als Liste für eure Erstausstattung. Ganz so wie ihr es braucht.
Was man so braucht unterscheidet sich natürlich auch von Einrichtung zu Einrichtung.

Hier ist also unsere Liste für die Erstausstattung:

  • Rucksack
  • Brotdose
  • Trinkflasche
  • Regenschutz
  • Sitzmatte
  • Handtuch
  • Regenkleidung
  • Kopfbedeckung
  • Handschuhe
  • angepasste Kleidung
  • Zeckenschutz

Wir fangen mal mit dem wichtigsten Utensil an…


Der Rucksack!


Wir kommen mit den 10L Rucksäcken am besten aus. Wichtig ist ein Brustgurt.
Sowohl Vaude Pecki 10 als auch den Deuter Waldfuchs 10 haben meine Kinder im Einsatz. Der Vaude Puck ist auch in der Größe erhältlich und nur von der Form etwas anders als der Pecki. Mir persönlich sagt der Vaude eher zu. Vor allem wegen des verstärkten Bodens.
Ich hatte noch einige andere Rucksäcke in der engeren Auswahl, aber letztendlich hat das jeweilige Kind sich für seinen Rucksack entschieden. Folgende Rucksäcke hätte ich noch gekauft, habe aber keinerlei persönliche Erfahrung damit:


Im Waldkindergartenalltag ist es wichtig, dass der Rucksack einen Brustgurt hat, den das Kind selbst bedienen kann. Außerdem sollte er selbst geöffnet und geschlossen werden können.
Außerdem muss der Rucksack natürlich mehr oder weniger robust sein. Ich wasche unseren Vaude alle paar Wochen ganz einfach in der Waschmaschine. Er sieht jedes Mal aus wie neu. Der Waldfuchs hat noch nicht so viel ab bekommen bisher, dass das Waschen nötig war.
Das Zubehörteil das bei meinen Kindern dauernd im Einsatz ist, ist der Regenschutz. Viele der oben genannten Rucksäcke haben einen dabei. Der Deuter Waldfuchs hat nur in der 14 Liter Variante einen Regenschutz integriert. Deshalb habe ich für das Kind mit dem Waldfuchs den Regenschutz von Playshoes dazu gekauft. Bei allen genannten Vaude Rucksäcken ist ein Regenschutz dabei.

Außerdem möchten die meisten Waldkindergärten eine Sitzmatte im Rucksack. Auch die ist in vielen der obigen Rucksäcken integriert. Es gibt bei uns Kinder die nutzen die nahezu nie. Und dann wieder welche, die sich ohne ihre Sitzmatte nicht hinsetzen. Also auch das wieder total individuell. Ich packe sie meinen Kindern ein. Ob sie sie nutzen – ihre Sache.
Manche Waldkindergärten haben wohl den Satz Sitzmatten immer dabei oder empfehlen ein Stück einer alten Isomatte.


Weiter gehts mit den Sachen, die im Rucksack Platz finden müssen. Das wichtigste ist wohl die Verpflegung. Bei uns heißt das:
Brotdose und Trinkflasche



Meine Kinder haben beide eine Edelstahl Brotdose mit einer kleinen passenden Dose. Eine Edelstahldose zu finden, die von kleinen Kindern leicht zu öffnen und zu schließen ist, ist garnicht so einfach. Mein erstes Waldkindergartenkind hat eine Bluewater Bento Splash. Die Schwester bekommt jetzt die Affenzahn Brotdose. Nachdem ich beide in der Hand hatte kann ich euch versichern – der Hersteller ist der gleiche (steht auch unten auf der Edelstahldose). Bloß der Deckel hat ein anderes Design. Die von Affenzahn gab es aber noch nicht, als ich nach einer Dose für die Große gesucht habe.
Man muss sagen, der Deckel der Affenzahndose ist schon schöner gestaltet für Kinder. Und es gibt ihn in verschiedenen Farben.
Im tiefsten Winter ist die Dose ziemlich kalt. Aber das ist in meinen Augen auch der einzige Makel. Sonst sind wir voll und ganz zufrieden. Wandert hier alles in die Spülmaschine. Pflegeleicht ist sie auf alle Fälle.

Wenn es um Trinkflaschen geht bin ich nicht so zufrieden gewesen bisher. Anfangs hatten wir Klean Kanteen, sowohl mit Sip als auch Sport Aufsatz. Die sind aber grundsätzlich an einem Tag im Wald ausgelaufen. Privat hatten wir die immer gern benutzt, aber im Alltag schmeißen wir auch unseren Rucksack seltener durch die Gegend, als das im Waldkindergarten der Fall ist. Deshalb haben wir die für den Wald ausgemustert.
Das große Kind hat eine Blafre mit Strohhalmaufsatz und kommt damit gut zurecht. Da es den Strohhalmaufsatz aber irgendwie gerade nirgends zu kaufen gibt habe ich für die Kleine eine Lässig Trinkflasche gekauft. Sie macht einen soliden Eindruck bisher, laut Bewertungen und ersten Tests ist sie absolut dicht.

Die Trinkflaschen geben wir nur halbvoll mit um unnötiges Gewicht zu vermeiden. So viel wie die Flasche fasst, trinken sie eh nicht. An heißen Tagen kommt natürlich mehr rein.

Außerdem haben wir noch einen Thermosbehälter für Essen (bei uns bisher nur für warmen Porridge genutzt). Den haben wir angeschafft, als es Anfang diesen Jahres -14 Grad kalt war. Er hat genau das getan was er sollte, nämlich warm gehalten. Und das sehr gut. Wenn warmes Mittagessen mitgegeben werden soll auf jeden Fall auch eine gute Anschaffung.

Bei uns im Waldkindergarten hat jedes Kind ein eigenes kleines Handtuch (auch schon vor Corona), um sich vor dem Frühstück die Hände waschen zu können. Da haben sich größere Waschlappen oder kleine Gästehandtücher bewährt. Meine Kinder nehmen am liebsten diese Zauber Handtücher, die man oft überall bekommt.

Außerdem gehört ein kleiner Satz Wechselkleidung, Feuchtigkeitsfest verpackt, in den Rucksack. Bei meinen Kindern ist das ein kleiner Wetbag, mit einem Satz Unterwäsche, Socken und einer dünne Leggings darin. Es soll natürlich auch nicht zu viel transportiert werden von den Kleinen. Für den Fall eines komplett nassen Kindes, sei es aufgrund des Wetters oder eines Pipi Unfalls, kann sich dann aber wenigstens bis zum abholen umgezogen werden.
Im Wetbag können dann die nassen Sachen auch gut nachhause transportiert werden.

Zum Sonnen/Regen/Zeckenschutz ist eine Kopfbedeckung eine gute Idee. Wir haben eine dünne Jersey Mütze, eine dicke Wintermütze (Achtung, die Veganer müssen sich die Etiketten hier genau anschauen. Oft ist Wolle dabei) und eine Sonnencap für jedes Kind. Loops für den Hals sind auch immer gut und funktionieren auch auf dem Kopf.

Da die Kinder im Waldkindergarten nur draußen sind, ist natürlich Regenkleidung ein absolutes Muss.
Wir haben die besten Erfahrungen mit BMS Hosen und Regenjacken gemacht. Die BMS Sachen sind alle zu 100% Wasserdicht und eine der Hosen die wir haben ist jetzt über 3 Jahre im Einsatz. Dreht andauernd ihre Runden in der Waschmaschine und hält immernoch wunderbar. Außerdem passen sie sehr lange. Größe 92 wurde hier von 1,5 bis 3,5 Jahre getragen, bis sie langsam zu eng wurde. Ich kaufe nur ungefütterte Regensachen. Die bekommt man einfach schneller wieder einsatzbereit. Mit den Sachen die man drunter zieht, kommt man gut durch alle Jahreszeiten.
Da wir bei Gummistiefeln auch darauf achten, dass sie Barfußähnlich sind (vegane, richtige Barfußgummistiefel zu finden ist echt schwer – wenn man was findet, dann nur in der falschen Größe… Ihr kennt das.) nutzen wir die Gummistiefel von Bergstein und Aigle. Auch Gummistiefel sind bei uns nur ungefüttert und wir variieren mit den Socken je nach Wetter. Wenn es echt kalt ist kommt in die Gummistiefel eine Stiefel Thermosocke.

Schon ab dem frühen Herbst tragen die Kinder im Wald oft Handschuhe, weil es morgens noch sehr kühl ist. Dafür haben wir mehrere Paar dünne Handschuhe. Am besten finden meine Kinder dünne Fleece Handschuhe. Und ein paar wasserfeste Fäustlinge zum drüberziehen für matschige Tage sind auch ein Muss.

Kleidung und Schuhe können so unterschiedlich sein. Unser Waldkindergarten schreibt zum Zeckenschutz lange Kleidung – sowohl das Oberteil als auch die Hose – und geschlossene Schuhe vor. Ich habe von vielen Waldkindergärten gehört die das anders handhaben, deshalb kann und möchte ich hier wenig konkretes empfehlen. Wir haben zu Hauf dünne Longsleeves und ziehen dem Kind diverse Schichten an. Da braucht es nichts spezielles. Weil ich gerne wenig Kunstfaser am Kind habe wird also ein Unterhemd, Baumwolllongsleeve, Pullover und Baumwollfleecejacke an kalten Tagen übereinander gezogen. Wenn es wirklich eiskalt ist haben wir einen Satz Thermounterwäsche. Einteiler sind ungern gesehen, weil es für den Toilettengang im Wald echt schwierig werden kann.

Hier noch eine Produktempfehlung für wunderbare vegane Baumwollkleidung. Die Sachen von Orbasics sind ganz wunderbar für alle Jahreszeiten bei uns im Einsatz, die dünnen Mützen sind auch wunderbar an wärmeren Tagen und die Keep me Warm Leggings sind grandios unter der Outdoorkleidung.


Oft wird gesagt, dass man ohne Wolle nicht durch den Waldkindergarten käme. Doch, man kommt auch als Veganer, der aus ethischen Gründen auf Wolle verzichtet, mit warmen Kindern durch den Winter. Zwiebelprinzip ist das Zauberwort – so abgedroschen das auch klingt. Wer Wolle nutzen möchte kann das natürlich – aber ein Muss ist es absolut nicht.
Als Socken haben sich bei uns die Funktionssocken von Camano bewährt. Die sind Vegan und Temperaturausgleichend. Mit Baumwollsocken gab es in wasserfesten Schuhen oft nassgeschwitzte Füße.

Wichtig ist außerdem Zeckenschutz, außer im Winter das ganze Jahr über. Socken über die Hose ist da schon mal das einfachste. Gewisse Sprays helfen auch gut. Ich habe einen eigenen Beitrag für die lieben Zecken geschrieben, dort gehe ich weiter darauf ein: KLICK

Das war es erstmal mit der Waldkindergarten Erstausstattung.
Ich werde diesen Beitrag laufend überarbeiten, wenn sich gewisse Sachen als besonders praktisch oder unpraktisch erwiesen haben, Das wichtigste am Waldkindergarten ist und bleibt aber immer dass man hinter dem Konzept steht.

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Getestet! Klamotten Letzte Beiträge Schuhe

Affenzahn Winterstiefel

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Markennennung – selbstgekauft – kein Sponsoring


Wir haben uns die Affenzahn Winterstiefel – Modell Karla Koala 2019 – zugelegt. (Daniel Dinosaurier sind baugleich, haben aber andere Farben. Die anderen Affenzahn Winter Modelle sind aufgrund von Wolle und/oder Leder nicht vegan!)

Kaufen kann man sie unter anderem hier: Klick (affiliate Link)

Erstmal zu den Fakten:

  • Es gibt sie in den Größen 21-32.
  • Der UVP liegt bei 89,90€ (Ich habe sie jetzt aber schon bis 59,90€ reduziert gesehen – und mich geärgert 🙃)
  • 2,5mm Anti Rutsch Sohle
  • 3mm Profil
  • Keine Dämpfung, keine Sprengung
  • Das Obermaterial ist aus recyceltem PET und Mikrofaser.
  • Innen ist ein atmungsaktives Polyesterplüsch.
  • Wasserdichte Membran
  • Reflektoren umlaufend
  • Vegan
  • Affenzahn ist Mitglied der fair wear foundation

Sie stehen hier zwar schon seit Anfang September, intensiver getragen wurden sie jetzt in den letzten 3 Wochen.

Meine wichtigsten Kriterien für Winterschuhe sind, dass sie warm halten, wasserdicht sind, barfußähnliche Sohle haben und vegan sind.

Das alles versprechen die Affenzahn Stiefel. Und bisher halten sie es auch alles.

Bisher wurden sie bei Temperaturen bis 0 Grad getestet. Die Füße waren immer warm. Getragen wurden sie mit ganz normalen Socken (Mischgewebe).

Wasserfest sind die Schuhe absolut. Sie wurden in Matsche und Pfützen ausgiebig getestet und es kam nirgends etwas durch. Für Schnee bin ich deshalb absolut optimistisch – werde ein Update hinzufügen, sobald wir Schnee hatten.

Die 4 Stunden Waldkindergarten überstehen sie problemlos. Füße sind und bleiben warm. Mein Kind friert nicht und hat trockene Füße. Das wichtigste passt also.

Der Schaft des Stiefels ist etwas steif um den Knöchel herum. Das gibt einerseits Halt, andererseits haben wir da eigentlich keinen Bedarf zu. Mehr Bewegungsfreiheit am Knöchel fände ich besser.

Es wird häufig gesagt, sie wären schmal. Das empfinde ich nicht so. Vielleicht habe ich noch keine richtig breiten Schuhe in der Hand gehabt, aber neben unseren kiuu und Baby bogs sind sie nicht schmaler. Aber das muss man dann individuell schauen, ob es ans Kind passt.

Zur Sohle. Ich habe jetzt schon sehr häufig Beschwerden über die vermeintlich harte Sohle gelesen. Diese kann ich absolut nicht bestätigen.

Ja, die Sohle ist natürlich etwas fester. Am Anfang sowieso. Nach 2 Wochen Tragen ist sie genauso biegsam wie die unserer baby bogs und kiuu Winterstiefel. Es ist ein Winterstiefel mit Gummisohle, noch dazu mit rutschfestem Profil. Der kann eben nicht so flexibel sein, wie eine Stoffsohle Affenzahn bezeichnet ihn nicht als Barfußschuh, er erfüllt aber die meisten Kriterien.

Die Sohle ist dünn, flexibel, es gibt keine Sprengung und keine Dämpfung. Das aufgebrachte Profil bringt noch etwas „Härte“ mit sich. Einzig die Zehenbox ist etwas kleiner als die bei Barfußschuhen sein sollte.

Mit Gewicht und einem warmen Fuß im Schuh ist die Flexibilität natürlich auch eine andere, als wenn man den Schuh so in der Hand hat. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Außerdem wird der Schuh ja nicht Tag und Nacht getragen und die meisten Kinder sind bei kaltem Wetter nicht 8-12 Stunden täglich draußen in Winterstiefeln unterwegs. Ich kann mit der Sohle gut leben.

Ich habe die Stiefel jetzt immer sauber gebürstet und auch schon bei 30°C in die Waschmaschine geschmissen (Affenzahn empfiehlt die NICHT!). Der helle Stoff ist natürlich etwas empfindlich bei Matsch, aber sie sollen ja warm bleiben – und nicht weiß. Das Mikrofaser und das Polyesterfutter sind etwas fusselig geworden, ich beobachte es weiterhin.

Im Großen und Ganzen bin ich – und was viel wichtiger ist, das Kind auch – sehr zufrieden mit den Stiefeln.

Preis-Leistung passt.

Ja, man muss definitiv ein paar Kompromisse eingehen. Aber keine, die ich nicht guten Gewissens hinnehmen kann.

(Ich werde diesen Artikel erweitern, wenn andere Wetterlagen – Eis und Schnee – ausgiebig getestet wurden)

Wenn ihr noch Fragen habt – gern in die Kommentare!

Eure Mi

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Baby Led Weaning - Breifrei Erziehung - oder auch nicht Vegan

"Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!" 

Immer und immer wieder die selbe Diskussion… „Du zwingst deinem Kind deine Einstellung auf, wenn du es vegan ernährst!“
Ja. Das tue ich. Aber warum ist es schlimmer seinem Kind seine vegane Einstellung aufzuzwingen, als jede andere?
In den ersten Lebensjahren müssen Eltern für ihr Kind entscheiden. Alles. Ob das die Wahl der Kleidung, des Kindergartens oder eben der Ernährung ist. Die Eltern entscheiden und zwingen dem Kind somit ihre Entscheidung auf. Da das Kind eben kognitiv noch nicht in der Lage ist zu verstehen, was es heißt, sich einen Kindergarten auszusuchen, warum es nicht nackig bei -10°C vor die Tür gehen soll und auch nicht, dass Tiere sterben müssen um Fleisch zu essen.
Aber gehen wir mal zurück zum Thema Ernährung. Auch fernab von vegan… Ich kenne Eltern deren Kinder keinen Zucker essen dürfen. Ich kenne Eltern die geben ihren Einjährigen Chips zum Mittagessen.
Ich selbst durfte als Kind keinen Zucker und kein Schweinefleisch essen. Das war die Entscheidung meiner Eltern.
Das ist alles aufgezwungen. Immer.
Und es ist immer eine Entscheidung der Eltern.
Ob die gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt. Ich würde meinem Kind weder Chips zum Mittagessen geben, dafür aber auch durchaus Lebensmittel mit Zucker erlauben. Dafür isst mein Kind eben keine Tiere.

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Warum wir keine TIere essen – Ruby Roth

Wie bei allem ist hier Toleranz ein ganz großes Stichwort. Die Eltern die ihren Kindern Chips zum Mittagessen geben wollen nicht, dass man es Ihnen vorwirft. Und das passiert auch seltenst. Aber die Eltern, die ihre Kinder gemüselastig – VEGAN – ernähren, müssen sich immer und immer rechtfertigen und diese Entscheidung wird nicht ansatzweise toleriert…
Sobald mein Kind die Entscheidung fällen kann was es essen möchte, darf es selbstverständlich alles probieren, was es will. Bis dahin wird es gewissenhaft vegan ernährt. Und zwar weil ich es für gesund und ethisch korrekt halte.
Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind und entscheiden danach.
Wichtig bei einer veganen Ernährung ist, Vitamin B12 zu supplementieren. (Zur B12-Supplementierung schreibe ich demnächst noch einen eigenen Beitrag.)
Oft wird das als neue Angriffsfläche benutzt.
„Wenn Kinder mit Nahrungsergänzungsmittelm zugepumpt werden müssen, kann irgendwas nicht richtig laufen“ ist da ein gern genanntes Argument…
Aber schauen wir uns mal an, was Kinder so alles für Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine bekommen… auch, wenn sie nicht vegan ernährt werden:

  • gleich nach der Geburt wird den Kindern Vitamin K verabreicht
  • Vitamin D, 500IE täglich im ersten Lebensjahr
  • Fluorid in Zahnpasta ab dem ersten Zahn
  • diverse Vitaminsäfte wie Rotbäckchen und co – die nichts anderes als Nahrungsergänzungsmittel sind – erfreuen sich großer beliebtheit
  • Sanostol – Multivitaminpräperat „Der Löffel Abwehr“

Das sind alles Nahrungsergänzungen & Vitamine, die so gut wie alle Eltern irgendwann mal ihren Kindern geben. Aber wenn man einem Kind Vitamin B12 gibt, pumpt man es direkt mit Nahrungsergänzungsmitteln voll.
Heutzutage kann übrigens jeder einen VItamin B12 Mangel erleiden, weil in den Böden nicht mehr genug davon vorhanden ist und die Tiere, die gegessen werden, somit auch nicht unbedingt genug B12 im Fleisch haben, selbst wenn man welche isst (in der Massentierhaltung wird b12 als Supplement direkt ins Futter gemischt). Außerdem spielt die Aufnahme im Magen noch eine große Rolle. Auch werden Apothekenpräparate wie „Vitasprint“ – ein Vitamin B12 Präparat – gerne von Allesessern gekauft.
Die ersten Ergebnisse der VECHI Studie ergaben übrigens, dass ausschließlich die vegan ernährten Kinder auf die Mindestmenge an Eisen und Folsäure kamen und lagen dabei deutlich über den Kindern, die omnivor ernährt wurden.
Diese kann man hier nachlesen: KLICK
Wir haben uns vorgenommen jährlich ein Blutbild zu machen. Als Clara 13 Monate alt war haben wir das erste Blutbild gemacht. Die Blutabnahme ging ohne Tränen vonstatten und lief entspannt.
Die Werte waren alle mehr als im grünen Bereich. Das bestätigt mich absolut darin, dass wir es richtig machen.
Und wie gesagt, sollte sie sich entscheiden Fleisch zu essen, darf sie das, sobald sie das kann. Ich werde sie nicht davon abhalten können, aber gehe weiter mit gutem Beispiel voran. Genauso werde ich sie nicht davon abhalten können mal Alkohol zu probieren oder sich in den falschen zu Verlieben. Aber bis die Zeit kommt, dauert es eben noch ein bisschen und ich gebe mein Bestes.